Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Elternschaft muss freiwillig sein! Warum es für Väter ein Opt-Out geben sollte

    Kürzlich sprach ich bei einem Thementag des Elternreferats des AstAs an der Uni Mainz über das Schwangerwerdenkönnen, und in der anschließenden Diskussion sorgte eine Fragestellung für Kontroversen, die ich so nicht erwartet hätte: Ob es für Väter (beziehungsweise für die Männer, mit deren Sperma eine Frau schwanger geworden ist) die Möglichkeit eines „Opt-Out“ geben sollte. Irgendwo hatte ich…

  • Die Feministin und ihre patriarchalen Traditionen

    Wie gehen wir als Feministinnen mit den patriarchalen Traditionen und Kulturen um, in denen wir (fast alle) aufgewachsen sind? Diese Frage stellt sich immer wieder mal. Mir wurde sie explizit bei einer Veranstaltung kürzlich gestellt, bei der es um Geschlechtergerechtigkeit in Christentum und Buddhismus ging, wobei ich den christlichen Part auf dem Podium übernommen hatte.…

  • Wie man „Sexismus in bestimmten Einwanderermilieus benennen kann“

    Allen, die Sexismus bekämpfen möchten, ohne dabei auf rassistische Stereotype zurückzugreifen, wird in letzter Zeit regelmäßig vorgeworfen, wir würden Sexismus verharmlosen, der von nicht-deutschen Männern begangen wird. Denn, so die Unterstellung: Wenn man einen Migranten für sexistisches Verhalten kritisiert, wird man ja von unseresgleichen sofort als Rassist beschimpft. Wenn so eine Behauptung von Rechtsaußen kommt, ist das zu erwarten…

  • Twitter, Rom und die Entstehung des Kapitalismus

    Besondere Umstände, Episode 21: Benni und ich haben diese Woche wieder gepodcastet, mit interessanten Themen, wie wir finden :)) Klickst du hier!

  • Ist Leihmutterschaft Arbeit?

    Im Zusammenhang mit meinem kleinen Projekt des Nachdenkens übers Schwangerwerdenkönnen ist ein besonders wichtiges Thema das der Biotechnologie. Schwangerwerdenkönnen ist ja längst nicht mehr einfach die Art und Weise, wie Menschen sich reproduzieren. Es ist auch seit langem ein Feld juristischer, moralischer und sozialer Aushandlungsprozesse, die sich hauptsächlich um die Frage drehen, wie Kulturen die…

  • Hic sunt leones. Oder: die Grenzen des Paradieses.

    Ich denke aus gegebenem Anlass seit einer Weile über Grenzen nach und die Frage, welche ideengeschichtliche und symbolische Funktion sie haben. Wir sind heute oft versucht, das Vorhandensein von territorialen Grenzen für etwas Selbstverständliches und Naturgegebenes zu halten. Aber mir scheint die Idee, die Erde (die doch offensichtlich niemandem „gehört“, sondern Lebensraum aller ist) in…

  • Die Gefühle der Männer von 68

    Hier kurz noch notiert ein Buch, das ich gelesen habe: „Männlichkeit zwischen Gefühl und Revolution. Eine Emotionsgeschichte der bundesdeutschen 68er-Bewegung“ von Stefanie Pilzweger. Anhand von neun politischen Themenbereichen, die für die 68er wichtig waren, identifiziert die Autorin unter Heranziehung von zeitgenössischen Quellen und Dokumenten Gefühle, die dabei eine Rolle spielten. So waren die politischen Utopien der…

  • Kleines Lob auf die Non-Mentions

    An den Diskussionen über den Feminismus, die dieser Tage nach einem Text von Meike Lobo durchs Netz toben, habe ich mich nicht beteiligt, weil mich dieses Thema etwas ermüdet und ich glaube, dass das alles vor allem zur Folge hat, von den inhaltlichen wichtigen Debatten eher abzulenken. Vor einer ganzen Weile (oh, scheiße, vor über fünf Jahren) hatte…

  • Besondere Umstände 20: Merkel und Wahrheit

    Heute haben Benni und ich wieder gepodcastet. Wir sprachen über Angela Merkel, Flüchtlinge, globale Krisen, und in einem zweiten Teil über Wissenschaft und Wahrheit, Erkenntisformen, Relativismus und Postmoderne. Alles in handlichen nicht mal eineinhalb Stunden. Bitte hier entlang.

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