Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Sexismus und Regen. Oder: Drei Gedanken zu Fappygate

    Ich habe nur nebenbei die Geschehnisse rund um #fappygate mitbekommen, weil ich die Tage viel unterwegs war. Im Kern ist wieder mal etwas passiert, das im Netz (und sonstwo auch) ja eigentlich dauernd passiert: Ein reichweitenstarker und gut vernetzter Mann bemerkt irgendwo eine Feministin, deren Äußerungen seiner Ansicht nach unwahr, überzogen, zu radial oder undiplomatisch sind,…

  • Was verlorengeht, wenn das Internet normal wird

    Wenn ich Freundinnen, die nicht dort sind, in den vergangenen Jahren von Twitter und von Facebook erzählt habe und davon, warum ich dort so gerne bin, habe ich immer gesagt, dass man dort interessante Leute treffen kann, außerhalb der eigenen „Filterbubble“. Andere Strömungen des Feminismus zum Beispiel. Leute mit anderen Interessen, aus anderen Szenen, mit…

  • Besondere Umstände megaXtreme und mit Gast

    Schon vor genau einer Woche haben Benni und ich wieder gepodcastet, diesmal unter besonders Besonderen Umständen, nämlich mit Gast: @communeva war zu Besuch. Deshalb wurde die Folge auch MegaXtreme – knapp über zwei Stunden! Leider war unser Host podcaster.de kaputt, weshalb wir die Folge erst gestern hochladen konnten. Unsere Themen diesmal: Sexualität, Gaza, Irrationalität (ja, merkwürdige…

  • Freiheit unterm Schleier? Hm, so eher nicht

    Mit dem muslimischen Kopftuch geht es mir ein bisschen wie mit der Prostitution: Ich bin unbedingt dagegen, es zu verbieten oder Frauen, die sich dafür entscheiden, zu stigmatisieren, zu diskriminieren oder für willenlose Opfer zu halten. Aber ich bin gleichzeitig der Ansicht, dass es sich dabei um eine Praxis handelt, die nur innerhalb von patriarchalen Kulturen Sinn ergibt und…

  • Drei Gedanken zur autoritären NS-Erziehung

    Heute morgen habe ich auf Facebook diesen Artikel geteilt über den Anteil, den autoritäre Erziehung an den Kindheitstraumata der heute älteren Generation hat. Daraus ergab sich eine rege Debatte, die bei mir drei Gedanken aufkommen ließ, die ich hier im Blog gerne festhalten möchte. Erstens die Frage nach der Besonderheit nationalsozialistischer Erziehungsmethoden. Viele weisen in diesem Diskussionsstrang…

  • Neonorangener Feminismus

    Wenn ich ein Buch empfehle, das weitgehend im generischen Maskulinum geschrieben ist, das gleich am Anfang behauptet, Feminismus bedeute, dass Frauen die gleichen Rechte haben wollen wie Männer, das mit der Aufforderung „Geh wählen!“ endet und „Das Spiel von Eis und Feuer“ als Roman für das feministische Herz anpreist – dann wundert Ihr euch wahrscheinlich. Trotzdem finde ich…

  • „Kämpfen ohne zu hassen, Auflösen ohne zu zerstören“

    Ohnmachts-Erfahrungen gibt es im Bereich des Politischen viele. Oft scheint es, als müssten wir uns damit abfinden, dass es Kriege gibt, dass die Umwelt zerstört wird, die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, die Geheimdienste uns alle ausspähen und so weiter. Diese Diagnose, dass Politik zunehmend ohnmächtig erscheint, war bereits Ausgangspunkt für das…

  • „Frauensachen“ sind nicht unbedingt Frauensache – zum Streit um Brandeins

    Die Brandeins ist eine der wenigen Zeitschriften, die ich noch abonniert habe, und zwar, weil ich dort relativ viel Neues und Interessantes erfahre. Dass ich dort hauptsächlich Geschichten über Männer lese, daran habe ich mich schon gewöhnt. Ich bedaure es, aber was soll man machen, man kann ja nicht immer nur meckern, selbst als Feministin…

  • Optimismus und Visionen statt „Klasseninteresse“

    Im Juni habe ich in Paris an einem Kolloquium zum 150. Jahrestag der Gründung der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA) 1864 teilgenommen – zusammen mit etwa 25 Forschern und einer anderen Forscherin aus verschiedenen Ländern, die alle kurze Vorträge hielten, plus noch einmal zehn oder zwanzig Personen „Publikum“. Es war also ein eher intimer Kreis… Thema war…

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