Schwangerwerdenkönnen. Essay über Körper, Geschlecht und Politik

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Schwangerwerdenkönnen: Essay über Körper, Geschlecht und Politik (Leseprobe)

Ulrike Helmer Verlag
184 Seiten, 17 Euro (E-Book 13,99)

„Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um ein Kind zu gebären“ (Interview mit Heike Kleen, Spiegel Online, 13.8.2019):

Kinderkriegen ist Privatsache? Vielleicht als die klassische Ehe die Norm war. Aber neue Beziehungsentwürfe müssen neue Diskussionen auslösen – nicht zuletzt über Vaterschaft, findet die Politologin Antje Schrupp.

 

Was heißt hier Mutter? Andrea Rödig in Deutschlandfunk Kultur (22.8.2019):

Weil sie die „reproduktive Differenz“ vom traditionellen Geschlechtsdenken entkoppelt, gelingt es Schrupp, eine dezidiert feministische Position – die Schwangerwerdenkönnen als Potenz hervorhebt – mit einer Vorstellung von der Auflösung der Geschlechter zu verbinden. Es geht ihr um „neue freiheitlichere Narrative“ und eine Gesellschaft, in der das Schwangerwerdenkönnen nicht mehr nur als „Frauensache“ abgetan werden kann.

 

Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen (Dorothee Markert auf bzw-weiterdenken.de, 24.8.2019):

Ich las es in einem Rutsch durch, fand es hochspannend und ebenso leicht zu lesen wie meine Krimis, was bei einem so gründlich durchdachten, gründlich recherchierten und belegten Sachbuch schon eine besondere Leistung ist. Während des Lesens staunte ich immer wieder, weil ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Schwangerwerdenkönnen ein hochpolitisches und zudem sehr dringliches Thema bzw. ein Thema „mit großem Politikbedarf“ ist.

 

Eine Frage der Potenz (Marlen Hobrack in Der Freitag, 5.9.2019):

Schwanger werden zu können ist eine Fähigkeit, die die Hälfte der Menschheit nicht hat. Antje Schrupp durchdenkt die Konsequenzen. Ihr Essay ist unbedingt lesenswert, weil der das fundamental menschliche Phänomen mit anderen Augen betrachtet. Und damit auch Anstöße für – nun ja – fruchtbare feministische Debatten liefert. Auf gutes Gedeihen!

 

Interview mit Beate Hausbichler, Der Standard (18.9.2019):

Anfang September brachte in Indien eine 73-jährige Frau Zwillinge zur Welt – mithilfe künstlicher Befruchtung. Auch lesbische und schwule Paare können heute problemlos Eltern werden, Samen- und Eizellenspenden gehören inzwischen ebenso zu den vielgenutzten Reproduktionstechnologien wie die Leihmutterschaft. Im Mai wurden sogar erstmals in Deutschland Kinder nach einer Gebärmuttertransplantation geboren. Die Politikwissenschafterin Antje Schrupp befasst sich in ihrem neuen Buch „Schwangerwerdenkönnen“ mit den politischen und philosophischen Fragen, die diese neuen Möglichkeiten aufwerfen.

 

C. Rauch’sche Buchhandlung (27.8.2019):

Es ist nicht prinzipiell problematisch, biologische Unterschiede wahrzunehmen und sie bei politischen Debatten zu berücksichtigen. […] Aber Biologie muss interpretiert werden, sie spricht nicht für sich, und damit befinden wir uns wieder im Bereich der Politik“ (154). — Antje Schrupp und der Ulrike Helmer Verlag sind dank des höchst bemerkenswerten Essays »Schwangerwerdenkönnen« Steigbügelhalterinnen für eine hoffentlich lebhafte und kreative Diskussion über die „Grundlage unser aller Menschseins, egal welchem Geschlecht wir persönlich angehören mögen“ (155).

 

Natur ist alles, nur kein Argument (Textfonatana auf Freitag-Community, 8.9.2019)

Antje Schrupp schließt mit diesem Buch an eine feministische Diskussion an, die lange als reine Utopie galt (Schwangerwerdenkönnen frei vom Mann oder direktem Besamungsakt…) und die für sehr viele Menschen inzwischen Realität geworden ist. Zudem eröffnet sie eine Diskussion, die, an diesen geschaffenen Realitäten entlang, Handlungs- und Diskussionsbedarf in verschiedenste Richtungen, von feministisch/queeren, philosophischen und wirtschaftlichen Ideen und Szenarien, bis zum Wohle und Schutz der betont, freiwilligen Schwangerschaft formuliert.

 

Interview auf freie-radios.net (1.9.2019):

Ein Buch über die politische Dimension von Schwangerschaft, über Reproduktionstechnologie, die Konstruktion des Vaters und darüber, dass „Mutter sein“ nicht unbedingt an ein Geschlecht gebunden sein müsste.