Neue Rezensionen bei Youtube

Kleiner Hinweis zwischendurch: Auf meinem Youtube-Kanal gibt es wieder ein paar neue Bücher. wie Ihr sehen werdet, war ich mir zwischendurch bei der Frisörin 🙂 Hengameh Yaghoobifarah: Ministerium der Träume (Roman über Schwestern) Florence Hervé (Hg): Louise Michel oder die Liebe zur Revolution (Kleines Bändchen, prima Einstieg, wenn man sich mit der berühmten Kommunardin mal beschäftigen möchte) Margarete Susman: Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes (1945 geschrieben als unmittelbare Reaktion einer der wichtigsten jüdischen Denkerinnen ihrer Zeit auf den Holocaust, sehr interessant!) Beate Hausbichler: Der verkaufte Feminismus (Kritik an der kapitalistischen Einverleibung feministischer Ideen, fand ich nicht ganz neu und auch nicht restlos überzeugend) Dass die Welt wohnlich wird – eine Festschrift zum 65. Geburtstag von Ina Praetorius (Ein Sammelband mit Texten rund um Inas Themen Care, Ökonomie, Ethik, von mir ist auch ein Beitrag drin)

Corona, die dritte.

So, Wir haben es tatsächlich geschafft und zum dritten Mal das Holzpferd der Griechen reingeholt in der Hoffnung, diesmal wären keine Soldaten drin. Dank der deutschen Ignoranz-Mentalität können jetzt also Kinder die nächsten zwei Monate wieder nicht in die Schule gehen. Und, ach, Digitalkonzepte haben wir ja auch immer nicht, weil Kinder MÜSSEN doch in die Schule gehen. Ja, aber bei einer grassierenden Pandemie KÖNNEN sie halt nicht in die Schule gehen. Aus diesem Anlass noch zwei Worte zu dem wirklich bescheuerten Argument, man müsse sich von den Inzidenzwerten lösen. Ja, die Inzidenzwerte geben keine realistische Zahl der Fälle an, aber sie zeigen eine Tendenz. Steigen oder Fallen. Und jedes Steigen ist beim Corona-Virus EXPONENTIELLES Steigen. Das heißt: Es steigt immer schneller und irgendwann extrem schnell. Das heißt, solange der R-Wert nicht unter eins liegt, ist es SCHEISSEGAL wie schnell genau die Zahlen steigen, sie werden in einem absehbaren Zeitraum explodieren, und ob das nun zwei Wochen früher oder später

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Corona mal wieder: Warum ich die nächsten Monate extra vorsichtig sein werde

Hier mal wieder ein kleiner Update zur Corona-Lage, weil wir momentan in einer schwierigen Phase sind und auch unter denen, die nicht schwurbeln und verharmlosen, zurzeit ein paar Irrtümer kursieren. Es deutet einiges darauf hin, dass es in Deutschland trotz aller Unwägbarkeiten (vor allem bezüglich der Mutationen und der Dauer der Impfungen) weiterhin keine Zero-Covid oder auch No-Covid-Strategie geben wird, sondern so viel wie möglich geöffnet wird, sobald die Intensivstationen wieder etwas mehr Kapazitäten haben. Das heißt, man will mehr Inzidenzen und Neuinfektionen zulassen und sich bei Maßnahmen eher nach schweren Erkrankungen und freien Intensivbetten richten. Zum Beispiel Hessens Ministerpräsident Bouffier, der die Lockerungen ab März begründet mit: „Die Inzidenzwerte sollen an Bedeutung zur Beurteilung der Lage verlieren, weil Altenheime vor allem durch Impfungen besser geschützt und die Kliniken nicht überlastet sind.“ Was sich jedoch viele nicht klar machen, ist, dass das auf deutsch heißt: Wir lassen dann jetzt halt 50-70-Jährige sterben. Denn es stimmt: Wenn die über-80-Jährigen geimpft sind,

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Neue Bücher

Hier ein Update für diejenigen, die nur dem Blog folgen: Es gibt neue Beiträge in der Reihe „Antje las ein Buch“ Mithu M. Sanyal: Identitti (Roman über eine Studentin der Postcolonial Theory, deren verehrte Professorin sich plötzlich als Weiß herausstellt) Lamya Kaddor (Hg): Muslimisch und liberal (Sammelband mit interessanten Beiträgen zum Islam heute) Doris Lessing: Die Memoiren einer Überlebenden (Science Fiction Roman von 1974) Letzteres las ich, weil es das Thema unseres jüngsten Zoom-Gespräches aus der bzw-Redaktion ist. Hier der Text dazu von Anne, die das Buch vorgeschlagen hat Hier der Link direkt zum Video Als Special Gästin mit dabei ist diesmal übrigens die wunderbare Julia Fritzsche, Autorin von „Tiefrot und radikal bunt“.

Nicht Marxistin und auch nicht Anarchistin gibts jetzt als E-Book

Weil im Vorfeld des 150. Jubiläums der Pariser Kommune im März einige Leute Interesse an meiner Diss hatten, in der es auch viel um die Kommune geht, habe ich sie jetzt nochmal für 5 Euro als E-Book veröffentlicht. Das Buch war nämlich schon lange nicht mehr über den Verlag und inzwischen auch kaum noch antiquarisch zu bekommen. Ihr könnt das E-Book im einschlägigen Online-Buchhandel als E-Pub oder für Kindle kaufen. Titel: „Nicht Marxistin und auch nicht Anarchistin“. Ich schreibe darin über die politischen Ideen von vier Sozialistinnen, die im 19. Jahrhundert aktiv waren und sich unter anderem auch in der Ersten Internationale engagierten: Virginie Barbet, Elisabeth Dmitrieff, André Léo und Victoria Woodhull. Zwei von ihnen – Dmitrieff und Léo – sind gleichzeitig auch Führungsfiguren der Pariser Kommune 1871 gewesen, die ja zu einem erheblichen Teil auch von der Internationale geprägt war. Meine Diss erschien bereits 1999, das heißt, sie ist nicht mehr so ganz taufrisch, aber abgesehen von Victoria Woodhull,

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Youtube-Reihe „Antje las ein Buch“

Hier eine kurze Information: Seit einiger Zeit habe ich angefangen, meinen Youtube-Kanal wieder etwas zu bespielen, unter andere mit der Reihe „Antje las ein Buch“, in der ich Bücher vorstelle, die ich gelesen habe. Bisher sind zum Beispiel Videos online über: Hanna Poddig, Leo: Kleine Geschichte der Umweltbewegungen Riane Eisler: Die Verkannten Grundlagen der Ökonomie Ina Praetorius: Im postpatriarchalen Durcheinander Mieko Kawakami: Brüster und Eier Naika Foroutan, Jana Hensel: Die Gesellschaft der anderen Veronika Kracher: Incels Susanne Kaiser: Politische Männlichkeit Jacinta Nandi: Die schlechteste Hausfrau der Welt Carel van Schaik, Kai Michel: die Wahrheit über Eva Das ist jetzt nicht ganz die chronologische Reihenfolge, aber ihr könnt nicht nur am Datum, sondern auch an meiner Frisur sehen, was früher oder später war, denn ich habe mit der Reihe ungefähr angefangen, als ich das letzte Mal bei der Friseurin war, lol. Da nicht alle Youtube abonnieren möchten, werde ich euch in Zukunft hier ungefähr einmal im Monat auf die neuen Buchrezensionen

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Warum „Eigenverantwortung“ bei einer Pandemie nur bedeutet, die Arschkarte nach unten durchzureichen

Die Inzidenzen sinken, die ersten Lockerungsdiskussionsorgien gehen schon wieder los, aber wenn die Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Thema auskennen, Recht behalten (und das haben sie seit Anfang der Corona-Pandemie immer), dann steht uns ein harter Frühling bevor, und ein Wettlauf zwischen Impfstoff und neuen Mutationen, den wir vielleicht verlieren. Das würde bedeuten, das Corona-Schlamassel geht noch bis nächstes Jahr Minimum so weiter. Zur Lage möchte ich zwei Beobachtungen aus den vergangenen Tagen beisteuern, bei denen mir klar geworden ist, warum das Konzept der „Eigenverantwortung“ nur heißt, die Arschkarte nach unten weiterzugeben. Und warum wir nur dann überhaupt eine Chance haben, noch dieses Jahr aus dem Permanent-Lockdown rauszukommen, wenn es endlich klare verbindliche Vorgaben zum Umgang mit dem Virus gibt, für die auch die Menschen in leitenden Positionen Verantwortung übernehmen. Erstes Beispiel im Foyer eines Verwaltungsgebäudes. Es ist später Nachmittag, nicht mehr viel Publikumsverkehr. Pförtner, Hausmeister und Reinigungskräfte insgesamt fünf Personen, stehen eng zusammen und unterhalten sich angeregt, ohne Maske.

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Kleine, interessante Youtube-Erfahrung

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, meine Lektüre-Gedanken zu neuen Büchern auf Youtube zu posten – irgendwie ist mir momentan mehr nach Video- als nach Textbeiträgen. Beim Youtuben halte ich es ebenso wie ich es hier schon 2011 über das Bloggen schrieb – ich mache das nicht für euch, sondern für mich. Deshalb verfolge ich die Reichweite normalerweise nicht, aber bei Youtube wird das ja ständig prominent unter jedem Video eingeblendet. Ich fing also im November an mit Jacinta Nandis tollem Buch „Die schlechteste Hausfrau der Welt“ und hatte seither ein bis zwei weitere Videos pro Woche. Da ich meinen Youtube-Kanal bisher faktisch gar nicht bespielt hatte, wunderte ich mich ein bisschen, dass das Video gleich über 300 Aufrufe hatte, aber dache nicht weiter darüber nach. Die folgenden Videos hatten nicht ganz so viel, aber die meisten lagen konstant zwischen um die 200 und 300 Aufrufen. Bis es irgendwann einbrach auf nur noch 80. Beim ersten Video, das so wenig

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Warum Corona tödlicher ist als Ebola

Als vor einem Jahr die ersten Berichte über ein neues Virus bekannt wurden, war ich früher als andere in Alarmstimmung. Spätestens seit dem Ausbruch bei einer Karnevalsfeier in Gangelt war ich zudem auf der eher skeptischen Seite, was die Schwere des Verlaufs der Pandemie in Deutschland angeht. Aber dass wir ein Jahr später nur hierzulande 50.000 Tote zu beklagen haben würden, damit hätte ich nicht gerechnet. Wie vermutlich die meisten habe auch ich damals vielmehr aufgeatmet, als klar wurde, dass Corona im Fall einer Infektion sehr viel weniger tödlich ist als Mers (mit einer Sterblichkeitsrate von um die 25 bis 50 Prozent) oder gar Ebola (50 bis 90 Prozent). Corona hingegen hat eine Sterblichkeitsrate von grade mal rund 0,5 Prozent, also insgesamt nicht so furchterregend, oder? Ich dachte das damals: „Corona ist viel weniger tödlich als andere Viren, da haben wir nochmal Glück gehabt.“ Inzwischen ist mir aber klar geworden, dass genau das das Problem an Corona ist. Gerade wegen

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