Debatten vor dem Facebook-Grab gerettet, Teil 3

Politische Debatte ist nicht Propaganda: Gestern habe ich auf Facebook ein bisschen darüber gerantet, wie unfruchtbar die Debatte ist, die sich derzeit zwischen Alice Schwarzer/Emma (man muss sich registrieren, um das lesen zu könne) und Judith Butler/Sabine Hark abspielt. Das gab dann recht angeregte Diskussionen.

Was ist das, was Weiblichkeit ausmacht? Kritisch geäußert habe ich mich auch zu einem Text von Lann Hornscheidt in der Süddeutschen, wo Lann erklärt, warum Lann  sich nicht als Frau identifiziert, nämlich „weil ich mich nicht mit dem, was Weiblichkeit ausmacht, identifizieren kann.“ Finde ich ganz ganz problematisch, denn was soll das denn sein? Ich kann diese Begründung nicht akzeptieren, ich finde sie essenzialistisch. Es gibt nichts, was Weiblichkeit ausmacht, das wissen wir dem Feminismus sei Dank doch längst. Wir (Frauen) sind es, die Weiblichkeit ausmachen, sonst nichts.

Reproduktionstechnik, aktueller Stand: Last not least empfehle ich einen Text von Kirsten Achtelik, der den derzeitigen Stand von Reproduktionstechnologien zusammenfasst, die neuesen Gerichtsurteile sowie die Positionen der maßgeblichen Akteure darstellt. Kritisch sehe ich die Forderungs des LSVD (Lesben-und-Schwulen-Verband Deutschland) nach einer Legalisierung von Leihmutterschaft und Eizellenspende, wozu in den Kommentaren auf Facebook auch diskutiert wurde.