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	<title>Kommentare für Aus Liebe zur Freiheit</title>
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	<description>Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz</description>
	<lastBuildDate>Tue, 29 May 2012 16:31:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19624</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 16:31:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@onlyconnect1 - Ja, das kann sein, dass die &quot;Gesprächs-Unkultur&quot; viel damit zu tun hat, aber ich habe auch schon &quot;höfliche&quot; Leute mit antifeministischem Habitus getroffen. Das dominante Gesprächsverhalten von Männern war ja mit ein Hauptgrund, warum die Frauenbewegung in den 1970er Jahren den Separatismus gewählt hat, um eigene Räume für Diskussionen zu haben. Ich bin bei gemischten Veranstaltungen immer wieder überrascht, dass das oft heute noch so ist. Leider wird das ja auch in Talkshow fröhlich weiter praktiziert, das ist ja oft ein Hauen und Stechen, und Recht hat, wer am lautesten schreit. Dass es auch anders geht, hat sich beim Gendercamp gezeigt, wo es klare Diskussionsregeln gab und gleich am ersten Tag dominantes Redeverhalten reflektiert wurde. Dann klappt das Diskutieren auch in gemischtgeschlechtlichen Gruppen. Also: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dominantem vs. respektvollem Redeverhalten und Anti- vs. Unfeminismus, aber ganz deckungsgleich ist es imho nicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@onlyconnect1 &#8211; Ja, das kann sein, dass die &#8220;Gesprächs-Unkultur&#8221; viel damit zu tun hat, aber ich habe auch schon &#8220;höfliche&#8221; Leute mit antifeministischem Habitus getroffen. Das dominante Gesprächsverhalten von Männern war ja mit ein Hauptgrund, warum die Frauenbewegung in den 1970er Jahren den Separatismus gewählt hat, um eigene Räume für Diskussionen zu haben. Ich bin bei gemischten Veranstaltungen immer wieder überrascht, dass das oft heute noch so ist. Leider wird das ja auch in Talkshow fröhlich weiter praktiziert, das ist ja oft ein Hauen und Stechen, und Recht hat, wer am lautesten schreit. Dass es auch anders geht, hat sich beim Gendercamp gezeigt, wo es klare Diskussionsregeln gab und gleich am ersten Tag dominantes Redeverhalten reflektiert wurde. Dann klappt das Diskutieren auch in gemischtgeschlechtlichen Gruppen. Also: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dominantem vs. respektvollem Redeverhalten und Anti- vs. Unfeminismus, aber ganz deckungsgleich ist es imho nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19623</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 16:28:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19623</guid>
		<description><![CDATA[@NW - Klingt sehr überzeugend, was du da schreibst. Wobei ich &quot;männliche&quot; und &quot;weibliche&quot; Subjektivität nicht inhaltlich unterscheide, sondern am Mannsein bzw. Frausein der Akteur_innen. Die Unterschiede zeigen sich dann immer nur konkret in der Praxis. Müssen dann aber eine politische Bedeutung bekommen, meine ich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@NW &#8211; Klingt sehr überzeugend, was du da schreibst. Wobei ich &#8220;männliche&#8221; und &#8220;weibliche&#8221; Subjektivität nicht inhaltlich unterscheide, sondern am Mannsein bzw. Frausein der Akteur_innen. Die Unterschiede zeigen sich dann immer nur konkret in der Praxis. Müssen dann aber eine politische Bedeutung bekommen, meine ich.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Stefan Frei</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19621</link>
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Frei]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 15:21:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hehe, natürlich nicht. Wollte nur diesen wirklich schönen Satz von dir nochmal aufgreifen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hehe, natürlich nicht. Wollte nur diesen wirklich schönen Satz von dir nochmal aufgreifen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19620</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 14:58:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Stefan Frei - Ja! Wobei imho Freiheit und Subjektivität niemals völlig unabhängig von äußeren Einflüssen ist.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan Frei &#8211; Ja! Wobei imho Freiheit und Subjektivität niemals völlig unabhängig von äußeren Einflüssen ist.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Stefan Frei</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19619</link>
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Frei]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 14:55:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Nicht alle, die zum Beispiel der Meinung sind, dass Kinder am besten von der biologischen Mutter versorgt werden, sind deshalb schon antifeministisch. Vielleicht haben sie einfach nur zu viele Bücher von Evolutionsbiologen gelesen. &quot;

Oder man muss einfach mit ihrer Freiheit und Subjektivität rechnen. :D]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nicht alle, die zum Beispiel der Meinung sind, dass Kinder am besten von der biologischen Mutter versorgt werden, sind deshalb schon antifeministisch. Vielleicht haben sie einfach nur zu viele Bücher von Evolutionsbiologen gelesen. &#8221;</p>
<p>Oder man muss einfach mit ihrer Freiheit und Subjektivität rechnen. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von NW</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19617</link>
		<dc:creator><![CDATA[NW]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 13:00:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19617</guid>
		<description><![CDATA[Bei deiner These bestehen für mich einige Unklarheiten und ich bringe sie beim ersten Lesen deines Beitrags nicht mit meinem eigenen, zur Zeit noch naiven, Begriffskonzept von Antifeminismus nicht überein. 
-	Mein eigener Begriff von Antifeminismus vor dem Lesen des Artikels basierte auf dem folgenden Gedankengang: Feminismus äussert sich in einem gesellschaftlichen und politischen Druck auf die Stärkung (bzw. Befreiung von) der gesellschaftlichen Position der Frau. Antifeminismus ist 1.) eine Gegenbewegung, die das 2.)Ziel hat, die geforderten Veränderungen prinzipiell zu verhindern, da 3.) die Wünschbarkeit einer Veränderung der Gesellschaft hin zu der geforderten Stärkung/Befreiung für die Antifeministinn/en nicht gegeben ist.
Ich habe also ein Bild einer eher politischen Bewegung, die Veränderungen zu bekämpfen versucht und ich fand das nicht in deiner Beschreibung so wiedergegeben.
-	Am meisten Mühe hatte ich mit dem Begriff „weibliche Subjektivität“ in der Definition, dass ein antifeministischer Mensch jemand ist, der zum Ziel hat „,weibliche Subjektivität zu bekämpfen, und die daher versuchen, den öffentlichen Einfluss von frei handelnden Frauen zu unterbinden.“ Mangels (Fach-)begriffskenntnis stütze ich mich für diesen Begriff auf die Ausführungen im Beitrag zu „Weibliche Gelehrte im Islam“ (http://antjeschrupp.com/2012/01/06/weibliche-gelehrte-im-islam/). 
Ich versuche mal den Begriff weibliche Subjektivität in meinen Denkrahmen zu pressen. Vereinfacht kann ich also sagen, dass es eine weibliche und eine männliche Subjektivität gibt (jedoch keine Objektivität?). Sowohl die männliche als auch die weibliche Subjektivität haben sind ein Bild, was das eigene und was das andere Geschlecht will (begehrt). In der männlich dominierten Gesellschaft haben die Männer ausgehend vom durch die männliche Subjektivität geprägten Bild der Wünsche/Begehrlichkeiten zweier in der Gesellschaft vorhandenen Geschlechter ein Gesellschaftssystem aufgestellt. Das heisst, dass informell durch die Normen ein paar weibliche Rollen definiert wurden und viele männliche Rollen (Die männliche Subjektivität kennt die Begehrlichkeiten der Männer viel besser und kann dem besser Rechnung tragen). Zur Bestärkung/zum Erhalt dieser Rollen bildete sich aus der männlichen Subjektivität der institutionelle Rahmen, d.h. Normen, Sitten und Gesetze darüber, welches Verhalten bzw. welche Rolle gut oder duldbar ist und welches Verhalten bzw. welche Rolle schlecht bzw. verboten ist. Da hierbei die weibliche Subjetivität nicht mitbestimmte kommt der institutionelle Rahmen in Konflikt mit der weiblichen Subjektivität. Daraus ist der Feminismus als Bewegung entstanden. In diesem vereinfachten Bild kann ich zwei Strömungen des Feminismus bestimmen. Die extreme Strömung hat im Prinzip den Wunsch den auf der männlichen Subjektivität basierten institutionellen Rahmen durch einen auf der weiblichen Subjektivität basierten institutionellen Rahmen zu ersetzen. Die gemässigte Strömung hat den Wunsch, die Bildung eines Institutionellen Rahmens nicht nur auf einem Diskurs innerhalb einer Subjektivität zu bauen, sondern den Diskurs über beide Subjektivitäten zu führen. Antifeminismus ist hierbei die 1) Gegenbewegung, die 2.) das Ziel hat, eine Veränderung des auf der männlichen Subjektivität basierenden Rollenverständnis und institutionellen Rahmens zu verhindern, da 3.) die Gesellschaft anhand des von der männlichen Subjektivität gegebenen Bildes gestaltet sein soll. Sie versuchen daher den Diskurs über die zwei Subjektivitäten hinweg zu behindern.
Un-feministisches Verhalten ist zwar gleich in der Motivation wie das Anti-feministische Verhalten (erhalt einer Gesellschaft ausschliesslich basierend auf männlicher Subjektivität) begibt sich aber in den Diskurs über die beide Geschlechtersubjektivitäten hinweg. Antifeministisches Verhalten zeichnet sich dadurch aus, dass sie behaupten, die aktuelle Gesellschaft basiere auf einem Diskurs über die männliche und weibliche Subjektivität und feministische Positionen sind ausschliesslich dem ‚extremen Feminismus’ zuzuordnen (also Bildung einer Gesellschaft ausgehend ausschliesslich von der weiblichen Subjektivität).]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei deiner These bestehen für mich einige Unklarheiten und ich bringe sie beim ersten Lesen deines Beitrags nicht mit meinem eigenen, zur Zeit noch naiven, Begriffskonzept von Antifeminismus nicht überein.<br />
-	Mein eigener Begriff von Antifeminismus vor dem Lesen des Artikels basierte auf dem folgenden Gedankengang: Feminismus äussert sich in einem gesellschaftlichen und politischen Druck auf die Stärkung (bzw. Befreiung von) der gesellschaftlichen Position der Frau. Antifeminismus ist 1.) eine Gegenbewegung, die das 2.)Ziel hat, die geforderten Veränderungen prinzipiell zu verhindern, da 3.) die Wünschbarkeit einer Veränderung der Gesellschaft hin zu der geforderten Stärkung/Befreiung für die Antifeministinn/en nicht gegeben ist.<br />
Ich habe also ein Bild einer eher politischen Bewegung, die Veränderungen zu bekämpfen versucht und ich fand das nicht in deiner Beschreibung so wiedergegeben.<br />
-	Am meisten Mühe hatte ich mit dem Begriff „weibliche Subjektivität“ in der Definition, dass ein antifeministischer Mensch jemand ist, der zum Ziel hat „,weibliche Subjektivität zu bekämpfen, und die daher versuchen, den öffentlichen Einfluss von frei handelnden Frauen zu unterbinden.“ Mangels (Fach-)begriffskenntnis stütze ich mich für diesen Begriff auf die Ausführungen im Beitrag zu „Weibliche Gelehrte im Islam“ (<a href="http://antjeschrupp.com/2012/01/06/weibliche-gelehrte-im-islam/" rel="nofollow">http://antjeschrupp.com/2012/01/06/weibliche-gelehrte-im-islam/</a>).<br />
Ich versuche mal den Begriff weibliche Subjektivität in meinen Denkrahmen zu pressen. Vereinfacht kann ich also sagen, dass es eine weibliche und eine männliche Subjektivität gibt (jedoch keine Objektivität?). Sowohl die männliche als auch die weibliche Subjektivität haben sind ein Bild, was das eigene und was das andere Geschlecht will (begehrt). In der männlich dominierten Gesellschaft haben die Männer ausgehend vom durch die männliche Subjektivität geprägten Bild der Wünsche/Begehrlichkeiten zweier in der Gesellschaft vorhandenen Geschlechter ein Gesellschaftssystem aufgestellt. Das heisst, dass informell durch die Normen ein paar weibliche Rollen definiert wurden und viele männliche Rollen (Die männliche Subjektivität kennt die Begehrlichkeiten der Männer viel besser und kann dem besser Rechnung tragen). Zur Bestärkung/zum Erhalt dieser Rollen bildete sich aus der männlichen Subjektivität der institutionelle Rahmen, d.h. Normen, Sitten und Gesetze darüber, welches Verhalten bzw. welche Rolle gut oder duldbar ist und welches Verhalten bzw. welche Rolle schlecht bzw. verboten ist. Da hierbei die weibliche Subjetivität nicht mitbestimmte kommt der institutionelle Rahmen in Konflikt mit der weiblichen Subjektivität. Daraus ist der Feminismus als Bewegung entstanden. In diesem vereinfachten Bild kann ich zwei Strömungen des Feminismus bestimmen. Die extreme Strömung hat im Prinzip den Wunsch den auf der männlichen Subjektivität basierten institutionellen Rahmen durch einen auf der weiblichen Subjektivität basierten institutionellen Rahmen zu ersetzen. Die gemässigte Strömung hat den Wunsch, die Bildung eines Institutionellen Rahmens nicht nur auf einem Diskurs innerhalb einer Subjektivität zu bauen, sondern den Diskurs über beide Subjektivitäten zu führen. Antifeminismus ist hierbei die 1) Gegenbewegung, die 2.) das Ziel hat, eine Veränderung des auf der männlichen Subjektivität basierenden Rollenverständnis und institutionellen Rahmens zu verhindern, da 3.) die Gesellschaft anhand des von der männlichen Subjektivität gegebenen Bildes gestaltet sein soll. Sie versuchen daher den Diskurs über die zwei Subjektivitäten hinweg zu behindern.<br />
Un-feministisches Verhalten ist zwar gleich in der Motivation wie das Anti-feministische Verhalten (erhalt einer Gesellschaft ausschliesslich basierend auf männlicher Subjektivität) begibt sich aber in den Diskurs über die beide Geschlechtersubjektivitäten hinweg. Antifeministisches Verhalten zeichnet sich dadurch aus, dass sie behaupten, die aktuelle Gesellschaft basiere auf einem Diskurs über die männliche und weibliche Subjektivität und feministische Positionen sind ausschliesslich dem ‚extremen Feminismus’ zuzuordnen (also Bildung einer Gesellschaft ausgehend ausschliesslich von der weiblichen Subjektivität).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Frauen, Männer, Parteipolitik. Ein Zwischenstand. von superjule</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/20/frauen-manner-parteipolitik-ein-zwischenstand/#comment-19612</link>
		<dc:creator><![CDATA[superjule]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 07:59:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Jessica Zinn:

&lt;i&gt;Warum sollte für Piraten das Geschlecht wichtig sein?&lt;/i&gt;

leider ist es gerade diese haltung, die (u.a.) die piraten für mich unwählbar macht. deine beispiele der vielen unterschiedlichen arten, wie beziehungen und sexualität bei den piraten gelebt wird - das ist doch auch &lt;i&gt;wichtig&lt;/i&gt;. solange es in unserer gesellschaft knallharte ungleichbehandlung gibt, solange unsere gesellschaft bis in die kleinste zelle patriarchal durchdrungen ist, solange sexistische verhaltensmuster den mainstream bestimmen, ist es eine einfache, aber ignorante haltung zu sagen &quot;bei uns spielt das keine rolle&quot;. wenn es bei euch keine rolle spielen würde, käme es nicht zu solchen massiven abwehrreflexen. von einer auch nur emanzipatorisch beleckten bewegung erwarte ich immer, dass sie sich mit den -ismen, die sie als gesellschaftliche probleme identifiziert hat, auch in den eigenen reihen auseinandersetzt.

und wenn ich mir ansehe, was für sprüche, haltungen und realitäten so bei den piraten kursieren, sehe ich mich bestätigt darin, dass die augenklappe halt auf dem auge blind macht - z.b. auch auf dem, das den bestimmten artikel zu &quot;pirat&quot; sehen könnte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jessica Zinn:</p>
<p><i>Warum sollte für Piraten das Geschlecht wichtig sein?</i></p>
<p>leider ist es gerade diese haltung, die (u.a.) die piraten für mich unwählbar macht. deine beispiele der vielen unterschiedlichen arten, wie beziehungen und sexualität bei den piraten gelebt wird &#8211; das ist doch auch <i>wichtig</i>. solange es in unserer gesellschaft knallharte ungleichbehandlung gibt, solange unsere gesellschaft bis in die kleinste zelle patriarchal durchdrungen ist, solange sexistische verhaltensmuster den mainstream bestimmen, ist es eine einfache, aber ignorante haltung zu sagen &#8220;bei uns spielt das keine rolle&#8221;. wenn es bei euch keine rolle spielen würde, käme es nicht zu solchen massiven abwehrreflexen. von einer auch nur emanzipatorisch beleckten bewegung erwarte ich immer, dass sie sich mit den -ismen, die sie als gesellschaftliche probleme identifiziert hat, auch in den eigenen reihen auseinandersetzt.</p>
<p>und wenn ich mir ansehe, was für sprüche, haltungen und realitäten so bei den piraten kursieren, sehe ich mich bestätigt darin, dass die augenklappe halt auf dem auge blind macht &#8211; z.b. auch auf dem, das den bestimmten artikel zu &#8220;pirat&#8221; sehen könnte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von onlyconnect1</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19592</link>
		<dc:creator><![CDATA[onlyconnect1]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2012 14:01:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19592</guid>
		<description><![CDATA[@Antje

Die Gesprächs-Unkultur, die Du als Merkmal der Antifeministen beschreibst, ist leider nicht selten - vergleichsweise selten dagegen begegnet mir etwas, das ich als echte Gesprächskultur, als Bereitschaft zum Dialog bezeichnen würde. 

Was relativ oft anzutreffen ist, ist eine Art Wettbewerb im Gespräch - eine Art Wettstreit darüber, wer nun Recht behält. Das Thema an sich ist sekundär, ja beinahe beliebig, denn es geht darum, als Sieger / überlegen aus der Gesprächssituation hervorzugehen, deshalb  sind dominantes Verhalten, ins-Wort-fallen, übertönen des Gesprächspartners an der Tagesordnung. Man kann das als Spiel bezeichnen, zusätzliche Erkenntnisse oder gar ein Verstehen anderer Positionen werden dadurch nicht gefördert. (Eigentlich kann man sich da gleich gegenseitig auf die Köpfe hauen, das bringt nicht viel weniger)

Deutlich extremer sind aber Situationen, wie Du sie vermutlich mit den Leuten erlebt hast, die Du hier nun als Antifeministen bezeichnest. Ich fürchte, man trifft diese Haltung bei allen Diskussionen, die so hoch emotional geführt werden, wie eben (leider) Themen rund um Feminismus. Was ganz interessant ist, sind z.B. die Kommentare zu Artikeln über Klimaerwärmung - da spielen sich ähnliche Situationen ab. Viele Klimaskeptiker machen ihre &quot;Gegner&quot; lächerlich, fantasieren über Verschwörungstheorien, wiederholen ständig nicht oder nicht glaubwürdig belegte Argumente, verwenden objektiv nicht haltbare Daten und Studien, treten extrem aggressiv auf und gebärden sich auf eine Art, zu der mir persönlich nur der Begriff &quot;Hassprediger&quot; einfällt.

Ganz genauso geht es mir mit den Leuten, die Du als Antifeministen bezeichnest - wer sich so verhält, wie von Dir beschrieben, fällt für mich in die Kategorie Hassprediger. (Mit &quot;Antifeminismus&quot; als Begriff tue ich mich zugegebenermaßen auch schwer.) Da geht es nicht mehr nur um Recht behalten, da geht es mehr darum, das Gegenüber mir Respektlosigkeit bis hin zur Verachtung, Wut bis hin zum Hass zu überziehen. Oftmals hat das den Charakter eines Kreuzzugs, der Begriff &quot;unter der Gürtellinie&quot; ist da weit untertrieben.

Worauf ich hinaus will: Gesprächskultur ist keine der beiden dargestellten Varianten. Gesprächskultur, wie ich sie mir wünsche, heißt Fragen stellen, Antworten Raum geben, ein vernünftiges Maß an Offenheit, genug Rückgrat, um Missverständnisse einzugestehen und Fehler einzuräumen. Klingt recht idealistisch, ich weiß - und leider reicht es halt auch nicht, wenn nur einer der Gesprächspartner diese Haltung versucht. Trotzdem: keine Utopie.

In Deinem Blog finde ich das des Öfteren - vielen Dank dafür, Antje. Bitte so weitermachen. Das gibt&#039;s viel zu selten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Antje</p>
<p>Die Gesprächs-Unkultur, die Du als Merkmal der Antifeministen beschreibst, ist leider nicht selten &#8211; vergleichsweise selten dagegen begegnet mir etwas, das ich als echte Gesprächskultur, als Bereitschaft zum Dialog bezeichnen würde. </p>
<p>Was relativ oft anzutreffen ist, ist eine Art Wettbewerb im Gespräch &#8211; eine Art Wettstreit darüber, wer nun Recht behält. Das Thema an sich ist sekundär, ja beinahe beliebig, denn es geht darum, als Sieger / überlegen aus der Gesprächssituation hervorzugehen, deshalb  sind dominantes Verhalten, ins-Wort-fallen, übertönen des Gesprächspartners an der Tagesordnung. Man kann das als Spiel bezeichnen, zusätzliche Erkenntnisse oder gar ein Verstehen anderer Positionen werden dadurch nicht gefördert. (Eigentlich kann man sich da gleich gegenseitig auf die Köpfe hauen, das bringt nicht viel weniger)</p>
<p>Deutlich extremer sind aber Situationen, wie Du sie vermutlich mit den Leuten erlebt hast, die Du hier nun als Antifeministen bezeichnest. Ich fürchte, man trifft diese Haltung bei allen Diskussionen, die so hoch emotional geführt werden, wie eben (leider) Themen rund um Feminismus. Was ganz interessant ist, sind z.B. die Kommentare zu Artikeln über Klimaerwärmung &#8211; da spielen sich ähnliche Situationen ab. Viele Klimaskeptiker machen ihre &#8220;Gegner&#8221; lächerlich, fantasieren über Verschwörungstheorien, wiederholen ständig nicht oder nicht glaubwürdig belegte Argumente, verwenden objektiv nicht haltbare Daten und Studien, treten extrem aggressiv auf und gebärden sich auf eine Art, zu der mir persönlich nur der Begriff &#8220;Hassprediger&#8221; einfällt.</p>
<p>Ganz genauso geht es mir mit den Leuten, die Du als Antifeministen bezeichnest &#8211; wer sich so verhält, wie von Dir beschrieben, fällt für mich in die Kategorie Hassprediger. (Mit &#8220;Antifeminismus&#8221; als Begriff tue ich mich zugegebenermaßen auch schwer.) Da geht es nicht mehr nur um Recht behalten, da geht es mehr darum, das Gegenüber mir Respektlosigkeit bis hin zur Verachtung, Wut bis hin zum Hass zu überziehen. Oftmals hat das den Charakter eines Kreuzzugs, der Begriff &#8220;unter der Gürtellinie&#8221; ist da weit untertrieben.</p>
<p>Worauf ich hinaus will: Gesprächskultur ist keine der beiden dargestellten Varianten. Gesprächskultur, wie ich sie mir wünsche, heißt Fragen stellen, Antworten Raum geben, ein vernünftiges Maß an Offenheit, genug Rückgrat, um Missverständnisse einzugestehen und Fehler einzuräumen. Klingt recht idealistisch, ich weiß &#8211; und leider reicht es halt auch nicht, wenn nur einer der Gesprächspartner diese Haltung versucht. Trotzdem: keine Utopie.</p>
<p>In Deinem Blog finde ich das des Öfteren &#8211; vielen Dank dafür, Antje. Bitte so weitermachen. Das gibt&#8217;s viel zu selten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19589</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2012 11:32:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19589</guid>
		<description><![CDATA[@Nicole - Aus genau dem Grund habe ich auch schon überlegt, auf das F-Wort &lt;a href=&quot;http://antjeschrupp.com/2010/11/10/%E2%80%9Efeminismus%E2%80%9C-ade-warum-ich-in-nachster-zeit-das-f-wort-meiden-werde/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;ganz zu verzichten&lt;/a&gt;, das hat sich aber &lt;a href=&quot;http://antjeschrupp.com/2011/07/07/hallo-feminismus-du-nervensage/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;nicht als praktikabel erwiesen&lt;/a&gt;, was nicht am Thema liegt, sondern am gegenwärtigen Diskurs. 

Ich würde bestreiten, dass es inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Feminismen gibt, aber selbst wenn man diesen &quot;kleinsten gemeinsamen Nenner&quot; ausmachen könnte, wäre er so klein, dass er uninteressant wäre. Und ja, es gibt einen &quot;real existierenden&quot; Feminismus, aber auch das ist nicht der Interessanteste, sondern normalerweise das, was von feministischem Denken in den Mainstream gelangt. Also ein schlechtes Kriterium. Das Interessante am Feminismus ist der Diskurs, also gerade die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herangehensweisen.  Das Gemeinsame ist auch hier nicht ein Inhalt, sondern eine Haltung: Nämlich dass man die Geschlechterdifferenz, das Mann-Frau-Sein-Konstrukt für ein wichtiges Thema hält, ohne das zu berücksichtigen sich über alles andere auch nicht vernünftig reden lässt. 

Ja, ich bin tatsächlich der Meinung, dass es keine sinnvolle Haltung ist, sich als &quot;Antifeministen&quot; zu bezeichnen. &quot;Grundsätzliche Kritik am Feminismus&quot; wäre nämlich gleichbedeutend mit &quot;die Geschlechterdifferenz ignorieren&quot;. &quot;Antifeminismus&quot; ist genauso sinnlos wie &quot;Antihumanismus&quot;. Wie ich mit so einer Person dann in einen Dialog trete, kommt ganz auf die konkrete Situation an.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nicole &#8211; Aus genau dem Grund habe ich auch schon überlegt, auf das F-Wort <a href="http://antjeschrupp.com/2010/11/10/%E2%80%9Efeminismus%E2%80%9C-ade-warum-ich-in-nachster-zeit-das-f-wort-meiden-werde/" rel="nofollow">ganz zu verzichten</a>, das hat sich aber <a href="http://antjeschrupp.com/2011/07/07/hallo-feminismus-du-nervensage/" rel="nofollow">nicht als praktikabel erwiesen</a>, was nicht am Thema liegt, sondern am gegenwärtigen Diskurs. </p>
<p>Ich würde bestreiten, dass es inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Feminismen gibt, aber selbst wenn man diesen &#8220;kleinsten gemeinsamen Nenner&#8221; ausmachen könnte, wäre er so klein, dass er uninteressant wäre. Und ja, es gibt einen &#8220;real existierenden&#8221; Feminismus, aber auch das ist nicht der Interessanteste, sondern normalerweise das, was von feministischem Denken in den Mainstream gelangt. Also ein schlechtes Kriterium. Das Interessante am Feminismus ist der Diskurs, also gerade die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herangehensweisen.  Das Gemeinsame ist auch hier nicht ein Inhalt, sondern eine Haltung: Nämlich dass man die Geschlechterdifferenz, das Mann-Frau-Sein-Konstrukt für ein wichtiges Thema hält, ohne das zu berücksichtigen sich über alles andere auch nicht vernünftig reden lässt. </p>
<p>Ja, ich bin tatsächlich der Meinung, dass es keine sinnvolle Haltung ist, sich als &#8220;Antifeministen&#8221; zu bezeichnen. &#8220;Grundsätzliche Kritik am Feminismus&#8221; wäre nämlich gleichbedeutend mit &#8220;die Geschlechterdifferenz ignorieren&#8221;. &#8220;Antifeminismus&#8221; ist genauso sinnlos wie &#8220;Antihumanismus&#8221;. Wie ich mit so einer Person dann in einen Dialog trete, kommt ganz auf die konkrete Situation an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Nicole</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19586</link>
		<dc:creator><![CDATA[Nicole]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2012 07:23:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19586</guid>
		<description><![CDATA[@Antje:
&quot;“Aber wie kann man denn überhaupt “gegen Feminismus” sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem 
Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben…:-))”
Ganz genau: Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass “Antifeminismus” keine politische Position ist, mit der man sich inhaltlich auseinandersetzen kenn.&quot;

Ha! Sehr gut. Aber: zunächst einmal ist Antifeminismus tatsächlich keine politische Position - einfach aus dem Grund, weil sich dahinter zu viele verschiedene und teils unvereinbare Positionen verbergen, von reaktionär bis progressiv. Was sie eint, ist ein Ablehung des Feminismus oder von Teilen des Feminismus. Gibt es &quot;den&quot; Feminismus? Da gibt es mM nach nur zwei Antworten: entweder es gibt, trotz aller Unterschiede der verschiedenen Strömungen, ein oder mehrere gemeinsame Grundprinzipien (ebenso wie zB beim Sozialismus, Islam oä), die es ermöglichen, Feminismus von Nicht-Feminismus zu unterscheiden. ODER es gibt tatsächlich keinen solchen gemeinsamen Nenner und nur viele verschiedene &quot;Feminismen&quot; - dann ist der Begriff Feminismus für die Beschreibung einer politischen oder philosophischen Haltung aber völlig unbrauchbar und gehört in die Tonne (der Meinung bin ich übrigens nicht; ich kann durchaus ein gemeinsames Grundprinzip ausmachen, aber das wäre eine ganz andere Diskussion). Und dann gibt es natürlich durchaus etwas, was man vielleicht als &quot;real existierenden Feminismus&quot; bezeichnen könnte (und was die meisten Leute wohl meinen, wenn sie von Feminismus sprechen): also das, was Feministinnen im Netz und anderen Medien vertreten, die mediale und (pop)kulturelle Darstellung der Geschlechter und des Geschlechterverhältnisses, feministischer oder als feministische wahrgenommener Einfluss auf Gesetze und Rechtsprechung. Somit kann man durchaus für oder gegen DEN Feminismus sein.

&quot;Ich bin ja gerade von meiner Erfahrung ausgegangen, dass mit Leuten, die einen bestimmten Habitus an den Tag legen, eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht möglich ist.&quot;
Da hast Du natürlich recht, es kommt schon sehr auf die Haltung an, und manche Haltungen machen einen Austasuch von Meinungen von vorneherein unmöglich. Mich stört, glaube ich, nur, dass Du eine solche Haltung recht willkürlich mit dem Begriff &quot;Antifeminismus&quot; belegst. Nach Deiner Definition gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten: entweder ist man Feministin oder zumindest Sympathisantin und kritisiert aus dieser Haltung heraus einzelne feministische Positionen (wie Du zB die Quote), oder man ist UN-Feministin (also uninfrmiert und/oder desinteressiert) - oder man ist ein A***loch, mit dem keine AUseinandersetzung mögich ist. Du hast keine Bezeichnung für jemanden, der von außen grundsätzliche Kritik am Feminismus übt, dabei aber nicht den von Dir kritisierten Habitus an den Tag legt, sondern an einer ernsthaften Auseinandersetzung interessiert ist. Selbst wenn sich so jemand als &quot;Antifeminist&quot; bezeichnet, müsstest Du ihm oder ihr ja diese Selbstbezeichnung absprechen, und das kann ja wohl nicht das gewollte Ergebnis sein.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Antje:<br />
&#8220;“Aber wie kann man denn überhaupt “gegen Feminismus” sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem<br />
Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben…:-))”<br />
Ganz genau: Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass “Antifeminismus” keine politische Position ist, mit der man sich inhaltlich auseinandersetzen kenn.&#8221;</p>
<p>Ha! Sehr gut. Aber: zunächst einmal ist Antifeminismus tatsächlich keine politische Position &#8211; einfach aus dem Grund, weil sich dahinter zu viele verschiedene und teils unvereinbare Positionen verbergen, von reaktionär bis progressiv. Was sie eint, ist ein Ablehung des Feminismus oder von Teilen des Feminismus. Gibt es &#8220;den&#8221; Feminismus? Da gibt es mM nach nur zwei Antworten: entweder es gibt, trotz aller Unterschiede der verschiedenen Strömungen, ein oder mehrere gemeinsame Grundprinzipien (ebenso wie zB beim Sozialismus, Islam oä), die es ermöglichen, Feminismus von Nicht-Feminismus zu unterscheiden. ODER es gibt tatsächlich keinen solchen gemeinsamen Nenner und nur viele verschiedene &#8220;Feminismen&#8221; &#8211; dann ist der Begriff Feminismus für die Beschreibung einer politischen oder philosophischen Haltung aber völlig unbrauchbar und gehört in die Tonne (der Meinung bin ich übrigens nicht; ich kann durchaus ein gemeinsames Grundprinzip ausmachen, aber das wäre eine ganz andere Diskussion). Und dann gibt es natürlich durchaus etwas, was man vielleicht als &#8220;real existierenden Feminismus&#8221; bezeichnen könnte (und was die meisten Leute wohl meinen, wenn sie von Feminismus sprechen): also das, was Feministinnen im Netz und anderen Medien vertreten, die mediale und (pop)kulturelle Darstellung der Geschlechter und des Geschlechterverhältnisses, feministischer oder als feministische wahrgenommener Einfluss auf Gesetze und Rechtsprechung. Somit kann man durchaus für oder gegen DEN Feminismus sein.</p>
<p>&#8220;Ich bin ja gerade von meiner Erfahrung ausgegangen, dass mit Leuten, die einen bestimmten Habitus an den Tag legen, eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht möglich ist.&#8221;<br />
Da hast Du natürlich recht, es kommt schon sehr auf die Haltung an, und manche Haltungen machen einen Austasuch von Meinungen von vorneherein unmöglich. Mich stört, glaube ich, nur, dass Du eine solche Haltung recht willkürlich mit dem Begriff &#8220;Antifeminismus&#8221; belegst. Nach Deiner Definition gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten: entweder ist man Feministin oder zumindest Sympathisantin und kritisiert aus dieser Haltung heraus einzelne feministische Positionen (wie Du zB die Quote), oder man ist UN-Feministin (also uninfrmiert und/oder desinteressiert) &#8211; oder man ist ein A***loch, mit dem keine AUseinandersetzung mögich ist. Du hast keine Bezeichnung für jemanden, der von außen grundsätzliche Kritik am Feminismus übt, dabei aber nicht den von Dir kritisierten Habitus an den Tag legt, sondern an einer ernsthaften Auseinandersetzung interessiert ist. Selbst wenn sich so jemand als &#8220;Antifeminist&#8221; bezeichnet, müsstest Du ihm oder ihr ja diese Selbstbezeichnung absprechen, und das kann ja wohl nicht das gewollte Ergebnis sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19577</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 May 2012 18:57:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19577</guid>
		<description><![CDATA[@Nicole:
&quot;Aber wie kann man denn überhaupt “gegen Feminismus” sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben…:-))&quot;
Ganz genau: Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass &quot;Antifeminismus&quot; keine politische Position ist, mit der man sich inhaltlich auseinandersetzen kenn.

&quot;es gibt Leute, die eine Frau nur wegen ihres Geschlechts nicht ernst nehmen oder nicht anhören wollen. Für eine solche Haltung sollte es dann aber schon mehr Anhaltspunkte geben als nur das Bauchgefühl einer Frau, dass sie sich als Frau angegriffen fühlt. ... Nicht, dass ich Frauen ihr subjektives EMpfinden absprechen will, aber um zu einer Definition einer Philosophie oder Ideologie oder wie auch immer man Antifeminismus nennen will zu taugen, ist es dann doch ungeeignet. Wenn Du DIch jetzt zum Beispiel von jemandem als Frau herabgewürdigt, nicht ernst genommen, an den Rand gedrängt oä fühlst, ich aber nicht, wer hat dann recht? Natürlich haben wir beide in gewisser Weise recht, nur bringt uns das bei der Definition von Antifeminismus in keiner Weise weiter.&quot;
Das kommt drauf an: Ich will auch keine universale Definition von Antifeminismus geben, sondern ich versuche, eine Politische Praxis zu beschreiben. Wenn wir beide es mit einem Antifeministen zu tun haben, dann kannst du dich entscheiden, mit ihm zu diskutieren, und ich entscheide mich - aus den im Blogpost geschilderten Gründen - dagegen. Wir können dann ja bei Gelegenheit unsere Erfahrungen damit austauschen, aber es ist ja nicht notwendig, dass wir uns einigen. Mein Blogpost ist ein Angebot für Menschen, die sich über das Thema Gedanken machen, vielleicht ist es für die einen hilfreich, für die anderen nicht. 

&quot;Nein, um eine inhaltliche Auseinandersetzung kommt man nicht drumrum. Ist auch gar nicht so kompliziert, finde ich.&quot;
Ich bin ja gerade von meiner Erfahrung ausgegangen, dass mit Leuten, die einen bestimmten Habitus an den Tag legen, eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht möglich ist. 

&quot;Man wird übrigens feststellen, dass nicht jeder Antifeminismus rechts ist – es gibt genug Leute, die aus einem eher linken Weltbild heraus feminismuskritisch oder antifeministisch eingestellt sind. Dann hätte man auch als Feministin eine gute Grundlage, um zu diskutieren, zu schauen, welche Ansichten kann ich akzeptieren oder sogar teilen, was geht für mich hingegen gar nicht, usw. Dazu wäre es aber notwendig, dass man sich von der Gleichsetzung Antifeminismus = Frauenverachtung verabschiedet, ebenso wie von der Idee, Feminismus sei gleichbedeutend mit Freiheit, und jeder, der gegen Feminismus ist, sei auch ein Feind der Freiheit.&quot;
Ja, genau. Wie ich ja sagte: Es kommt nicht auf den Inhalt als solchen drauf an, sondern auf die Haltung, mit der jemand seine Ansichten in die Diskussion einbringt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nicole:<br />
&#8220;Aber wie kann man denn überhaupt “gegen Feminismus” sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben…:-))&#8221;<br />
Ganz genau: Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass &#8220;Antifeminismus&#8221; keine politische Position ist, mit der man sich inhaltlich auseinandersetzen kenn.</p>
<p>&#8220;es gibt Leute, die eine Frau nur wegen ihres Geschlechts nicht ernst nehmen oder nicht anhören wollen. Für eine solche Haltung sollte es dann aber schon mehr Anhaltspunkte geben als nur das Bauchgefühl einer Frau, dass sie sich als Frau angegriffen fühlt. &#8230; Nicht, dass ich Frauen ihr subjektives EMpfinden absprechen will, aber um zu einer Definition einer Philosophie oder Ideologie oder wie auch immer man Antifeminismus nennen will zu taugen, ist es dann doch ungeeignet. Wenn Du DIch jetzt zum Beispiel von jemandem als Frau herabgewürdigt, nicht ernst genommen, an den Rand gedrängt oä fühlst, ich aber nicht, wer hat dann recht? Natürlich haben wir beide in gewisser Weise recht, nur bringt uns das bei der Definition von Antifeminismus in keiner Weise weiter.&#8221;<br />
Das kommt drauf an: Ich will auch keine universale Definition von Antifeminismus geben, sondern ich versuche, eine Politische Praxis zu beschreiben. Wenn wir beide es mit einem Antifeministen zu tun haben, dann kannst du dich entscheiden, mit ihm zu diskutieren, und ich entscheide mich &#8211; aus den im Blogpost geschilderten Gründen &#8211; dagegen. Wir können dann ja bei Gelegenheit unsere Erfahrungen damit austauschen, aber es ist ja nicht notwendig, dass wir uns einigen. Mein Blogpost ist ein Angebot für Menschen, die sich über das Thema Gedanken machen, vielleicht ist es für die einen hilfreich, für die anderen nicht. </p>
<p>&#8220;Nein, um eine inhaltliche Auseinandersetzung kommt man nicht drumrum. Ist auch gar nicht so kompliziert, finde ich.&#8221;<br />
Ich bin ja gerade von meiner Erfahrung ausgegangen, dass mit Leuten, die einen bestimmten Habitus an den Tag legen, eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht möglich ist. </p>
<p>&#8220;Man wird übrigens feststellen, dass nicht jeder Antifeminismus rechts ist – es gibt genug Leute, die aus einem eher linken Weltbild heraus feminismuskritisch oder antifeministisch eingestellt sind. Dann hätte man auch als Feministin eine gute Grundlage, um zu diskutieren, zu schauen, welche Ansichten kann ich akzeptieren oder sogar teilen, was geht für mich hingegen gar nicht, usw. Dazu wäre es aber notwendig, dass man sich von der Gleichsetzung Antifeminismus = Frauenverachtung verabschiedet, ebenso wie von der Idee, Feminismus sei gleichbedeutend mit Freiheit, und jeder, der gegen Feminismus ist, sei auch ein Feind der Freiheit.&#8221;<br />
Ja, genau. Wie ich ja sagte: Es kommt nicht auf den Inhalt als solchen drauf an, sondern auf die Haltung, mit der jemand seine Ansichten in die Diskussion einbringt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Nicole</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19576</link>
		<dc:creator><![CDATA[Nicole]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 May 2012 18:03:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19576</guid>
		<description><![CDATA[Antje: &quot;Gegen feministische Positionen sein ist nicht dasselbe wie “gegen Feminismus sein”. 
Aber wie kann man denn überhaupt &quot;gegen Feminismus&quot; sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben...:-))

&quot;Und es ist auch nicht dasselbe, ob man ein Frau als “lächerlich” oder “unwissenschaftlich” abqualifiziert, oder ob man eine bestimmte inhaltliche Position als “lächerlich” oder “unwissenschaftlich” zurückweist. Genau auf diesen Unterschied kommt es mir an.&quot;
Ist mir schon klar - im Prinzip. In der Praxis lässt sich das nicht so leicht voneinander trennen. Wenn jemand wiederholt Ansichten äußert, die ich als lächerlich oder dumm empfinde, dann komme ich irgendwann zu dem Schluss, dass nicht nur die betreffenden Ansichten dumm sind, sondern dass die Person insgesamt vielleicht nicht gerade die tiefen Teller erfunden hat, und dann werde ich das auch entsprechend kommunizieren. Und klar, es gibt Leute, die eine Frau nur wegen ihres Geschlechts nicht ernst nehmen oder nicht anhören wollen. Für eine solche Haltung sollte es dann aber schon mehr Anhaltspunkte geben als nur das Bauchgefühl einer Frau, dass sie sich als Frau angegriffen fühlt (etwa, dass jemand Frauen in Gesprächen ständig über den Mund fährt, Männer jedoch ausreden lässt oder jede Aussage einer Frau als &quot;Typisch Frau!&quot; bezeichnet). Nicht, dass ich Frauen ihr subjektives EMpfinden absprechen will, aber um zu einer Definition einer Philosophie oder Ideologie oder wie auch immer man Antifeminismus nennen will zu taugen, ist es dann doch ungeeignet. Wenn Du DIch jetzt zum Beispiel von jemandem als Frau herabgewürdigt, nicht ernst genommen, an den Rand gedrängt oä fühlst, ich aber nicht, wer hat dann recht? Natürlich haben wir beide in gewisser Weise recht, nur bringt uns das bei der Definition von Antifeminismus in keiner Weise weiter.
Vielleicht kann ich das Problem, das ich mit Deinem Ansatz habe, am besten so verdeutlichen: stell DIr vor, jemand bittet mich als Atheistin, den Unterschied zwischen Christentum und Agnostik (Agnostikertum??) zu definieren, insbesondere im Hinblick auf die Haltung gegenüber dem Atheismus. Und ich würde sagen: &quot;Also Christentum, das ist, wenn dich Leute permanent bekehren wollen, wenn sie dich von oben herab behandeln, weil du die Wahrheit nicht erkennst, wenn sie dir mit Verdammnis drohen. Agnostiker dagegen sind Leute, die dem Ganzen relativ neutral gegenüberstehen, entweder, weil sie einfach zu keinem Schluss kommen können oder weil sie die ganze Frage ohnehin nicht interessiert oder sie keine Zeit haben, sich damit zu beschäftigen.&quot; Da würde ich mein Publikum doch ziemlich veriwrrt zurücklassen, meinst Du nicht? Keiner hätte auch nur eine Ahnung, was denn die zentralen Inhalte des Christentums sind, wie sich dieses von anderen Religionen unterscheidet, ob und welche unterschiedlichen Strömungen es gibt etc.

Nein, um eine inhaltliche Auseinandersetzung kommt man nicht drumrum. Ist auch gar nicht so kompliziert, finde ich. Man muss sich doch nur ansehen, ob bestimmte Aussagen/Politik/Forderungen/Verhaltensweisen in diametralem Widerspruch zu zentralen feministischen Thesen stehen - dann sind sie antifeministisch, egal unter welchem Label sie verkauft werden. Und natürlich kann man auch direkt auf die Leute hören, die sich selbst als Antifeministen bezeichnen -  was die so zu sagen haben, ist dann ebenfalls antifeministisch. Man wird übrigens feststellen, dass nicht jeder Antifeminismus rechts ist - es gibt genug Leute, die aus einem eher linken Weltbild heraus feminismuskritisch oder antifeministisch eingestellt sind. Dann hätte man auch als Feministin eine gute Grundlage, um zu diskutieren, zu schauen, welche Ansichten kann ich akzeptieren oder sogar teilen, was geht für mich hingegen gar nicht, usw. Dazu wäre es aber notwendig, dass man sich von der Gleichsetzung Antifeminismus = Frauenverachtung verabschiedet, ebenso wie von der Idee, Feminismus sei gleichbedeutend mit Freiheit, und jeder, der gegen Feminismus ist, sei auch ein Feind der Freiheit.
Nicole]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Antje: &#8220;Gegen feministische Positionen sein ist nicht dasselbe wie “gegen Feminismus sein”.<br />
Aber wie kann man denn überhaupt &#8220;gegen Feminismus&#8221; sein, wenn es doch DEN Feminismus gar nicht gibt? Wenn ich es recht bedenke, kann es aus dem Grund ja eigentlich auch keinen Antifeminismus geben&#8230;:-))</p>
<p>&#8220;Und es ist auch nicht dasselbe, ob man ein Frau als “lächerlich” oder “unwissenschaftlich” abqualifiziert, oder ob man eine bestimmte inhaltliche Position als “lächerlich” oder “unwissenschaftlich” zurückweist. Genau auf diesen Unterschied kommt es mir an.&#8221;<br />
Ist mir schon klar &#8211; im Prinzip. In der Praxis lässt sich das nicht so leicht voneinander trennen. Wenn jemand wiederholt Ansichten äußert, die ich als lächerlich oder dumm empfinde, dann komme ich irgendwann zu dem Schluss, dass nicht nur die betreffenden Ansichten dumm sind, sondern dass die Person insgesamt vielleicht nicht gerade die tiefen Teller erfunden hat, und dann werde ich das auch entsprechend kommunizieren. Und klar, es gibt Leute, die eine Frau nur wegen ihres Geschlechts nicht ernst nehmen oder nicht anhören wollen. Für eine solche Haltung sollte es dann aber schon mehr Anhaltspunkte geben als nur das Bauchgefühl einer Frau, dass sie sich als Frau angegriffen fühlt (etwa, dass jemand Frauen in Gesprächen ständig über den Mund fährt, Männer jedoch ausreden lässt oder jede Aussage einer Frau als &#8220;Typisch Frau!&#8221; bezeichnet). Nicht, dass ich Frauen ihr subjektives EMpfinden absprechen will, aber um zu einer Definition einer Philosophie oder Ideologie oder wie auch immer man Antifeminismus nennen will zu taugen, ist es dann doch ungeeignet. Wenn Du DIch jetzt zum Beispiel von jemandem als Frau herabgewürdigt, nicht ernst genommen, an den Rand gedrängt oä fühlst, ich aber nicht, wer hat dann recht? Natürlich haben wir beide in gewisser Weise recht, nur bringt uns das bei der Definition von Antifeminismus in keiner Weise weiter.<br />
Vielleicht kann ich das Problem, das ich mit Deinem Ansatz habe, am besten so verdeutlichen: stell DIr vor, jemand bittet mich als Atheistin, den Unterschied zwischen Christentum und Agnostik (Agnostikertum??) zu definieren, insbesondere im Hinblick auf die Haltung gegenüber dem Atheismus. Und ich würde sagen: &#8220;Also Christentum, das ist, wenn dich Leute permanent bekehren wollen, wenn sie dich von oben herab behandeln, weil du die Wahrheit nicht erkennst, wenn sie dir mit Verdammnis drohen. Agnostiker dagegen sind Leute, die dem Ganzen relativ neutral gegenüberstehen, entweder, weil sie einfach zu keinem Schluss kommen können oder weil sie die ganze Frage ohnehin nicht interessiert oder sie keine Zeit haben, sich damit zu beschäftigen.&#8221; Da würde ich mein Publikum doch ziemlich veriwrrt zurücklassen, meinst Du nicht? Keiner hätte auch nur eine Ahnung, was denn die zentralen Inhalte des Christentums sind, wie sich dieses von anderen Religionen unterscheidet, ob und welche unterschiedlichen Strömungen es gibt etc.</p>
<p>Nein, um eine inhaltliche Auseinandersetzung kommt man nicht drumrum. Ist auch gar nicht so kompliziert, finde ich. Man muss sich doch nur ansehen, ob bestimmte Aussagen/Politik/Forderungen/Verhaltensweisen in diametralem Widerspruch zu zentralen feministischen Thesen stehen &#8211; dann sind sie antifeministisch, egal unter welchem Label sie verkauft werden. Und natürlich kann man auch direkt auf die Leute hören, die sich selbst als Antifeministen bezeichnen &#8211;  was die so zu sagen haben, ist dann ebenfalls antifeministisch. Man wird übrigens feststellen, dass nicht jeder Antifeminismus rechts ist &#8211; es gibt genug Leute, die aus einem eher linken Weltbild heraus feminismuskritisch oder antifeministisch eingestellt sind. Dann hätte man auch als Feministin eine gute Grundlage, um zu diskutieren, zu schauen, welche Ansichten kann ich akzeptieren oder sogar teilen, was geht für mich hingegen gar nicht, usw. Dazu wäre es aber notwendig, dass man sich von der Gleichsetzung Antifeminismus = Frauenverachtung verabschiedet, ebenso wie von der Idee, Feminismus sei gleichbedeutend mit Freiheit, und jeder, der gegen Feminismus ist, sei auch ein Feind der Freiheit.<br />
Nicole</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Anti-Feminismus und Unfeminismus von Antje Schrupp</title>
		<link>http://antjeschrupp.com/2012/05/24/anti-feminismus-und-unfeminismus/#comment-19571</link>
		<dc:creator><![CDATA[Antje Schrupp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 May 2012 14:53:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://antjeschrupp.com/?p=5236#comment-19571</guid>
		<description><![CDATA[@Nicole - &quot;Gegen feministische Positionen sein&quot; ist nicht dasselbe wie &quot;gegen Feminismus sein&quot;. Man kann natürlich mit guten Argumenten gegen jede beliebige feministische Forderung sein. Es gibt Feministinnen, die waren mit plausiblen Gründen gegen das Wahlrecht für Frauen. Oder: Dass ich gegen Quoten bin, macht mich doch nicht zur Antifeministin, auch wenn die Mehrzahl der Feministinnen zurzeit dafür ist. Und es ist auch nicht dasselbe, ob man ein Frau als &quot;lächerlich&quot; oder &quot;unwissenschaftlich&quot; abqualifiziert, oder ob man eine bestimmte inhaltliche Position als &quot;lächerlich&quot; oder &quot;unwissenschaftlich&quot; zurückweist. Genau auf diesen Unterschied kommt es mir an.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nicole &#8211; &#8220;Gegen feministische Positionen sein&#8221; ist nicht dasselbe wie &#8220;gegen Feminismus sein&#8221;. Man kann natürlich mit guten Argumenten gegen jede beliebige feministische Forderung sein. Es gibt Feministinnen, die waren mit plausiblen Gründen gegen das Wahlrecht für Frauen. Oder: Dass ich gegen Quoten bin, macht mich doch nicht zur Antifeministin, auch wenn die Mehrzahl der Feministinnen zurzeit dafür ist. Und es ist auch nicht dasselbe, ob man ein Frau als &#8220;lächerlich&#8221; oder &#8220;unwissenschaftlich&#8221; abqualifiziert, oder ob man eine bestimmte inhaltliche Position als &#8220;lächerlich&#8221; oder &#8220;unwissenschaftlich&#8221; zurückweist. Genau auf diesen Unterschied kommt es mir an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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