Muss die Frauenbewegung zum Friseur?

Das Thema Frauenbewegung boomt ja nach wie vor auf allen Kanälen. Auf den vielen Seiten, die zum Beispiel die taz zum Internationalen Frauentag am 8. März dem Thema gewidmet hat, fand ich gleichwohl nicht viel Inspirierendes. Zum Beispiel ärgert es mich, wenn immer wieder behauptet wird, die Frauenbewegung sei tot und hätte – so schreibt es Heide Oestreich in ihrem Leitartikel – nur in den „akademischen Gefilden der Gender-Studies“ überlebt. Also ich mache andere Erfahrungen. Ziemlich problematisch finde ich auch, wenn Forderungen nach mehr Krippenplätzen und besseren Berufschancen neuerdings immer mit den Anforderungen „der Wirtschaft“ und ihrem Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften gerechtfertigt werden. Ist das ein Argument? Und last not least kann ich auch nicht mehr hören, dass die Frauenbewegung ein neues Image braucht – „den Kaftan ausziehen und zum Friseur gehen“ soll sie, meint etwa die Journalistin Susanne Klinger, die auch grade an einem Feminismus-Buch schreibt. Um dies und mehr und was davon zu halten ist wird es auch bei den anstehenden Veranstaltungen gehen, die in den nächsten Wochen auf meiner Agenda stehen:

– Was kommt nach der Gleichstellung? Vortrag zum 10. Jubiläum der Gleichstellungsstelle im Landkreis München, Freitag, 30. März, in Grünwald, Bavariafilmplatz 3, 17 Uhr
– Frauen und Konkurrenz. Vortrag bei der „Initiative Frauen, Leben und Arbeit in Mittelhessen“, Gießen, Dienstag, 17. April, 20 Uhr, Universität.
– Frauen zurück an den Herd? Zukunft des Feminismus, am Dienstag, 24. April, in Unna (genaue Uhrzeit und Ort stehen rechtzeitig auf meiner Internetseite, ebenso Infos zu den Veranstaltungen im Einzelnen: www.antjeschrupp.de/vortrag.htm.
– Was ist weiblich? Vortrag und Diskussion bei den Frauenstudien in München, Mittwoch, 25. April, 20 Uhr, Baumstraße 8.
– Mein Vortrag vom vergangenen Wochenende beim Studientag der Ev. Frauenverbände Bayerns steht im Internet unter www.antjeschrupp.de/wo_stehen_frauen_heute.htm
– Vorschau: am 28./29. April gibt es im Frauenzentrum Mainz ein Seminar zur weiblichen Ökonomie unter dem Titel „Frauen teilen die Welt anders“ mit u.a. Dorothee Markert, Claudia von Werlhof und mir, das ich euch jetzt schon empfehlen will – Näheres im nächsten Newsletter oder jetzt schon als Programmdownload auf meiner Website: www.antjeschrupp.de/FlyerFemPosmini.pdf

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