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	<title>Kommentare zu: Fünf Punkte für die Zukunft der Bewegung</title>
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	<description>Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz - von Antje Schrupp</description>
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		<title>Von: antjeschrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2008/10/02/funf-punkte-fur-die-zukunft-der-bewegung/#comment-56</link>
		<dc:creator>antjeschrupp</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 12:31:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Andrea,&lt;br/&gt;nein, meiner Meinung nach widersprechen sich Punkt 1 und Punkt 2 nicht. Sicher, du hast recht, dass manche feministischen Positionen (Stichwort: F-Klasse) heute klar den neoliberalen Kurs unterstützen und befördern. Aber sich mit denen zu streiten bedeutet ja nicht unbedingt, ihnen das Label &quot;Feminismus&quot; abzusprechen. Ich finde, Feministin nennen können sich alle, und dann müssen sie eben damit rechnen, von anderen Feministinnen kritisiert zu werden, die ihre Ideen falsch finden...&lt;br/&gt;liebe Grüße,&lt;br/&gt;Antje</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Andrea,<br />nein, meiner Meinung nach widersprechen sich Punkt 1 und Punkt 2 nicht. Sicher, du hast recht, dass manche feministischen Positionen (Stichwort: F-Klasse) heute klar den neoliberalen Kurs unterstützen und befördern. Aber sich mit denen zu streiten bedeutet ja nicht unbedingt, ihnen das Label &#8220;Feminismus&#8221; abzusprechen. Ich finde, Feministin nennen können sich alle, und dann müssen sie eben damit rechnen, von anderen Feministinnen kritisiert zu werden, die ihre Ideen falsch finden&#8230;<br />liebe Grüße,<br />Antje</p>
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		<title>Von: Andrea Mayer-Edoloeyi</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2008/10/02/funf-punkte-fur-die-zukunft-der-bewegung/#comment-55</link>
		<dc:creator>Andrea Mayer-Edoloeyi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 22:23:00 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Antje,&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;ich lese nun schon eine Weile hier mit, darum möchte ich mich auch mal melden. &lt;br/&gt;Deine Punkte für die Zukunft der Bewegung könnte ich ja auf den ersten Blick sicherlich unterschreiben. Sie fassen sehr gut zusammen, um was es geht. Wo ich mir aber nicht sicher bin ist, ob sich Punkt 1 und Punkt 4 nicht widersprechen. Mir fällt durchaus auf, dass es feministische Positionen gibt die durchaus kompaktibel, ja sogar förderlich für den Neoliberalismus sein können. Als Beispiel würde ich ja da mal manche Varianten des Gender Mainstreaming nennen, die alles was mal feministische Inhalte waren, zum Alibi korrumpieren. Das würde ich nicht für jede/n sagen, die/der sich für GM engagiert (das ganze hat ja auch seine positiven Aspekte), aber durchaus für manche. &lt;br/&gt;Zu meinem Verständnis von Feminismus gehört, hier eine klare Grenze zu ziehen und mich dann auch im Fall des Falles gegen die Vereinnahmung des Labels Feminismus zu wehren. Wie siehst du das? &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Herzliche Grüße, Andrea</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Antje,</p>
<p>ich lese nun schon eine Weile hier mit, darum möchte ich mich auch mal melden. <br />Deine Punkte für die Zukunft der Bewegung könnte ich ja auf den ersten Blick sicherlich unterschreiben. Sie fassen sehr gut zusammen, um was es geht. Wo ich mir aber nicht sicher bin ist, ob sich Punkt 1 und Punkt 4 nicht widersprechen. Mir fällt durchaus auf, dass es feministische Positionen gibt die durchaus kompaktibel, ja sogar förderlich für den Neoliberalismus sein können. Als Beispiel würde ich ja da mal manche Varianten des Gender Mainstreaming nennen, die alles was mal feministische Inhalte waren, zum Alibi korrumpieren. Das würde ich nicht für jede/n sagen, die/der sich für GM engagiert (das ganze hat ja auch seine positiven Aspekte), aber durchaus für manche. <br />Zu meinem Verständnis von Feminismus gehört, hier eine klare Grenze zu ziehen und mich dann auch im Fall des Falles gegen die Vereinnahmung des Labels Feminismus zu wehren. Wie siehst du das? </p>
<p>Herzliche Grüße, Andrea</p>
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		<title>Von: antjeschrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2008/10/02/funf-punkte-fur-die-zukunft-der-bewegung/#comment-53</link>
		<dc:creator>antjeschrupp</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 16:14:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, Cornelia,&lt;br/&gt;Feminismus würde ich auch so definieren wie du, es ist sozusagen eine theoretische Grundlage der Patriarchatskritik und der Arbeit an einer postpatriarchalen neuen Ordnung und Aufgabe für Frauen wie Männer. &lt;br/&gt;Frauenbewegung ist für mich einfach ein Sammelbegriff für das, was Frauen tun, was Frauen bewegt und wohin sich Frauen bewegen. Sie ist für mich eine große und unverzichtbare Inspirationsquelle des Feminismus, weil sie an das weibliche Begehren geknüpft ist (der Feminsmus nicht unbedingt). Sie bringt die Politik der Frauen zur Sichtbarkeit. Sie ist Ausdruck der weiblichen Freiheit. Feminismus und Frauenbewegung zusammendenken heißt für mich, die Theorie nicht von den Körpern zu trennen. Und zu verhindern, dass die Männer nun auch noch den Feminismus übernehmen und alles besser wissen und uns erklären, was nach dem Patriarchat am besten kommt. Ich kenne ein paar von der Sorte. Daher: Feminist (oder Feministin) ist nur, wer Frauen zuhört und sich aus dem, was sie sagen udn tun, inspirieren lässt (durchaus im Konflikt und in der Kritik). Also mit der Frauenbewegung rechnet. Wer meint, ohne Frauen und ihre Bewegung (aus Fleisch und Blut) auszukommen, ist auch kein Feminist,</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, Cornelia,<br />Feminismus würde ich auch so definieren wie du, es ist sozusagen eine theoretische Grundlage der Patriarchatskritik und der Arbeit an einer postpatriarchalen neuen Ordnung und Aufgabe für Frauen wie Männer. <br />Frauenbewegung ist für mich einfach ein Sammelbegriff für das, was Frauen tun, was Frauen bewegt und wohin sich Frauen bewegen. Sie ist für mich eine große und unverzichtbare Inspirationsquelle des Feminismus, weil sie an das weibliche Begehren geknüpft ist (der Feminsmus nicht unbedingt). Sie bringt die Politik der Frauen zur Sichtbarkeit. Sie ist Ausdruck der weiblichen Freiheit. Feminismus und Frauenbewegung zusammendenken heißt für mich, die Theorie nicht von den Körpern zu trennen. Und zu verhindern, dass die Männer nun auch noch den Feminismus übernehmen und alles besser wissen und uns erklären, was nach dem Patriarchat am besten kommt. Ich kenne ein paar von der Sorte. Daher: Feminist (oder Feministin) ist nur, wer Frauen zuhört und sich aus dem, was sie sagen udn tun, inspirieren lässt (durchaus im Konflikt und in der Kritik). Also mit der Frauenbewegung rechnet. Wer meint, ohne Frauen und ihre Bewegung (aus Fleisch und Blut) auszukommen, ist auch kein Feminist,</p>
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		<title>Von: Cornelia Roth</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2008/10/02/funf-punkte-fur-die-zukunft-der-bewegung/#comment-52</link>
		<dc:creator>Cornelia Roth</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 16:13:00 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Antje,&lt;br/&gt;Deine fünf Punkte für die Zukunft der Frauenbewegung gefallen mir gut - und es ist wichtig, auf das, was sich bewegt, zu antworten! Beim Punkt &quot;Gegen Einverleibung durch den Neoliberalismus&quot; finde ich sind positive Antworten nötig, nicht nur sich nicht einverleiben lassen. Mir ist nicht ganz klar, welche Erfahrungen aus der Geschichte der Frauenbewegung Du an diesem Punkt meinst.&lt;br/&gt;Und dann kommt mir immer wieder durcheinander und in Unklarheit: Frauenbewegung und Feminismus.&lt;br/&gt;Feminismus ist für mich inzwischen ein gesellschaftsveränderndes Projekt, für das Frauen und Männer gewünscht sind und das auf den Erfahrungen aufbaut, die Frauen und Männer mit patriarchaler Geschichte und Kultur gemacht haben. Und Frauenbewegung? Teils so ein Interessensding, teils das Gleiche wie Feminismus.&lt;br/&gt;Soweit ganz kurz, da etwas in Eile.&lt;br/&gt;Einen herzlichen Gruß von Cornelia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Antje,<br />Deine fünf Punkte für die Zukunft der Frauenbewegung gefallen mir gut &#8211; und es ist wichtig, auf das, was sich bewegt, zu antworten! Beim Punkt &#8220;Gegen Einverleibung durch den Neoliberalismus&#8221; finde ich sind positive Antworten nötig, nicht nur sich nicht einverleiben lassen. Mir ist nicht ganz klar, welche Erfahrungen aus der Geschichte der Frauenbewegung Du an diesem Punkt meinst.<br />Und dann kommt mir immer wieder durcheinander und in Unklarheit: Frauenbewegung und Feminismus.<br />Feminismus ist für mich inzwischen ein gesellschaftsveränderndes Projekt, für das Frauen und Männer gewünscht sind und das auf den Erfahrungen aufbaut, die Frauen und Männer mit patriarchaler Geschichte und Kultur gemacht haben. Und Frauenbewegung? Teils so ein Interessensding, teils das Gleiche wie Feminismus.<br />Soweit ganz kurz, da etwas in Eile.<br />Einen herzlichen Gruß von Cornelia</p>
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