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	<title>Kommentare zu: Anarchisten in der Endlosschleife</title>
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	<description>Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz - von Antje Schrupp</description>
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		<title>Von: Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/11/16/anarchisten-in-der-endlosschleife/#comment-1170</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 08:29:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@sillu - Warum sollte ich denn das Buch als Vorwand brauchen, um meine Kritik am Anarchismus zu äußern? Ich habe keinen &quot;Groll&quot; gegen den Anarchismus (das klingt ja so, als sei das eine emotionale Sache meinerseits), sondern ich bin selbst Anarchistin. Und deshalb kritisiere ich die Art und Weise, wie die &quot;Frauenfrage&quot; seitens vieler anarchistischer Männer für unwichtig gehalten wird. Der Comic ist dafür aus meiner Sicht ein Paradebeispiel. Na klar, kann man dieses &quot;Thema&quot; heute nicht mehr ganz ignorieren. Also stellt man ein &quot;Frauenkapitel&quot; hinten an und ansonsten bleibt alles beim Alten. Wie in dem Proudhon-Einschub klar wird: Dass er &quot;leider auch zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit neigte&quot; ist reichlich verniedlichend. Ich bin nicht der Meinung, man sollte Proudhon weglassen, sicher gehört er in die Geschichte des Anarchismus, aber man muss sich auch damit auseinandersetzen und es nicht nur en passant erwähnen. Und wenn Simone Weil keine Feministin war, was hat sie dann auf der Seite Anarchafeminismus zu suchen? So etwas ärgert mich einfach, weil es die Ignoranz gegenüber dem &quot;Frauendings&quot; fortschreibt, gerade in dem es eben nur &quot;erwähnt&quot; wird (damit man aus dem Schneider ist), aber nicht wirklich in die Analyse einbezogen. Deine Stalinismus-Vergleiche im Bezug auf mich finde ich übrigens ziemlich daneben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@sillu &#8211; Warum sollte ich denn das Buch als Vorwand brauchen, um meine Kritik am Anarchismus zu äußern? Ich habe keinen &#8222;Groll&#8220; gegen den Anarchismus (das klingt ja so, als sei das eine emotionale Sache meinerseits), sondern ich bin selbst Anarchistin. Und deshalb kritisiere ich die Art und Weise, wie die &#8222;Frauenfrage&#8220; seitens vieler anarchistischer Männer für unwichtig gehalten wird. Der Comic ist dafür aus meiner Sicht ein Paradebeispiel. Na klar, kann man dieses &#8222;Thema&#8220; heute nicht mehr ganz ignorieren. Also stellt man ein &#8222;Frauenkapitel&#8220; hinten an und ansonsten bleibt alles beim Alten. Wie in dem Proudhon-Einschub klar wird: Dass er &#8222;leider auch zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit neigte&#8220; ist reichlich verniedlichend. Ich bin nicht der Meinung, man sollte Proudhon weglassen, sicher gehört er in die Geschichte des Anarchismus, aber man muss sich auch damit auseinandersetzen und es nicht nur en passant erwähnen. Und wenn Simone Weil keine Feministin war, was hat sie dann auf der Seite Anarchafeminismus zu suchen? So etwas ärgert mich einfach, weil es die Ignoranz gegenüber dem &#8222;Frauendings&#8220; fortschreibt, gerade in dem es eben nur &#8222;erwähnt&#8220; wird (damit man aus dem Schneider ist), aber nicht wirklich in die Analyse einbezogen. Deine Stalinismus-Vergleiche im Bezug auf mich finde ich übrigens ziemlich daneben.</p>
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		<title>Von: siliu</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/11/16/anarchisten-in-der-endlosschleife/#comment-1166</link>
		<dc:creator><![CDATA[siliu]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 23:17:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mir scheint hier die Besprechung des Buches nur ein Vorwand, einen nicht durch diese Lektüre entstandenen Groll gegen &quot;den&quot; Anarchismus &quot;in Deutschland&quot; auszusprechen (und dieser mag durchaus berechtigt sein). Dem Buch gegenüber erscheint mir das ungerecht, weil hier beispielsweise nicht wie in der Rezension behauptet &quot;immer noch Proudhon unkritisch und unhinterfragt als eine ihrer Leitfiguren&quot; gefeiert wird. Dieser wird vielmehr S. 22 vorgestellt als &quot;das Enfant terrible des Anarchismus, neigte (...) leider auch zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit.&quot; Selbstverständlich wird auch (S.[28] erwähnt, daß Simone Weil gerade keine Feministin war, natürlich werden gerade individuelle Unterschiede und die Vielfalt der Ansätze benannt. Der Comic beginnt ja auch nicht etwa mit der tatsächlich notwenig schematischen Kurzbeschreibung der verschiedenen Strömungen und ihrer charakteristischen Vertreter, sondern behandelt davor Ansätze libertärer Erziehung, libertäres Wohnen, libertäre Musik und utopische Literatur. Aber soll eine &quot;kleine Geschichte des Anarchismus&quot; etwa Proudhon - um bei dem Beispiel zu bleiben - einfach weglassen, so als hätte er nicht die Geschichte des Anarchismus und der ArbeiterInnenbewegungen und natürlich der feministischen Bewegungen (durch Abgrenzung: Jenny d&#039;Hericourt!) beeinflusst? Welche Vorwürfe würde das Buch dann erst auf sich ziehen? Wegzulassen, was einem (!) nicht in den Kram passt ... Sind wir Stalinisten? Oder eine Familie, die aus den Fotoalben jeweils die Abgebildeten mit den falschen Uniformjacken herausschneidet wie in Dubravla Ugresics &quot;Museum der bedingungslosen Kapitulation&quot;? Daß sich Geschichtsbücher im Lauf der Jahre ändern, hat oft mit momentanen Machtverhältnissen zu tun (wir müssen nicht gleich an Orwells &quot;1984&quot; denken und mit Wunschdenken. Wenn an linken Geschichtsbüchern etwas zu kritisieren ist, dann in aller Regel gerade die Zurichtung auf aktuelle Interessen, das Weglassen unangenehmer Erfahrungen, die aber allein in der Lage wären, Erfahrungen aus den Niederlagen bewußt zu verarbeiten, statt eines Triumphalismus, der immer schon alles richtig macht - und sich dann wundert, warum noch immer die anderen gesiegt haben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir scheint hier die Besprechung des Buches nur ein Vorwand, einen nicht durch diese Lektüre entstandenen Groll gegen &#8222;den&#8220; Anarchismus &#8222;in Deutschland&#8220; auszusprechen (und dieser mag durchaus berechtigt sein). Dem Buch gegenüber erscheint mir das ungerecht, weil hier beispielsweise nicht wie in der Rezension behauptet &#8222;immer noch Proudhon unkritisch und unhinterfragt als eine ihrer Leitfiguren&#8220; gefeiert wird. Dieser wird vielmehr S. 22 vorgestellt als &#8222;das Enfant terrible des Anarchismus, neigte (&#8230;) leider auch zu Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit.&#8220; Selbstverständlich wird auch (S.[28] erwähnt, daß Simone Weil gerade keine Feministin war, natürlich werden gerade individuelle Unterschiede und die Vielfalt der Ansätze benannt. Der Comic beginnt ja auch nicht etwa mit der tatsächlich notwenig schematischen Kurzbeschreibung der verschiedenen Strömungen und ihrer charakteristischen Vertreter, sondern behandelt davor Ansätze libertärer Erziehung, libertäres Wohnen, libertäre Musik und utopische Literatur. Aber soll eine &#8222;kleine Geschichte des Anarchismus&#8220; etwa Proudhon &#8211; um bei dem Beispiel zu bleiben &#8211; einfach weglassen, so als hätte er nicht die Geschichte des Anarchismus und der ArbeiterInnenbewegungen und natürlich der feministischen Bewegungen (durch Abgrenzung: Jenny d&#8217;Hericourt!) beeinflusst? Welche Vorwürfe würde das Buch dann erst auf sich ziehen? Wegzulassen, was einem (!) nicht in den Kram passt &#8230; Sind wir Stalinisten? Oder eine Familie, die aus den Fotoalben jeweils die Abgebildeten mit den falschen Uniformjacken herausschneidet wie in Dubravla Ugresics &#8222;Museum der bedingungslosen Kapitulation&#8220;? Daß sich Geschichtsbücher im Lauf der Jahre ändern, hat oft mit momentanen Machtverhältnissen zu tun (wir müssen nicht gleich an Orwells &#8222;1984&#8243; denken und mit Wunschdenken. Wenn an linken Geschichtsbüchern etwas zu kritisieren ist, dann in aller Regel gerade die Zurichtung auf aktuelle Interessen, das Weglassen unangenehmer Erfahrungen, die aber allein in der Lage wären, Erfahrungen aus den Niederlagen bewußt zu verarbeiten, statt eines Triumphalismus, der immer schon alles richtig macht &#8211; und sich dann wundert, warum noch immer die anderen gesiegt haben.</p>
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		<title>Von: Nennti</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/11/16/anarchisten-in-der-endlosschleife/#comment-670</link>
		<dc:creator><![CDATA[Nennti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 21:53:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=1021#comment-670</guid>
		<description><![CDATA[hallo,

ich finde es zwar richtig, die in dem fall frauenfeindlichen äußerungen der &quot;altvorderen&quot; hervorzuheben, aber es geht doch um deren inhaltliches zutun. und an der inhaltlichen richtigkeit ändert es keinen deut, wenn der urheber, die urheberin nebenbei vollkommenen unsinn von sich gegeben hat. genaus verhält es sich mit deinem urteil &quot;antiquiert&quot;. ebenfalls kein inaltliches argument, sondern eine einfach behauptung. kein argument, gar nichts. schade, eigentlich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo,</p>
<p>ich finde es zwar richtig, die in dem fall frauenfeindlichen äußerungen der &#8222;altvorderen&#8220; hervorzuheben, aber es geht doch um deren inhaltliches zutun. und an der inhaltlichen richtigkeit ändert es keinen deut, wenn der urheber, die urheberin nebenbei vollkommenen unsinn von sich gegeben hat. genaus verhält es sich mit deinem urteil &#8222;antiquiert&#8220;. ebenfalls kein inaltliches argument, sondern eine einfach behauptung. kein argument, gar nichts. schade, eigentlich.</p>
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	<item>
		<title>Von: Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/11/16/anarchisten-in-der-endlosschleife/#comment-657</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 17:05:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=1021#comment-657</guid>
		<description><![CDATA[Na, das was der gute Herr Marx über den Anarchismus geschrieben hat, war meistens eher gehässig als informiert. Der Begriff Lumpenproletariat war damals weit verbreitet, klar, war wohl so ähnlich wie heute mit den Assis. Oder sagt man heute vornehmer &quot;bildungsferne Schichten&quot; : grrrrr.
:) - Ich habe mal was geschrieben über Frauen im frühen Anarchismus: http://www.antjeschrupp.de/fruehe_anarchistinnen.htm]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na, das was der gute Herr Marx über den Anarchismus geschrieben hat, war meistens eher gehässig als informiert. Der Begriff Lumpenproletariat war damals weit verbreitet, klar, war wohl so ähnlich wie heute mit den Assis. Oder sagt man heute vornehmer &#8222;bildungsferne Schichten&#8220; : grrrrr. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  &#8211; Ich habe mal was geschrieben über Frauen im frühen Anarchismus: <a href="http://www.antjeschrupp.de/fruehe_anarchistinnen.htm" rel="nofollow">http://www.antjeschrupp.de/fruehe_anarchistinnen.htm</a></p>
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		<title>Von: WhiteHaven</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2009/11/16/anarchisten-in-der-endlosschleife/#comment-656</link>
		<dc:creator><![CDATA[WhiteHaven]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:13:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=1021#comment-656</guid>
		<description><![CDATA[Große Vordenker/innen zu zitieren ist ja jetzt mal nicht schlecht denn man/frau muß ja das Rad nicht 2 mal erfinden, mit dem interpretieren und weiterentwickeln der Theorie hast du natürlich Recht. Ahem... die Titelfigur auf dem Comic ist ja immerhin ein Mädchen... hihihi... 
Übrigens... ich glaube* es war Karl Marx, auch so ein Vordenker... hohoho... der gesagt hat, glaube* ich: &quot;Anarchismus ist die Theorie verzweifelter Intellektueller und des Lumpenproletariats.&quot; (neudeutsch: Assis) 

* Hhmmm... ich google schon die ganze Zeit nach diesem Zitat finde es aber bisher nicht schriftlich fixiert... deshalb auch: ich glaube - interpretiere glaube jetzt in meinem Fall als vorweggenommenes Wissen...  ;-) 

Übrigens 2... ich entwickele mal weiter: wenn es Lumpenproletarier gibt, gibt es bestimmt auch Lumpenpatrizier...! 

liebe Grüsse
WhiteHaven]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Große Vordenker/innen zu zitieren ist ja jetzt mal nicht schlecht denn man/frau muß ja das Rad nicht 2 mal erfinden, mit dem interpretieren und weiterentwickeln der Theorie hast du natürlich Recht. Ahem&#8230; die Titelfigur auf dem Comic ist ja immerhin ein Mädchen&#8230; hihihi&#8230;<br />
Übrigens&#8230; ich glaube* es war Karl Marx, auch so ein Vordenker&#8230; hohoho&#8230; der gesagt hat, glaube* ich: &#8222;Anarchismus ist die Theorie verzweifelter Intellektueller und des Lumpenproletariats.&#8220; (neudeutsch: Assis) </p>
<p>* Hhmmm&#8230; ich google schon die ganze Zeit nach diesem Zitat finde es aber bisher nicht schriftlich fixiert&#8230; deshalb auch: ich glaube &#8211; interpretiere glaube jetzt in meinem Fall als vorweggenommenes Wissen&#8230;  <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Übrigens 2&#8230; ich entwickele mal weiter: wenn es Lumpenproletarier gibt, gibt es bestimmt auch Lumpenpatrizier&#8230;! </p>
<p>liebe Grüsse<br />
WhiteHaven</p>
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