Monat: Oktober 2012
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Meine Lieblingsfrage: Die Gretchenfrage
Jetzt hier mal was ganz anderes, aber doch der Vollständigkeit halber: Es gibt ein neues Buch von mir, das heißt „Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage“ und versammelt Interviews mit Menschen aus den allerverschiedensten Religions- und Glaubensgemeinschaften in Frankfurt. Für alle, die grade nicht wissen, was die Gretchenfrage ist: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ und…
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Von der Wichtigkeit politischer Beziehungen und der Schwierigkeit, Neues zu vermitteln
Derzeit kreist ein merkwürdiges Schulterklopfen durchs Internet, bei dem man sich gegenseitig dazu gratuliert, irgendwie Mitte und nicht so radikal zu sein. Nicht so radikal feministisch, nicht so radikal antirassistisch, nicht so extrem, nicht so gaga, nicht so unverständlich, sondern so, dass es an den Mainstream anschlussfähig bleibt. Ich frage mich, wann es angefangen hat,…
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Hedwig Lachmann: Weit lieber doch besiegt sein, als verführt von eitlem Glanz…
Die letzten Tage habe ich eine Biografie über Hedwig Lachmann (1865-1918) gelesen, eine Dichterin und Übersetzerin – übersetzt hat sie zum Beispiel Edgar Allan Poe, Oscar Wilde und Honoré de Balzac. Bekannt geworden ist sie aber vor allem (naja, so mittelmäßig bekannt wenigstens), weil sie die Lebensgefährtin von Gustav Landauer war, mit dem sie auch…
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Die Welt zu zweit sehen. Und: Liebe und Politik
Weil ich zur Buchmesse einer Mitarbeiterin des Passagen-Verlages eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert habe, wurde ich mit einem Büchlein beschenkt: Alain Badious „Lob der Liebe“. Darin fand ich einen Gedanken, den ich interessant finde und hier festhalten will: Was ist die Welt, wenn man sie zu zweit und nicht alleine erfährt? Was ist das für eine Welt,…
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Frauenfeindlichkeit, in Versionen
Gestern war ein Tag, an dem ich mehrmals über das Thema „Frauenfeindlichkeit“ nachdachte, allerdings in ganz unterschiedlichen Varianten, weshalb ich das mal aufschreibe. Episode 1: Frühstücksgespräche Die erste Begegnung war am Frühstückstisch des Tagungshauses, in dem ich zu einem Wochenendseminar war. Ich hörte ein Gespräch mit zwischen zwei Frauen, bei dem die Ältere die Jüngere…
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Diskurse am Rande: Über Relevanz und Weltveränderung
Gestern war ich bei der Frankfurter Buchmesse und hörte einen Talk mit Jakob Augstein über die Frage, ob und wie Blogs den Journalismus verändern. Kurz zusammengefasst seine These: Gar nicht sehr, denn die klassischen Medien bestimmen weiterhin den Diskurs, und das kann angesichts ihrer Professionalität, ihrer finanziellen Ressourcen und ihrer Reichweite auch gar nicht anders…
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Souveränin sein: Hildegard von Bingen
Übermorgen, am 7. Oktober, wird Hildegard von Bingen vom Papst offiziell zur Kirchenlehrerin ernannt. Kein Grund, ein großes Bohei zu machen, denn in Wirklichkeit war sie natürlich schon immer eine Kirchenlehrerin, schön, dass der Papst das jetzt auch merkt. Aber ich nehme es mal als Anlass, um einen Abschnitt aus dem Artikel „Souveräninnen“ von Annarosa…
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Ausweg: Kapitulation
Gestern und vorgestern nahm ich in Berlin an der Konferenz „Data Days“ teil, hörte interessante Vorträge darüber, was man mit Daten so alles machen kann, stellte mal wieder fest, dass es mir einfach nicht gelingt, mich vor Algorithmen zu fürchten, und konnte mich davon überzeugen, dass Veranstaltungen mit einem Männeranteil von über neunzig Prozent nicht…
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Kurz meine fünf Zent zum Mainzer Männer-Medien-Disput
Der Deutsche Journalistinnenbund hat einen etwas sarkastischen offenen Brief an Thomas Leif, den (Mit-)Organisator des Mainzer Mediendisputes geschrieben, in dem kritisiert wird, dass bei diesem Ereignis praktisch nur die Ideen und Ansichten von Männern zur Diskussion gestellt werden. Die Mit-OrganisatorInnen nahmen Leif daraufhin in einer Stellungnahme in Schutz und rechtfertigen ihre Speaker-Auswahl mit der immer wieder…