„Diese östrogeninduzierte Unfähigkeit zur Logik macht mich rasend“

Nachdem mein Buch „Schwangerwerdenkönnen“ vorige Woche in den Buchhandel kam, gab es ein Interview dazu in Spiegel-Online, worüber ich mich sehr gefreut habe. Das gibt natürlich eine schöne Reichweite über die eigene Bubble hinaus. Leider aber auch hinein in die Szene der Frauen- und Feministinnenhasser. Einer dieser  hat sich in einem sehr länglichen Text mit diesem Interview auseinandergesetzt und dabei ein für dieses Genre so dermaßen idealtypisches Pamphlet geschaffen, dass ich ein paar Highlights hierhin kopiere (Achtung, Triggerwarnung, schlimm schlimm). Ich schwöre, ich hab es nur gekürzt und mir nicht ausgedacht. Um dort nicht noch für Traffic zu sorgen, setze ich keinen Link. Ich würde auch davon abraten, sich hinzugooglen.) Normalerweise ignoriere ich dieses Genre inzwischen, aber wenn ich davon erzähle, stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen sich tatsächlich keine Vorstellung davon machen, mit welchen Reaktionen zu rechnen ist, wenn man (zumal eine Frau) feministische Ansichten öffentlich vertritt. Dieser Text ist so typisch, dass er sich geradezu als

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Kleine Trollologie

Heute war in der FAZ eine Innenansichtsstudie eines Trolls. Ich fand die einerseits interessant, andererseits ist das aber natürlich nur eine Sorte von Trollen. Bestimmt gibt es von dieser Sorte viele, zumal sie ja auch so ungeheuer viele Kommentare schreiben. Und vermutlich sind sie auf den großen Nachrichtenseiten auch stark präsent. Aber man darf das Phänomen nicht darauf begrenzen. Deshalb hier mal eine kleine Trollologie, gründend auf der inzwischen durchaus reichhaltigen Erfahrung in diesem Blog (Triggerwarnung: Die Kategorien kommen mit Beispielen!): 1. Der aggressive Frauenhasser Er hasst Frauen und macht das in seinen Kommentaren ganz unmissverständlich klar: Er schreibt zum Beispiel, ich sei eine „Fotzenkuh“, die es nicht besser verdient hat, als ermordet und vergewaltigt zu werden. Zumal ich ja auch mit ihm ganz genau dasselbe vorhabe: „Wenn das so ist, dann komm doch her und töte mich. Ich bin ja scheinbar nichts wert weil ich rein zufällig mit einem Penis geboren wurde.“ 2. Der Die-ganze-Welt-Hasser Der klassische Troll – sozusagen der aus dem oben verlinkten Artikel – ist ganz

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Trolle und ihre Absichten

Gestern habe ich drüben in meinem Gottblog christliche Fundamentalisten mit Trollen verglichen, weil auch sie eine sinnvolle Diskussion unmöglich machen. In der Kommentardiskussion wurde als Einwand gegen diesen Vergleich vorgebracht, dass religiöse Fundamentalisten meist keine böse Absicht haben, sondern ehrlich überzeugt sind, „im Namen des Herrn“ unterwegs zu sein. Die böse Absicht jedoch sei das wesentliche Charakteristikum von Trollen. Trollen ginge es nicht um die Sache, sondern sie würden Diskussion absichtlich stören bzw. hätten unlautere Motive wie Spaß am Stören, Suche nach Aufmerksamkeit, den Wunsch, Schaden anzurichten. Mit dieser Definition von Trolltum bin ich nicht einverstanden. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es sicher auch Trolle gibt, die einfach Spaß daran haben, andere zu ärgern. Aber ich glaube, wenn wir das Phänomen in erster Linie unter diesem Gesichtspunkt betrachten, geht das am Kern der Sache vorbei. Denn für den Effekt, den ein Troll für den Diskussionsverlauf hat, ist es ganz egal, in welcher Absicht er das macht. Aus meiner eigenen Erfahrung in diesem Blog kann

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