Rape revisited. Über Vergewaltigungsdiskurse

Weil aus aktuellem Anlass gerade viel über Vergewaltigung diskutiert wird, möchte ich hier noch einmal etwas genauer über die aktuelleren feministischen Analysen zu dem Thema schreiben, die nämlich wie meistens komplexer sind als viele meinen.

Unter dem Titel „rape revisited. Die Tiefengrammatik der sexuellen Gewalt“ hat Mithu M. Sanyal für den grade erst von mir empfohlenen Sammelband „Feminismen heute“ eine kritische Rekapitulation des Vergewaltigungsdiskurses seit den 1970er Jahren unternommen. Kleine Erinnerung: Damals hat die Frauenbewegung das Thema häusliche Gewalt öffentlich zum Thema gemacht. In diesem Zusammenhang wurde vielen (auch vielen Frauen) erstmals bewusst, dass Vergewaltigung nicht vor allem etwas ist, das im dunklen Park von einem bösen Fremden ausgeht, sondern meistens innerhalb sozialer Beziehungen stattfindet: Es sind Ehemänner, Freunde, Bekannte, die vergewaltigen. Der Verdienst der damaligen Frauenbewegung, das bewusst zu machen und politisch zu thematisieren, ist unbestritten, allerdings hat der Diskurs einige Schwachstellen, die Mithu Sanyal analysiert:

Erstens wurde dadurch ein Bild von Frauen als sexuell eher inaktiven, tendenziell an Sex desinteressierten Wesen noch einmal bekräftigt und so bestehende Geschlechterzuschreibungen eher verstärkt als dekonstruiert. In dem Bemühen, den tatsächlichen Skandal der sexuellen Gewalt sichtbar zu machen, wurde gleichzeitig denjenigen, die Vergewaltigungen erlebt und erlitten hatten, eine bestimmte Interpretation zugeschrieben, zum Beispiel, dass dies in jedem Fall ein ungeheuer traumatisierendes Ereignis sein muss. Manche Feministinnen beanspruchten „im Namen der vergewaltigten“ Frauen zu sprechen, obwohl ja auch Frauen, die vergewaltigt wurden, sehr unterschiedliche Weisen haben, das Erlebte zu verarbeiten und zu interpretieren. (In diesem Zusammenhang ist übrigens auch der Beitrag von Claudia Schöning-Kalender über „Frauenhäuser im Aufbruch“ aus diesem Sammelband interessant).

Zweitens wurde im damaligen Diskurs die Debatte über sexuelle Gewalt sehr pauschal mit einem Gewaltverhältnis zwischen den Geschlechtern gleichgesetzt. Es ist eben nicht so, dass es schlicht um das Schema „Männer sind Täter und Frauen sind Opfer“ geht. Auch Männer werden Opfer von sexueller Gewalt, die zumeist von anderen Männern ausgeht, aber auch von Frauen ausgehen kann. Und Frauen sind mit der Art und Weise, wie sie Geschlecht „performen“ auch selbst aktive Mitwirkende an dem, was heute unter dem Oberbegriff „Rape Culture“, also „Vergewaltigungskultur“ zusammengefasst wird.

Daraus aber nun – wie es manche tun – den Schluss zu ziehen, Vergewaltigung sei ja quasi eine „geschlechtsneutrale“ Angelegenheit und betreffe Frauen und Männer gleichermaßen (nach dem Motto: Frauen vergewaltigen Männer genauso wie Männer Frauen), ist natürlich Quatsch. Mithu M. Sanyal geht denn auch den genau umgekehrten Weg: Sie untersucht gerade die Verwobenheit zwischen Vergewaltigung, Vergewaltigungsdebatten und der Konstruktion von Geschlecht, die nämlich eben sehr viel komplexer ist als das schlichte Täter/Opfer-Schema.

„Vergewaltigung ist nicht nur das am meisten gegenderte Verbrechen, sondern auch das Verbrechen, das uns am meisten gendert“, beginnt sie ihren Text. Unter diesem Aspekt rekapituliert sie anschließend die feministischen und medialen Diskurse über Vergewaltigung, und kommt zu dem Schluss: „Vergewaltigung gendert uns, indem sie uns beibringt, wie wir uns unserem Geschlecht entsprechend zu verhalten haben, wie die Geschlechter zueineinander stehen.“

Ihr Fazit ist übrigens, dass der entscheidende Faktor für „Rape Culture“, also die Wahrscheinlichkeit, dass sexuelle Gewalt in einer Kultur vorkommt, die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist: „Je totaler eine Institution ist, desto höher die  Zahl der Vergewaltigungen. Je rigider die Geschlechterrollen, desto mehr Sexismus bis hin zur physischen sexuellen Gewalt. Das enthebt das Individuum zwar nicht der Verantwortung, verlagert den Fokus jedoch auf die gesellschaftliche Organisationsform. Entsprechend gibt es Gesellschaftsformen, in denen Vergewaltigung so gut wie nicht vorkommt, bis hin zu hoch gewalttätigen Gesellschaften mit einer hohen Rate an sexualisierten Verbrechen.“ Und:

„Die schlechte Nachricht ist zwar, dass sich das Vergewaltigungsproblem nicht durch schärfere Gesetze lösen lassen wird. Das Gute ist allerdings, dass nahezu alle Maßnahmen, die unsere gesamte Gesellschaft (geschlechter-)gerechter machen, ein direktes Vergewaltigungspräventionspotenzial haben.“

Mehr Infos:

*Unter der Überschrift „Vergewaltigung gibt es nicht“ hatte Mithu M. Sanyal schon 2012 einen Artikel im Missy Magazine, der leider nicht online steht, aber natürlich kritisch diskutiert wurde, hier ist eine Antwort von ihr auf entsprechende Kritik.

*Zur  Zeit arbeitet Mithu M. Sanyal an einer Kulturgeschichte der Vergewaltigung. Auf das Buch freue ich mich schon.

*Vor dem Thema Vergewaltigung hat sie sich mit der Vulva beschäftigt. Hier meine Rezension dazu.

*Für das Forum bzw-weiterdenken schrieb sie über Die Pornofizierung der Gesellschaft.

 

Kleine Trollologie

Heute war in der FAZ eine Innenansichtsstudie eines Trolls. Ich fand die einerseits interessant, andererseits ist das aber natürlich nur eine Sorte von Trollen. Bestimmt gibt es von dieser Sorte viele, zumal sie ja auch so ungeheuer viele Kommentare schreiben. Und vermutlich sind sie auf den großen Nachrichtenseiten auch stark präsent. Aber man darf das Phänomen nicht darauf begrenzen.

Deshalb hier mal eine kleine Trollologie, gründend auf der inzwischen durchaus reichhaltigen Erfahrung in diesem Blog (Triggerwarnung: Die Kategorien kommen mit Beispielen!):

1. Der aggressive Frauenhasser
Er hasst Frauen und macht das in seinen Kommentaren ganz unmissverständlich klar: Er schreibt zum Beispiel, ich sei eine “Fotzenkuh”, die es nicht besser verdient hat, als ermordet und vergewaltigt zu werden. Zumal ich ja auch mit ihm ganz genau dasselbe vorhabe: “Wenn das so ist, dann komm doch her und töte mich. Ich bin ja scheinbar nichts wert weil ich rein zufällig mit einem Penis geboren wurde.”

2. Der Die-ganze-Welt-Hasser
Der klassische Troll – sozusagen der aus dem oben verlinkten Artikel – ist ganz ähnlich wie der Frauenhasser, aber seine Motivation ist nicht einfach nur Hass auf Frauen, sondern generell Hass auf alles, was seinem Weltbild widerspricht: Ausländer, Linke, Homos, aber gerne auch Politiker_innen, Zeitungen, Universitäten, egal.

3. Der missonarische Maskulinist
Er hasst Frauen nicht einfach nur, sondern er ist mit einer Mission unterwegs: Die unterdrückten Männer vor den Feminazis zu retten. Wir, die Feministinnen, haben ja bekanntlich längst die Weltherrschaft übernommen, unterstützt von einer “feministisch korrekten Journaille”. Klar, jeder rational denkende Mensch weiß, dass “dieser ganze Genderquatsch im Grunde absurd ist, aber der passt halt so schön zur feministischen Philosophie.” Anders als Typ 1 und 2 wird Typ 3 auch von manchen Frauen unterstützt.

4. Der Herrklärer
Er meint es gut mit mir. Er ist nämlich eigentlich selber ein Feminist und will mich davor bewahren, dumm zu sterben. Es ist daher seine Pflicht, mir mitzuteilen: “Letztendlich halte ich ihre ganze Argumentation(skette) für abwegig bis hirnrissig, Frau Schrupp” oder auch: “Frau Schrupp, Sie nehmen an (hier beliebige Sache einfügen): Mich würde interessieren, welche Belege Sie für diese These ins Feld führen”… “Ich sehe das nämlich skeptischer. Empirisch betrachtet …”.

5. Der normale Mann
Der normale Mann hat mit all dem gar nichts zu tun, denn “die Vergewaltigung von Frauen ist nicht mein Problem. Ich tu es nicht und rechtfertige es nicht. Das muss genügen.”

Natürlich gibt es zwischen den Typologien Überschneidungen, aber die Typen sind nicht gleichzusetzten. Typ 1 und Typ 2 sind vor allem für die Mainstreammedien ein Problem, denn sie zerstören jede Debatte – daher sind sie auch die Trolls, über die überhaupt nachgedacht wird. Nur: Wer Kommentare von Typ 1 und 2 freischaltet, wird niemals eine interessante Diskussion zustandebringen. Wie die meisten feministischen Blogs lösche ich die sofort weg.

Mit Typ 3, 4 und 5 liegt der Fall etwas komplizierter. Denn sie sind nicht diese skurrilen Figuren wie der aus dem Portrait, über den jeder vernünftige Mensch den Kopf schüttelt. Sondern sie repräsentieren einen Großteil des Mainstreams. Natürlich kann man auch sie einfach weglöschen, und oft tue ich das. Aber die Haltung, die in diesen Typen zum Ausdruck kommt, ist gesellschaftlich relevant und einflussreich.

Deshalb sehe ich diese Trolle manchmal auch als Chance. Gerade deshalb, weil sie den Mainstream so schön anschaulich machen, können sie auch eine Vorlage sein, um die dahinter stehende Haltung zu analysieren und ihr etwas zu entgegnen. Sozusagen mit Blick auf diesen Mainstream, der ja möglicherweise mitliest. Das kostet natürlich Zeit und Energie, die erst einmal da sein muss, aber manchmal hat man die ja.

Jedenfalls sollten wir nicht denken, das Thema Trolle wäre so eindeutig gelagert, wie der FAZ-Artikel es suggeriert.

(In dem Zusammenhang noch eine Anmerkung: Ich finde es schade, dass WordPress die in den Papierkorb verschobenen Kommentare nach einer Weile löscht. Ansonsten hätte ich noch viel schönere Perlen finden können. Andererseits: Die Grundmuster kommen sowieso immer wieder.)

PS: Ergänzungen sind in den Kommentaren natürlich sehr willkommen!

PPS: Gerade wurde ich auf Twitter gefragt, ob es auch weibliche Trolle gibt. Ja, die gibt es, aber die passen nicht in diese Typologien. Es sind auch sehr, sehr viel weniger (zumindest in diesem Blog), weshalb ich jetzt in meinem derzeitigen Papierkorb keine einzige gefunden habe. Vielleicht behalte ich das Thema mal im Hinterkopf und greife das nochmal auf, wenn ich Beispiele und eine Idee habe.

Ein Hoch auf aufdringliche und vorverurteilende K.O.-Tropfen-Tests

Heute über einen Artikel in der FAZ gestolpert, in dem es um eine neue Erfindung geht: Nagellack, mit dem Frauen feststellen können, ob ihnen jemand K.O.-Tropfen in den Drink geschüttet hat. Denn es ist ja nicht so leicht, eine Frau zu vergewaltigen, wenn sie im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Deshalb gibt es Typen, die ihre Opfer vorher mit Betäubungsmitteln vergiften. Und wo Not ist, da ist halt auch eine Geschäftsidee. So weit, so gruslig der Zustand unserer Zivilisation.

In dem Artikel geht es auch darum, dass einige feministische Stimmen sich kritisch zu diesem Projekt geäußert haben. Sie bemängeln, dass so die Verantwortung wieder mal den Frauen zugeschoben wird, anstatt die jungen Männer dazu zu erziehen, keine Frauen zu vergewaltigen. Allerdings: Eine Frau, die heute auf einer Party etwas trinkt, kann ja damit nicht warten, bis das Phänomen der Vergewaltigung aus der Welt geschafft wurde. Natürlich ist K.O.-Tropfen-indizierender Nagellack keine gesellschaftliche Lösung für das Leben in einer Vergewaltigungskultur. Aber möglicherweise ist er in der Zwischenzeit ja nützlich und praktisch.

Mich hat etwas anderes an diesem Artikel geärgert, das ich viel gravierender finde, und zwar ein harmlos daherkommender Nebensatz ganz am Ende. Da schreibt der Autor, dass die Erfindung nicht so ganz neu sei, denn es gebe bereits Tester, die ähnlich funktionieren, also sich verfärben, wenn man sie in eine Flüssigkeit hält, der K.O.-Tropfen beigemischt wurden, nur eben nicht als Nagellack, sondern als Teststreifen in Visitenkartenformat. Aber, so der Artikel:

Kurz den Finger ins Glas zu halten, mag zwar etwas gewöhnungsbedürftig sein, ist aber deutlich weniger aufdringlich und vorverurteilend, als auf einer Party mit einem Tester herumzulaufen.

Soso, einen Drink auf K.O.-Tropfen zu testen, ist also “vorverurteilend”. Damit übernimmt der Autor ein maskulinistisches Wording, das seit einiger Zeit die Runde macht, nämlich das Herumgejammere darüber, dass ständig unschuldige Männer zu Unrecht beschuldigt würden, Frauen etwas Böses zu wollen. Gilt denn für sie nicht die Unschuldsvermutung?

Nein, gilt sie nicht. Denn Vergewaltiger sehen von außen betrachtet genauso aus wie alle anderen Männer auch.

Dass es Männer gibt, die Frauen vergewaltigen, ist halt nicht nur ein Problem von Frauen allein, es ist ein Problem aller, der ganzen Gesellschaft, und es betrifft logischerweise Männer ebenfalls, nur halt auf andere Weise als Frauen. Solange es Männer gibt, die so etwas tun, muss jede Frau damit rechnen, ihr Opfer zu werden. Und jeder Mann muss damit rechnen, verdächtigt zu werden.

Einen Drink auf KO-Tropfen zu testen, ob mit Nagellack oder mit sonst etwas, ist jedenfalls keine Vorverurteilung der anwesenden Männer, sondern eine ganz normale Vorsichtsmaßnahme. Und deshalb bin ich unterm Strich doch für die Visitenkartentester, denn auf diese Weise wird der Skandal sichtbar und nicht verschleiert, indem Frauen verschämt und heimlich ihren Finger ins Glas stecken, damit sich nur ja kein anwesender Mann vorverurteilt fühlt. Solange wir in einer Vergewaltigungskultur leben, tun Frauen in bestimmten Situationen gut daran, ihre Drinks auf Betäubungsmittel zu testen. So ist das nunmal. Und meiner Meinung nach sollten sie das ruhig ganz aufdringlich und vorverurteilend tun.

Wenn euch das nicht gefällt, liebe Männer, dann müsst ihr eben eure Geschlechtsgenossen davon abhalten, Frauen KO-Tropfen in den Drink zu schütten. Denn erst, wenn es keine Vergewaltigungen mehr gibt, ist auch keiner von euch mehr verdächtig. Deal with that.

Sexismus und Regen. Oder: Drei Gedanken zu Fappygate

Ich habe nur nebenbei die Geschehnisse rund um #fappygate mitbekommen, weil ich die Tage viel unterwegs war. Im Kern ist wieder mal etwas passiert, das im Netz (und sonstwo auch) ja eigentlich dauernd passiert: Ein reichweitenstarker und gut vernetzter Mann bemerkt irgendwo eine Feministin, deren Äußerungen seiner Ansicht nach unwahr, überzogen, zu radial oder undiplomatisch sind, und bloggt darüber, wo seiner Ansicht nach die Grenze zwischen richtigem und falschem Feminismus verläuft. Anschließend schaut er genüsslich dabei zu, wie seine Follower und Fans über die besagte Feministin herfallen, bis die dann ihren Account schließt oder auf privat setzt. Die Mehrzahl der Männer und auch eine ganze Reihe von Frauen machen Popcorn auf und verfolgen die Auseinandersetzung auf dem Sofa. Viele Frauen und einige Männer versuchen zu erklären, was da grade passiert, der Betroffenen Unterstützung zu geben, lassen sich auf Debatten ein, bloggen selber darüber (hier zum Beispiel Helga).

Ich verfolge diese Debatten meist mit Schmerz. Ich leide mit denen, die da in Debatten verwickelt werden, die sie gar nicht gewinnen können. Ich beobachte, wie ungleich Genuss und Triumph und Rechthabgefühl auf der einen Seite, und Ärger, Leid und das Gefühl der Ohnmacht auf der anderen Seite verteilt sind. Und ich habe den Impuls, so was zu rufen wie: Geht nicht raus in den Regen, ihr werdet doch nass bis auf die Knochen! Oder, wenn ihr versehentlich in den Regen geraten seid: Bleibt doch nicht da stehen, lauft weg und stellt euch irgendwo unter!

Gestern habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht nur einfach zu alt und abgebrüht und desillusioniert bin für solche Formen der Auseinandersetzung. Über Nacht hat es in mir noch mal nachgedacht, und ich glaube eigentlich, dass das nicht der Hauptgrund ist (obwohl es natürlich einen Unterschied macht, ob eine diese Dynamik schon hundertmal oder erst wenige Male erlebt hat).

Ich glaube, es geht hier um die Frage, wer was von wem erwartet. Bei manchen feministischen Aktivistinnen höre ich in solchen Debatten manchmal so etwas wie Ungläubigkeit heraus darüber, dass andere die sexistische Struktur, die sie kritisieren, tatsächlich nicht sehen. Als glaubten sie, wenn sie nur klar und eindeutig nachweisen könnten, was hier passiert, dann müsste die Welt doch verstehen, was läuft. Nicht die Honks natürlich, aber doch die große Masse drumherum!

Sie versuchen die Beweisführung also nochmal so herum und dann nochmal anders herum, und die Verzweiflung wächst, weil sie, egal wie logisch die Argumentation, eben doch nicht verstanden werden. Ganz im Gegenteil sogar: Die anderen werden immer selbstgerechter. Sie versichern sich gegenseitig, dass sie natürlich keine Sexisten sind, weit davon entfernt, sie sind in Wirklichkeit nämlich selber Feministen oder zumindest sind sie für Gleichberechtigung und über jeden Verdacht erhaben, weil sie doch sogar Frauen in ihre Teams einladen. Und auf keinen Fall werden sie sich von irgendwelchen wildgewordenen FemiTrollNazis was erklären lassen.

Sexismus ist wie Regen. Er ist einfach da, manchmal schwächer, manchmal stärker. Manchmal können wir uns irgendwo unterstellen, manchmal hört er vielleicht sogar für ne Weile auf. Manchmal kommt er aus heiterem Himmel und mit einer Gewalt, mit der wir nicht rechnen konnten. Aber, und das ist mein Punkt: Wenn es regnet, können wir nichts dagegen unternehmen. Jedenfalls nicht hier und jetzt, nicht in dieser Situation. Es ist schlichtweg nicht möglich. Wenn es regnet, dann regnet es.

Sexismus strukturiert die symbolische Ordnung, die uns umgibt, er lässt sich durch Argumentationen nicht wegkriegen. Sexismus ist eine Tatsache, keine Meinung. Feminismus bedeutet die Arbeit an dieser symbolischen Ordnung, und das funktioniert in der Tat hauptsächlich durch Sprache. Aber auf sehr vielen verschiedenen Ebenen, und es ist kompliziert. Es ist keine Frage der Logik, sondern eine der Kultur, tief verwurzelt, unsichtbar, normal. Es funktioniert nicht so, dass wir die sexistische Struktur unserer symbolischen Ordnung nur erst einmal lückenlos beweisen müssten, und dann geht sie weg. Für öffentliche Debatten über den Feminismus ist es wichtig, sich das ganz klar zu machen und sich jederzeit darüber bewusst zu sein. Und nicht, auch nicht ganz insgeheim in einem hinteren Winkel des Herzens, mit der Erwartung hineinzugehen, doch vielleicht überzeugende Argumente zu finden. Denn das führt unausweichlich zu der ohnmächtigen Erkenntnis, dass es hier halt nicht um Argumente geht, sondern um Macht.

Das ist einfach Realismus: Zu wissen, dass ich jederzeit in den Regen geraten kann. Wenn es draußen bereits in Strömen regnet, existiert die Option, rauszugehen und nicht nass zu werden, nicht. Muss ich also wirklich jetzt gehen oder warte ich lieber auf später, wenn es nachgelassen hat? Und wenn ich raus muss oder will, habe ich einen Regenschirm dabei? Wähle ich eine Route, wo ich mich schnell unterstellen kann, wenn es zu heftig wird? Ganz wichtig ist natürlich auch, dass wir einander nicht im Regen stehen lassen. Und wir können natürlich auch sagen: Scheiß drauf, dann werde ich halt nass. Wir sind nicht hilflos, wir sind nicht einfach nur Opfer, wir haben eine Vielzahl von Handlungsoptionen. Aber für das feministische Wohlbefinden ganz entscheidend ist, nicht zu erwarten, dass wir irgendetwas dafür tun können, dass der Regen aufhört. Und schon gar nicht darauf zu hoffen, dass der Regen uns zuliebe ein Einsehen hat.

(Jedenfalls nicht hier und in dieser Situation, langfristig ist natürlich eine andere Sache. Die Analogie des Regens funktioniert nur begrenzt.)

Vielleicht sollte ich noch einen Satz zum Thema „Victim Blaming“ anschließen, das man mir wegen des Rats „Geh nicht raus, wenn es regnet“, vielleicht vorwerfen könnte. Das Konzept ist wichtig, wird aber meiner Ansicht nach manchmal falsch oder kontraproduktiv angewendet. Es geht ja darum, den Opfern keine Mitschuld an ihrer Situation zuzuweisen, so wie: „Was muss sie in einem Minirock rausgehen, kein Wunder, wenn sie vergewaltigt wird.“ Victim Blaming zu problematisieren ist deshalb ein gutes Tool in Situationen, in denen es einen Konsens über die in Frage stehenden Sachverhalte gibt und auch Gesetze oder andere effektive Mittel, um die Täter zur Strecke zu bringen. In diesen Situationen ist es natürlich wichtig, festzustellen, wer Schuld hat und wer nicht.

Aber wenn dieser Konsens nicht besteht, dann hilft es nichts, die Frage nach der Schuld zu klären. Wir können nämlich nicht eine sexistische Ordnung zu Hilfe rufen, um diese Ordnung zu bekämpfen. Denn diese Ordnung findet sich selbst ja gar nicht falsch, sondern richtig und normal. Wir wissen zwar, dass die Opfer nicht Schuld sind, und es ist auch wichtig, sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es nützt aber in der konkreten Situation nichts.

Natürlich stimmt es: Wenn ich raus in den Regen laufe, dann werde ich nass, weil es regnet. Der Regen ist schuld daran, dass ich nass werde, nicht ich. Aber dem Regen ist das ganz egal, sein Wesen ist es, zu regnen, und deshalb findet er überhaupt nichts dabei, mich nass zu machen. Deshalb nehme ich besser einen Schirm mit. Oder stelle mich unter. Oder laufe nur schnell durch, bis ich wieder in Sicherheit bin. Oder ich stelle mich drauf ein, nass zu werden, tanze im Regen und rufe den Wolken zu, sie können mich mal.

PS: Ich schalte nur Kommentare frei, die sich mit dem Thema dieses Blogposts beschäftigen und keine, die sich auf die ursprüngliche #flappygate-Debatte beziehen.

PPS: Drüben auf Tumblr noch eine Ergänzung notiert: Fappst du dir einen?

Über die Geschlechterdifferenz sprechen ist nicht Sexismus

Es passiert mir immer wieder, dass Leute mir Sexismus vorwerfen, wenn ich – wie in meinem vorigen Blogpost über das unterschiedliche Verhältnis von (vielen) Männern und (vielen) Frauen zur Macht – über die Geschlechterdifferenz spreche. Ist es nicht Sexismus, zu behaupten, Männer hätten eine größere Faszination für die Macht?

Möglicherweise ist dieses Urteil falsch (ich habe versucht, Argumente und Beispiele dafür zu finden, aber man kann darüber sicher streiten), aber sexistisch ist es nicht. Tatsächliche – also in der Realität bestehende und beobachtbare – Unterschiede zwischen Geschlechtern zu benennen ist kein Sexismus, sondern unverzichtbarer Bestandteil jeder sinnvollen politischen Analyse. Denn wie sonst sollte man über die Verwobenheit von Geschlecht und gesellschaftlicher Realität sprechen, wenn man diese Differenzen nicht benennen darf? Über die Geschlechterdifferenz zu schweigen bedeutet, sie, so wie sie ist, zu zementieren, indem man die Augen davor verschließt.

Sexismus bedeutet, bestimmte Zuordnungen zu Geschlecht als unveränderbar und wesentlich zu behaupten. Sexismus wäre es also gewesen, wenn ich behauptet hätte, die Faszination von Männern für Machtprozesse wäre normativ im Sinne von „Ein richtiger Mann muss von der Macht fasziniert sein“. Meine Intention war aber das genaue Gegenteil. Ich wollte gerade eine andere Sicht auf die Macht vorschlagen, und ich wollte sie gerade auch Männern vorschlagen. Jörg Rupp zum Beispiel twitterte den Einwand, was ich beschreibe, sei ein veraltetes Männlichkeitsbild, und auch wenn ich im Gegensatz zu ihm befürchte, dass es derzeit leider noch nicht so veraltet ist, dass es sich bereits erledigt hätte, bin ich doch mit ihm ganz einig darin, dass das toll wäre.

Ich habe also überkommene Geschlechterbilder zur Diskussion gestellt in dem Bemühen, sie zu verändern. Sexistische Zuschreibungen stellen aber im Gegenteil Geschlechterbilder gerade nicht zur Diskussion, sondern versuchen, diese zu zementieren, zum Beispiel indem sie behaupten, der Machthunger läge den Männern in den Genen oder sei von der Evolution eben so hervorgebracht worden oder von Gott so gewollt. Also unveränderlich.

So wie man lange von Frauen erwartete hat, sie müssten besonders häuslich und fürsorglich sein, weil das eben „ihre Natur“ oder ihr „Schöpfungsauftrag“ sei. „Eine richtige Frau verbringt viel Zeit mit ihren Kindern.“ Nun wäre es aber albern, zu bestreiten, dass Frauen in der Realität, in der wir leben, sich tatsächlich mehr um Kinder kümmern als Männer. Nicht alle, aber eben doch im Schnitt, in der Mehrheit. Und es wäre fatal, diese Realität zu ignorieren, sie nicht mehr zu benennen, so als würde sie davon verschwinden. Wir müssen sie benennen, aber eben in dem Bemühen, diese Zuschreibung gerade aufzuheben, sie aus ihrer normativen Zwangsläufigkeit zu lösen und das ganze Thema politisch neu zu verhandeln.

Und was ist mit der Definition von Sexismus als „negativer Zuschreibung qua Geschlecht“? Habe ich nicht Männer solchermaßen negativ beurteilt, indem ich ihnen so etwas wie „Machthunger“ unterstelle?

Dieser Einwand ist wichtig, er gilt aber lediglich für konkrete Begegnungen. Ich würde mich tatsächlich des Sexismus schuldig machen, wenn ich bestimmten konkreten Männern, mit denen ich zu tun habe, eine „männliche“ Faszination für die Macht unterstellen würde, ohne zu prüfen, ob es in ihrem Fall auch tatsächlich zutrifft. Genauso wie es Sexismus ist, einer Frau zu unterstellen, sie könne gut putzen und kochen, bloß weil sie eine Frau ist und ohne dass ich etwas von ihr weiß.

Aber von konkreten Menschen habe ich ja nicht gesprochen, ich habe ein allgemeines Phänomen beschrieben, eine Tendenz. Die Geschlechterdifferenz durchzieht unsere Gesellschaft auf einer sehr elementaren Ebene, und es gibt praktisch keinen Bereich, der von ihr nicht geprägt ist. Antisexistische Arbeit bedeutet, diese Verwobenheit zu benennen, sie sichtbar zu machen und zu analysieren. Nicht zu behaupten, das alles gäbe es nicht.

Wie ich zu einer unfreundlichen Person wurde

kein sexistDieses Buch beginnt mit einer Erzählung von Nicole von Horst. Sie beschreibt, wie sie bei einem abendlichen Spaziergang zwei Männer kennenlernte, wie sie sich ihnen freundlich zuwandte (obwohl sie eigentlich gar keine Lust auf Gesellschaft hatte), und wie dann diese Begegnung leider später umkippte in eine typische #Aufschrei-Geschichte. Nichts wirklich Gefährliches ist passiert, aber die gute Laune war weg, der Abend verdorben.

Beim Lesen wurde mir zweierlei klar: Erstens, dass ich mich – anders als Nicole – mit ziemlicher Sicherheit gar nicht auf ein Gespräch eingelassen hätte. Und dass ich das eigentlich schade finde. Ich bin, wenn ich mir unbekannten Männern begegne, ein sehr sehr unfreundlicher Mensch. Und das hat natürlich Gründe, die genau in solchen Erfahrungen liegen, wie Nicole sie hier schildert.

Und genau das ist das Schlimme am Alltagssexismus: Er vergiftet das Verhältnis zwischen Frauen und Männern.

Ich kann mich sogar noch ziemlich genau daran erinnern, wie das bei mir anfing, dass ich Männern gegenüber unfreundlich wurde. Man könnte es auch Einweihung in die unselige symbolische Ordnung des Patriarchats nennen.

Es war beim Rumknutschen mit einem Freund, ich glaube, ich war ungefähr 14 oder so. Wir küssten und streichelten uns, aber an einem gewissen Punkt wollte ich nicht weitermachen. Dieser Freund, ein sehr netter Mensch übrigens, reagierte ärgerlich und sagte mir, dass ich so etwas nicht machen könne: erst aufgeilen und dann doch nicht zum Ende kommen.

Ich erinnere mich noch daran, dass mich das damals sehr schockierte, weil ich bis dahin ganz selbstverständlich (in einer vom Patriarchat offenbar noch ungestörten Naivität) davon ausgegangen war, dass Sex zu wirklich jedem Zeitpunkt des Verfahrens von allen Beteiligten einseitig beendet werden kann.

Ich lernte an diesem Tag, dass das ein voreiliger Schluss war. Ich lernte, dass ich damit rechnen muss, dass mein Entgegenkommen, mein Mich Öffnen, meine Freundlichkeit, von Männern (sicher nicht von allen, aber eben doch von welchen, ohne dass ich vorher wissen könnte, ob dieser konkrete Mann, mit dem ich es gerade zu tun habe, dazu gehört) quasi als Versprechen auf “Mehr” interpretiert werden kann. Sogar als Verpflichtung. Dass Männer auf irgend eine mir damals noch unverständliche Weise die Idee entwickeln können, sie hätten irgendwelche “Ansprüche” mir gegenüber.

Dieser Freund, der älter war als ich, verstand sein Verhalten damals nicht als Sexismus, sondern eher als Warnung. Und möglicherweise war es das auch. Er meinte es gut. Nicht jeder Mann, so warnte er mich, würde in einer entsprechenden Situation ohne weiteres von mir “ablassen”.

Auf diese Weise begann es, dass ich unfreundlich wurde, unfreundlich zu Männern. Ich begann auch, Männer zu unterteilen in solche, mit denen ich gegebenenfalls Sex haben könnte und solche, mit denen ich das ausschloss. Und überhaupt nur mit ersteren fing ich irgendeine Art von freundschaftliches Verhältnis an. Ich dachte mir, wenn die mich dann irgendwann vergewaltigen würden, wäre es immerhin nicht so schlimm. Es war sozusagen eine Art kalkuliertes Risiko meinerseits (es gibt alte Tagebuchaufzeichnungen, die beweisen, dass ich wirklich so reflektierte).

Allen anderen Männern gegenüber blieb ich reserviert. Ich vermied es, sie auch nur anzulächeln, geschweige denn zu berühren. Ich fertigte sie mehr oder weniger geschäftlich ab. Mir gänzlich unbekannte Männer hatten schon gar keine Chance, überhaupt meine Bekanntschaft zu machen. Ich kann das wirklich gut, das Abblocken, ich habe es trainiert, bis in die Körperhaltung. Ich mache nie ein freundliches Gesicht, wenn ich mit unbekannten Männern in einem Raum bin, zum Beispiel in der U-Bahn. Was für eine schlechte Stimmung ich auf diese Weise verbreite, das muss man sich mal vorstellen!

In gewisser Weise ist das bis heute so. Nicht, dass ich Angst habe. Ich habe nur keine Lust auf Komplikationen irgendeiner Art. Ich habe keine Lust, irgendwas zu erklären oder gradezurücken. Ich weiß, dass ich dadurch die Gelegenheit verpasse, nette Männer kennenzulernen, weil ich sie mit ihren ekligen Zeitgenossen einfach in einen Topf werfe. Aber ganz ehrlich: Das Leben ist so leichter für mich. Und es ist nicht so, dass es mir an Gesellschaft mangelt – wozu soll ich mir Stress einhandeln, wenn es doch auch genügend interessante Frauen auf der Welt gibt? (Immerhin, mit dem Internet ist es leichter geworden, Männer erstmal kennen zu lernen, ohne sich gleich gemeinsam mit ihnen in einem Raum zu befinden. Das finde ich extrem angenehm, denn so kann ich schonmal vorfühlen und bin bisher, wenn es dann doch zu Treffen in einem Raum kam, zum Glück noch nie enttäuscht worden.)

Ich erlebe selten Sexismus im Alltag, aber durch das Lesen der Geschichte von Nicole wurde mir klar, dass ich einen hohen Preis dafür bezahle. Denn ich erlebe nur deshalb wenig Sexismus, weil ich Männer meide, die mir unbekannt sind. Weil ich sie mit Blicken schon entmutige, sie schon in ihre Schranken weise, bevor sie auch nur Piep sagen können. Ich bin ein viel unfreundlicherer Mensch als ich sein könnte, vor allem im öffentlichen Raum, dort, wo ich niemanden kenne.

Ich behaupte, dass ich kein Einzelfall bin, sondern dass der Alltagssexismus macht, dass sehr viel weniger Freundlichkeit von Frauen in der Welt ist, als sein könnte. Nur kurz ein Beispiel dazu, das kürzlich in meine Timeline kam: Viele Ärztinnen (sicher nicht nur in Australien) sind sexueller Belästigung ausgesetzt und ändern daraufhin ihr Verhalten – nämlich so, dass sie ihren Patienten formeller und reservierter begegnen als vorher.

Ansonsten: Lest das Buch, verschenkt es, gebt es weiter. Besonders brilliant ist die Analyse von Mithu M. Sanyal, die sehr gut erklärt, was es mit dem Begriff Sexismus auf sich hat.

Yasmina Banaszczuk, Nicole von Horst, Mithu M. Sanyal, Jasna Strick: “Ich bin kein Sexist, aber…” Sexismus erlebt, erklärt und wie wir ihn beenden. Orlanda, Berlin 2013, 95 Seiten, 10 Euro.

Sinnfreiheit, gerichtet an mich, eine Frau

Gestern im Zug, in einer liegengelassenen Zeitschrift, fand ich folgenden Werbetext. Mich macht nicht vieles sprachlos. Das hier schon.

Urban. Authentisch. Real.

Die moderne Frau lebt ihr Selbstbewusstsein – ohne Regeln, ohne Kompromisse. Sie sucht einen Ort, an dem sie sein kann wie sie will. blurps steht genau für diesen Ort und das damit verbundene Lebensgefühl. Erleben Sie jetzt ihren eigenen blurps-Moment.

Der Duft.

blurps verbindet feminine Hölzer und weiche, florale Noten zu einem selbstbewussten, modernen Duft mit einer einzigartigen Signatur und dem gewissen Etwas.

Das ist ja so dermaßen bescheuert, dass man es noch nicht mal ernsthaft kritisieren kann. Was um Himmels Willen sind das für Leute, die sich sowas ausdenken? 

Vielleicht merkt ihr nicht sofort, was ich meine, denn wir sind ja von so viel Werbetextmüll umgeben, dass man es gar nicht mehr wahrnimmt. Aber lest den Text einfach mal probeweise so durch, als würdet Ihr ihn ernst nehmen. Ein Brüller.

Und: Bilde ich es mir ein oder passt der Gesichtsausdruck, den das Model auf der Karte einnimmt, nicht haargenau zu dem Text? Ein bisschen schüchtern, ein bisschen dumm, ein bisschen cool? Gibt es wirklich Frauen, die sich von so etwas angesprochen fühlen? Wie konnte es dazu kommen, dass Frausein mit komplett sinnfreiem Geblubber assoziiert wird?

Ich glaube, ich bin von einem anderen Planeten.