Republik der Frauen?

Heute bekam ich eine Anfrage von einer italienischen feministischen Zeitung für einen Artikel über die Regierungsbildung unter der Überschrift: „Republik der Frauen“? So hat nämlich dort ein Radiokommentator die neue Regierung bezeichnet.
Diese unterschiedliche Wahrnehmung der „Merkelianischen Veränderungen“ in der deutschen Politik zwischen Ausland und Inland fasziniert mich schon eine Weile, und auch, dass die (zumindest für mich) so offensichtliche „Weiblichkeit“ in der Merkelschen Amtsführung in Deutschland von so wenigen anderen gesehen wird, speziell nicht von Linken und Feministinnen. Und deshalb habe ich mal eine Frage an euch:
Wenn das, was Merkel macht, eurer Ansicht nach keine „weibliche“ Politik ist und man die neue Regierung trotz der starken weiblichen Präsenz in den Ministerien nicht als „Republik der Frauen“ bezeichnen kann – wie müsste eine Politik aussehen, die diese Attribute verdienen würde? Was wäre eine „weibliche“ Veränderung der Parteipolitik und der repräsentativen Demokratie, die ihr als solche gelten lassen würdet?