100 Jahre Frauenwahlrecht. Ist daran was spannend?

Das Feminismus-Hit-Thema in diesem Jahr ist 100 Jahre Frauenwahlrecht. Sagt mal: Was interessiert euch da dran? Interessiert euch überhaupt was da dran? Was sind dabei spannende offene Fragen?

Ansonsten hier noch ein Link: Ich habe dem Blog Mama Notes ein Interview zu Feminismus gegeben. Vielleicht interessiert es euch. Ist auch eine ganze Reihe, d.h. mit vielen Interviews…

Debatten vorm Facebook-Grab gerettet, Teil 6

Abtreibungsverbote und christliche Ethik

Für evangelisch.de habe ich einen Kommentar zum Verhältnis von christlicher Ethik und Abtreibungsrecht geschrieben. Hintergrund sind entsprechende Stellungenahmen von Bischöfen wie Martin Hein aus Kurhessen-Waldeck, die sich im Namen der Kirche gegen eine Streichung des §219 aussprechen (das ist der Paragraf, der Information über Abtreibungen verbietet und wegen dem die Gießener Ärztin Kristina Hänel kürzlich verurteilt wurde), sowie scharfe Angriffe aus evangelikal-fundamentalistischer Ecke gegen die Chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott, die in einem Kommentar für die Streichung des §219 eingetreten ist.

Hier also ist mein Kommentar auf evangelisch.de.

Vorgestern hatte ich diesen Kommentar bereits angekündigt, worauf es bereits erste interessante Debatten auf Facebook gegeben hat.

Heute hab ich dann den Artikel dort gepostet und die Debatten gehen weiter. 

Ihr könnt natürlich auch gerne hier im Blog diskutieren.

Jetzt auch hier: Das Comeback der Newsletter! (aus der Reihe: gute Vorsätze für das neue Jahr)

Ich weiß nicht, seit wann ich einen Newsletter verschicke, jedenfalls schon seit gefühlten Ewigkeiten. Mindestens jedenfalls seit Sommer 2004, denn von dort habe ich noch einen im Netz gefunden.

Jedenfalls gibt es meinen Newsletter (den ich regelmäßig ungefähr einmal im Monat verschicke) schon länger als ich Blog schreibe oder Twitter und Facebook nutze. Er hat inzwischen ungefähr 800 Abonnent_innen, obwohl, was heißt inzwischen: Die hat er schon lange, das dümpelt so stabil vor sich hin.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich diesen „Kanal“ in den letzten Jahren eben auch ein bisschen vernachlässigt habe, quasi zur Linkschleuder degradiert. Eine Zeitlang dachte ich tatsächlich sogar, dass es ein aussterbendes Medium wäre, weil soziale Netzwerke, Blog-Technologie mit RSS-Feeds und so weiter so ein antiquiertes Ding wie Sammelmails eigentlich überflüssig machen würden. Ich dachte eine Weile, den Newsletter verschicke ich eigentlich nur noch für diejenigen, die zu „altmodisch“ sind, um diesen neumodischen Kram mitzumachen.

Und dann, schau her, werden Newsletter plötzlich wieder modern. In den vergangenen Monaten sind einige Menschen, die ich eigentlich aus der öffentlichen Welt des Bloggens und Twitterns kannte, wieder darauf umgestiegen, Newsletter zu verschicken. Gefühlt mehr Frauen als Männer, aber das kann an meiner Bubble liegen.

Warum eigentlich? Die Antwort ist nicht schwer: Weil die versaute Kommunikationskultur das öffentliche Internet zu einem nicht mehr so schönen Ort gemacht hat. Weil die sozialen Netzwerke Traffic von Blogs abziehen, dort aber Kommunikation gerne zerfleddert und verfranst.

Newsletter hingegen sind irgendwie zumindest gefühlt halböffentliche Kommunikation. Sie sind intimer, persönlicher. Je nachdem, wie die Abonnements-Regeln sind, kann die Absenderin auswählen, wer ihre Mail bekommt und wer nicht. Natürlich gibt es keine Kontrolle darüber, wenn man einige hundert Adressen beliefert muss man immer damit rechnen, dass irgend ein Honk den Text bekommt und einer daraus einen Strick dreht.

Aber es ist eben nicht so einfach, wie auf einen Blogtext zu verlinken oder einen Tweet zu archivieren.

Die Folge davon: Newsletter sind häufig wieder persönlicher, sie bringen etwas Intimes mit, was in den Anfängen der sozialen Netzwerke den Charme auch bei Twitter und Facebook ausgemacht hat, inzwischen aber durch das Durcheinander aus Pöbeleien und Belanglosigkeiten dort doch stark abgenommen hat. Natürlich bieten die vielen Filtermöglichkeiten genug Optionen, um mir meine Timelines halbwegs attraktiv zu basteln. Aber eben nur, wenn ich entsprechend viel Arbeit hineinstecke.

Von daher: Ja, warum soll ich nicht stattdessen einfach wieder Newsletter abonnieren? Ich merke an mir selber, dass ich das mache. Und nachdem ich Jahrelang erzählt habe, dass ich so froh darüber bin, dass E-Mail endlich ausstirbt und vieles davon inzwischen über soziale Netzwerke läuft, habe ich paradoxerweise trotzdem wieder angefangen, mir regelmäßige Mails zu bestellen. Die laufen in einen eigenen Ordner rein, und wenn ich Lust und Zeit habe, schmökere ich darin.

Und es stellt sich manchmal wieder so ein ähnliches Gefühl ein wie früher, als Blogs noch Tagebücher waren und weniger Propaganda. Irgendwie cool, dieses Internet.

Und da ich ja im allgemeinen sowieso gerne jeden Trend mitmache, habe ich mir für das neue Jahr vorgenommen, meinem zuletzt etwas vernachlässigten, inzwischen eben schon fast spätpubertierenden Kind „Newsletter“ wieder ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Chancen zu nutzen, die so ein halböffentliches Medium birgt und nicht nur auf neue Texte und Veranstaltungen zu verweisen, sondern auch ein bisschen mehr zu erzählen. Persönlicher, unfertiger, nicht so druckreif eben wie da draußen in der Öffentlichkeit, wo ich bei jeder Äußerung damit rechnen muss, dass mir jemand irgendwann einen Screenshot davon in den Hals steckt.

Seid also gespannt darauf, was da kommt (ich weiß es ehrlich selbst noch nicht, so ist das mit guten Vorsätzen). Weiterhin kommt der Newsletter ungefähr einmal im Monat, soviel ist klar.

Falls Ihr noch nicht zu den Abonnent_innen gehört, hier gehts zum Subscriben.

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