Debatten vorm Facebook-Grab gerettet, Teil 5

Nur ein Viertel aller getrennt lebenden Väter zahlt vollständigen Unterhalt: Ein Artikel zu diesem Thema führte zu heftigen Debatten. Die FAZ hat geschrieben, dass die Hälfte aller Väter gar keinen Unterhalt zahlt, ein Viertel zahlt nur teilweise. Aber:  Ein System, das nur in einem Viertel der Fälle funktioniert, ist grundlegend falsch. Wir sollten Vaterschaft deshalb neu definieren, nämlich von Genen und sonem biologistischen Quatsch trennen und an die faktische Sorge (arbeitsmäßig und/oder finanziell) koppeln. Wer nicht zahlt und nicht versorgt verliert den rechtlichen Status des Vaters, fertig. (Gälte im analogen umgekehrten Fall natürlich auch für Mütter).

Apropos Umgangsrecht des Kindes: Diese Frage kam nämlich auch auf – dass man dem Vater das Umgangsrecht auch bei Nichtkümmern und Nichtzahlen nicht nehmen könne, weil der Umgang nicht sein Recht wäre, sondern das des Kindes. Aber: Gibt es denn gegen Väter, die ihre Kinder nicht regelmäßig sehen und besuchen, irgendwelche Sanktionen? Wird dieses Kindesrecht irgendwie durchgesetzt?

Außerdem hat Jan schön mein Anliegen beim Thema anarchistische Perspektiven auf heutige Feminismen zusammengefasst.

Care Revolutionieren mit Grundeinkommen?

Zu dem Thema gab es im Oktober einen Abend in Frankfurt – eine Kooperation des Netzwerks Care Revolution und des Netzwerks Grundeinkommen. Es gab vier Eingangs-Statements dazu, eines davon von mir, die anderen von Sylvia Homberg, Ina Praetorius und Werner Rätz.

Folgende Fragen haben wir dabei beantwortet:

1. Was müsste sich verändern, damit genügend Zeit und Raum für gute Sorgearbeit von udn für alle Menschen vorhanden ist?

2. Wie kann eine geschlechtergerechte Verteilung der Sorgearbeit befördert werden?

3. Wie würde sich gute Sorgearbeit auf unsere Gesellschaft auswirken?

4. Was würde ein existenzsicherndes Grundeinkommen in unserem Leben als Sorgetragende und Sorgeempfangende verändern?

5. Brauchen wir eine sorgezengrierte Gesellschaft und Ökonomie? Was ist das und wie kann ein Grundeinkommen diese befördern?

6. Welche Kritiken gibt es aus feministischer Sicht am Grundeinkommen, wie sind eure Gegenpositionen zu diesen Kritiken?