So viele Frauen, damals…

Gerade habe ich das Buch „Hammerstein oder Der Eigensinn“ von Hans Magnus Enzensberger ausgelesen. Es ist ein sehr interessantes Buch, es geht um den Chef des Deutschen Heeres, General Kurt von Hammerstein-Equord, der ein Gegner des Nationalsozialismus war und 1934 deshalb zurückgetreten ist. Es geht um die ambivalenten Diskussionen im Militär und unter Adligen darüber, was man von Hitler halten sollte (die meisten hielten nichts von ihm) und ob man aktiv was gehen ihn unternehmen sollte (dabei waren die meisten bekanntlich zu zögerlich – Hammerstein starb 1943 an Krebs, also vor dem Attentat vom 20. Juli 1944). Das alles ist höchst interessant und gut gefiel mir auch, wie Enzensberger das aufschreibt (mit verschiedenen Formen, u.a. fiktiven Interviews mit den Protagonistinnen und Protagonisten). Was mich aber am meisten frappiert hat, das war die große Anzahl von Frauen, die hier eine aktive Rolle gespielt haben. Man könnte fast sagen, das Buch wimmelt nur so von ihnen. Und das bei so einem Thema:

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