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	<title>Kommentare zu: So viele Frauen, damals…</title>
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	<description>Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz - von Antje Schrupp</description>
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		<title>Von: Perlen aus der Blogosphäre &#171; Maedchenmannschaft</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/10/07/so-viele-frauen-damals/#comment-590</link>
		<dc:creator><![CDATA[Perlen aus der Blogosphäre &#171; Maedchenmannschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 13:04:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Schrupp bespricht das Buch &#8220;Hammerstein oder Der Eigensinn&#8221; von Hans Magnus Enzensberger und macht sich [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Schrupp bespricht das Buch &#8220;Hammerstein oder Der Eigensinn&#8221; von Hans Magnus Enzensberger und macht sich [...]</p>
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		<title>Von: grundmast</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/10/07/so-viele-frauen-damals/#comment-583</link>
		<dc:creator><![CDATA[grundmast]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 11:45:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, da meinen wir dann tatsächlich das gleiche. Denn es ist eben NICHT so, dass Frauen sich erst &#039;heute&#039; trauen, sich zu engagieren. Es ist nur sichtbarer. Und das ist gut so.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, da meinen wir dann tatsächlich das gleiche. Denn es ist eben NICHT so, dass Frauen sich erst &#8216;heute&#8217; trauen, sich zu engagieren. Es ist nur sichtbarer. Und das ist gut so.</p>
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		<title>Von: Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/10/07/so-viele-frauen-damals/#comment-582</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 10:51:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, du hast recht, &quot;voremanzipatorisch&quot; ist vielleicht kein gutes Wort, und in diesem Fall müsste es wohl genauer auch &quot;vor-gleichgestellt&quot; heißen, weil du natürlich recht hast, dass zumindest im Hinblick auf das Wahlrecht - allerdings nicht im Hinblick auf andere Rechte - die Frauenemanzipation schon da war. 
Was ich ausdrücken wollte, ist vor allem mein Unbehagen darüber, das Handeln oder Nicht-Handeln von Frauen in einen direkten kausalen Zusammenhang mit dem Stand der Gleichstellung bzw. Emanzipation zu bringen, wie es heute oft geschieht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, du hast recht, &#8222;voremanzipatorisch&#8220; ist vielleicht kein gutes Wort, und in diesem Fall müsste es wohl genauer auch &#8222;vor-gleichgestellt&#8220; heißen, weil du natürlich recht hast, dass zumindest im Hinblick auf das Wahlrecht &#8211; allerdings nicht im Hinblick auf andere Rechte &#8211; die Frauenemanzipation schon da war.<br />
Was ich ausdrücken wollte, ist vor allem mein Unbehagen darüber, das Handeln oder Nicht-Handeln von Frauen in einen direkten kausalen Zusammenhang mit dem Stand der Gleichstellung bzw. Emanzipation zu bringen, wie es heute oft geschieht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: grundmast</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/10/07/so-viele-frauen-damals/#comment-581</link>
		<dc:creator><![CDATA[grundmast]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 10:26:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das klingt nach interessanter Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Aber die Rede von &quot;voremanzipatorischen&quot; Zeiten finde ich doch ein bisschen problematisch. Was ist mit der 1. Frauenbewegung, die das Wahlrecht erkämpft hat? Die Verfassung der Weimarer Republik ist auch eine der ersten, in der Frauen und Männern &quot;grundsätzlich&quot; gleiche Rechte zugestanden werden. Ich denke, gerade deshalb gibt es in den 1920ern und zu Beginn der 1930er so coole Frauen wie auf dem Foto oben. 
Natürlich ist politisches Engagement auch ohne feministisches Bewusstsein möglich, aber der Umgang mit und die Wahrnehmung von aktiven Frauen hängt immer auch davon ab, welche Vorstellungen vom Geschlechterverhältnis zeitgenössisch vorhanden sind. Da entsteht dann schnell der Eindruck, nur &#039;Ausnahmefrauen&#039; handelten historisch relevant: Jeanne d&#039;Arc, Elisabeth I., Katharina II. usw. 
Dabei ist es doch einleuchtend, dass alle Menschen, die zu einer bestimmten Zeit leben, in die herrschenden politischen Verhältnisse eingebunden sind und sich auf irgendeine Weise zu diesen verhalten. Das Spannende ist, dass bei der nicht ganz so fernen Vergangenheit die Möglichkeit besteht, genau diese &#039;kleinen&#039; Politiken zu rekonstruieren. Sie zeichnen ein differenziertes Bild historischer Prozesse, die nicht nur durch die große Politik beeinflusst werden, sondern im Alltäglichen ermöglicht werden.
Und da schließt sich der Kreis, denn es ist tatsächlich auch der Frauengeschichte zuzuschreiben, dass Geschichte inzwischen nicht mehr nur die Erzählung großer Namen und politischer Ereignisse ist. Frauengeschichte ist eng mit der 2. Frauenbewegung seit den 1970ern verbunden. Insofern sollten wohl eher die Sichtweisen auf historische Prozesse als die Lebensweisen vor 80/90 Jahren &quot;voremanzipatorisch&quot; (kein schönes Wort, wie ich finde) genannt werden.

PS: Ich habe gestern einen schon etwas älteren Post beim &lt;a&gt;Mädchenblog&lt;/a&gt; gelesen und mir gedacht: ja bei anderen Feminist_innen kommentieren - gute Idee. Und jetzt merke ich, dass ich genau wie beschrieben verfahre: ich habe was zu kritisieren, weil ich mich mit dem Thema auskenne. Zugleich habe ich beim Schreiben gut weiterdenken können und hoffe, es interessiert dich vielleicht, zu welchen Gedanken dein Post mich inspiriert hat.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt nach interessanter Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Aber die Rede von &#8222;voremanzipatorischen&#8220; Zeiten finde ich doch ein bisschen problematisch. Was ist mit der 1. Frauenbewegung, die das Wahlrecht erkämpft hat? Die Verfassung der Weimarer Republik ist auch eine der ersten, in der Frauen und Männern &#8222;grundsätzlich&#8220; gleiche Rechte zugestanden werden. Ich denke, gerade deshalb gibt es in den 1920ern und zu Beginn der 1930er so coole Frauen wie auf dem Foto oben.<br />
Natürlich ist politisches Engagement auch ohne feministisches Bewusstsein möglich, aber der Umgang mit und die Wahrnehmung von aktiven Frauen hängt immer auch davon ab, welche Vorstellungen vom Geschlechterverhältnis zeitgenössisch vorhanden sind. Da entsteht dann schnell der Eindruck, nur &#8216;Ausnahmefrauen&#8217; handelten historisch relevant: Jeanne d&#8217;Arc, Elisabeth I., Katharina II. usw.<br />
Dabei ist es doch einleuchtend, dass alle Menschen, die zu einer bestimmten Zeit leben, in die herrschenden politischen Verhältnisse eingebunden sind und sich auf irgendeine Weise zu diesen verhalten. Das Spannende ist, dass bei der nicht ganz so fernen Vergangenheit die Möglichkeit besteht, genau diese &#8216;kleinen&#8217; Politiken zu rekonstruieren. Sie zeichnen ein differenziertes Bild historischer Prozesse, die nicht nur durch die große Politik beeinflusst werden, sondern im Alltäglichen ermöglicht werden.<br />
Und da schließt sich der Kreis, denn es ist tatsächlich auch der Frauengeschichte zuzuschreiben, dass Geschichte inzwischen nicht mehr nur die Erzählung großer Namen und politischer Ereignisse ist. Frauengeschichte ist eng mit der 2. Frauenbewegung seit den 1970ern verbunden. Insofern sollten wohl eher die Sichtweisen auf historische Prozesse als die Lebensweisen vor 80/90 Jahren &#8222;voremanzipatorisch&#8220; (kein schönes Wort, wie ich finde) genannt werden.</p>
<p>PS: Ich habe gestern einen schon etwas älteren Post beim <a>Mädchenblog</a> gelesen und mir gedacht: ja bei anderen Feminist_innen kommentieren &#8211; gute Idee. Und jetzt merke ich, dass ich genau wie beschrieben verfahre: ich habe was zu kritisieren, weil ich mich mit dem Thema auskenne. Zugleich habe ich beim Schreiben gut weiterdenken können und hoffe, es interessiert dich vielleicht, zu welchen Gedanken dein Post mich inspiriert hat.</p>
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