Dummheit

Interessantes Interview über Dummheit. Ich teile das meiste.

Vor einiger Zeit schon hatte ich mal eine Debatte über Dummheit anstoßen wollen, da gab es aber viele Einwände, manche Leute fanden es überheblich, andere „dumm“ zu nennen. Oder diskriminierend (ähnlich, wie wenn man „behindert“ als Schimpfwort nehmen würde). Oder diskursverweigernd, nach dem Motto, man kann doch nicht andere Meinungen einfach als „dumm“ abqualifizieren.

Mich hat das nicht ganz überzeugt, und ich sehe es ähnlich wie Heidi Kastner in diesem Interview: Dummheit ist etwas, das man beschreiben und analysieren kann. Sie hat nichts mit Intelligenz oder ihrem Fehlen zu tun, generell nichts mit Fähigkeiten, die man (nicht) hat. Sondern Dummheit ist eine Praxis, eine Geisteshaltung, die schädlich ist, wenn auch nicht immer selbst verschuldet, da auch gesellschaftliche Umstände Menschen „dumm machen“ können.

Aber man muss gegen die Dummheit etwas unternehmen, denn sie richtet Schaden an.

Eine Antwort

  1. Danke für den Tipp!

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Foto: Heike Rost

Antje Schrupp

Ich bin Journalistin und Politikwissenschaftlerin und lebe in Frankfurt am Main. Mein Thema ist besonders weibliche politische Ideengeschichte. Aktuelles Buch: „Unter allen Umständen frei“ über revolutionären Feminismus am Ende des 19. Jahrhunderts – Victoria Woodhull, Lucy Parsons und Emma Goldman. Am 10. Februar 2025 erscheint „Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern“ (Aufbau Verlag)

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