Kategorie: Feminismus
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Die neue Lust auf Patriarchat
Seit einiger Zeit hörte ich immer mal wieder hier oder da nebenbei von dieser TV- und Buchserie namens „A Game of Thrones“. Als ich im November dann vor der Frage stand, was ich mir als Urlaubslektüre auf den Reader laden soll, dachte ich: Les ich das doch mal. Seither denke ich nun über etwas nach,…
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Audre Lorde: Poetik des politischen Denkens
Ein wichtiges Zeitdokument des „Zweite-Welle-Feminismus“ gibt es jetzt als Film: Aus Material, das sie in den achtziger Jahren gedreht hat und durch aktuelle Interviews ergänzt, hat Dagmar Schultz eine Dokumentation über Audre Lorde’s „Berliner Jahre“ (1984 bis 1992) geschnitten. Ich sage: Anschauen! (Man kann die DVD für 19,99 Euro kaufen, oder auch hier). Als Audre Lorde damals…
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„Ich bin kein Sexist“ – so what?
Heute möchte ich mal ein weiteres Nonsens-Argument unter die Lupe nehmen (sozusagen als Sequel zu der Sache mit den „verletzten Gefühlen“), das in politischen Debatten immer wieder vorgebracht wird, nämlich der Hinweis „Ich bin kein Sexist!“ Also zum Beispiel „Ich bin kein Sexist“, wenn ich Podien nur mit Männern besetze, wenn ich männliche Bezeichnungen für gemischte…
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Kleiner Versuch, den Atheismus zu verstehen
Nachdem mein Buch „Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage“ herausgekommen war, kam die Frage auf, warum ich nicht auch jemanden aus dem Bereich Atheismus interviewt habe. Dafür gibt es Gründe, trotzdem interessiert mich das Thema, und ich würde dem gerne nachgehen. Erste Rechercheversuche ergeben jedoch, dass das ein seeeehr weites Feld ist. Das fängt schon mit der…
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Der letzte heiße Chice
Ich bin aus dem Urlaub zurück und deshalb ein wenig grantig, also rante ich gleich mal hier rein. Im Flugzeug bemerkte ich den letzten heißen Chice (im Sinne von „Scheiß“), den sich eine ganze Reihe von Damen in Erwartung des winterlichen Deutschlands an die Füße gebunden hatte: Stöckelschuhe im Stiefelformat. Normalerweise neige ich ja nicht…
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Definitionsmacht
Darüber wollte ich schon länger etwas bloggen, aber irgendwie brauche ich für sowas immer einen konkreten Anlass, und der kam heute morgen über meinen Feedreader. Heise berichtet darüber, dass einem verurteilten Straftäter nicht der Zugang zum Internet gesperrt werden darf: Anlass für das Urteil war der Fall eines 55-jährigen Voyeurs. Er war verurteilt worden, weil…
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Netzfeminismus, was soll das denn sein?
Heute bin ich zum Thema Netzfeminismus vom dradio Breitband interviewt worden (wird morgen zwischen 14 und 15 Uhr gesendet), und dabei fiel mir auf, dass bei diesem Thema zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen nebeneinander bestehen oder miteinander vermengt werden, und zwar: 1. Feminismus, der das Internet als Medium nutzt, und 2. Netzpolitik aus feministischer Perspektive Es gibt…
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Von der Wichtigkeit politischer Beziehungen und der Schwierigkeit, Neues zu vermitteln
Derzeit kreist ein merkwürdiges Schulterklopfen durchs Internet, bei dem man sich gegenseitig dazu gratuliert, irgendwie Mitte und nicht so radikal zu sein. Nicht so radikal feministisch, nicht so radikal antirassistisch, nicht so extrem, nicht so gaga, nicht so unverständlich, sondern so, dass es an den Mainstream anschlussfähig bleibt. Ich frage mich, wann es angefangen hat,…
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Kurz meine fünf Zent zum Mainzer Männer-Medien-Disput
Der Deutsche Journalistinnenbund hat einen etwas sarkastischen offenen Brief an Thomas Leif, den (Mit-)Organisator des Mainzer Mediendisputes geschrieben, in dem kritisiert wird, dass bei diesem Ereignis praktisch nur die Ideen und Ansichten von Männern zur Diskussion gestellt werden. Die Mit-OrganisatorInnen nahmen Leif daraufhin in einer Stellungnahme in Schutz und rechtfertigen ihre Speaker-Auswahl mit der immer wieder…