Das Ende der Bohème

Das war ja wohl der Hammer-Vorspann in der taz vom vergangenen Mittwoch (8. April): Im New Yorker Hotel Chelsea schrieb William Burroughs „Naked Lunch“. Bob Dylan blieb vier Jahre lang. Sid Vicious ermordete seine Freundin in Zimmer 103. Das New Yorker Hotel Chelsea ist das Künstlerhotel. Investoren wollen jetzt ein Luxushotel daraus machen – doch die Bewohner wehren sich. Und dann folgt ein rührseliger Artikel über „Das Biotop für die Boheme“ und wie ungeheuer schrecklich es ist, dass dieses tolle Hotel, in dem tolle Hechte tolle Bücher geschrieben und ihre Freundinnen ermordet haben (ist ja wohl beides irgendwie ein Ausdruck von KREATIVITÄT) jetzt einfach nicht mehr weiter existieren soll. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass die taz die inklusive Sprache längst aufgegeben hat – die Bewohnerinnen hatten bei all den tollhechtigen Bewohnern des Hotel Chelsea wahrscheinlich eh nix zu sagen. Wer über all das mehr wissen will, kann das Buch: „Women of the Beat Generation“ lesen (von Brenda Knight, Conari Press

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