Klonkrieger stellen sich zur Wahl

Sind sie nicht schön, die hessischen Klonkrieger? Über die Männerrunde, die nach der Abwahl der weiblichen Hauptdarstellerin übriggeblieben sind und – bei aller angeblichen Gegnerschaft zueinander – offenbar kulturell sehr schön zusammen passen, hat Judith von Sternburg eine schöne Betrachtung in der Frankfurter Rundschau geschrieben: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1660264& Dass die sexuelle Differenz in der Politik häufig weniger eine Frage der Inhalte ist, sondern vielmehr eine des Gestus, darüber denke ich schon länger nach. Nur dass es eben selten so schön augenfällig wird. Tja, das kommt eben davon, dass die Frauen so unbelehrbar sind: http://antjeschrupp.blogspot.com/2008/11/unbelehrbar-bleiben.html

Unbelehrbar bleiben!

Immer zuverlässig darin, unterschwellige Stimmungen knackig auf den Punkt zu bringen, hat die Bildzeitung gestern eine interessante Frage formuliert: „Ist Ypsilanti so unbelehrbar, weil sie eine Frau ist?“ In dem dazugehörigen Artikel erklärt dann die „Politikberaterin“ Gertrud Höhler, die ja schon lange mit der Mission unterwegs ist, Frauen die Spielregeln des Politbetriebes einzubleuen, warum Andrea Ypsilanti mit ihrem Vorhaben, Ministerpräsidentin von Hessen zu werden, ganz einfach scheitern musste: „Sie hat ihre Lektion nicht gelernt“. Wer, frage ich da mal keck zurück, ist eigentlich der Schulmeister? Welche Lektionen genau sind es, die hier gelernt werden müssen, bevor eine sich politische Ambitionen erlauben darf? Das hat an anderer Stelle ein alter Bekannter beantwortet: Joschka Fischer ließ über die Nachrichtenagenturen verbreiten, Ypsilanti habe „das Einmaleins der Koalitionsbildung“ nicht begriffen. Interessant, wie einer jetzt den Staatsmann gibt, der doch selbst mal dadurch berühmt geworden war, dass er sich allen Lektionen verweigert und in Turnschuhen den Amtseid zum hessischen Minister leistete. Aber klar: Joschka Fischer

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