Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Warum ich nicht von Euch finanziert werden will

    Der amerikanische Blogger Andrew Sullivan will, wie Stefan Niggemeier berichtet, sein Blog nicht mehr von Werbung oder Investoren finanzieren lassen, sondern von den Leserinnen und Lesern. Hm,  ist das so eine gute Idee? Ich hab, seit ich das gelesen habe, darüber nachgedacht, ob ich das wollen würde, und komme zu dem Schluss: Nein. Meiner Ansicht…

  • „Ich bin kein Sexist“ – so what?

    Heute möchte ich mal ein weiteres Nonsens-Argument unter die Lupe nehmen (sozusagen als Sequel zu der Sache mit den „verletzten Gefühlen“), das in politischen Debatten immer wieder vorgebracht wird, nämlich der Hinweis „Ich bin kein Sexist!“ Also zum Beispiel „Ich bin kein Sexist“, wenn ich Podien nur mit Männern besetze, wenn ich männliche Bezeichnungen für gemischte…

  • Nachklapp zum Thema Gott oder was auch immer

    Ich bin  ziemlich überwältigt von der zahlreichen Resonanz auf meine Frage nach dem Atheismus und danke allen, die kommentiert haben. Mir ist beim Lesen eurer Schilderungen und Berichte vieles durch den Kopf gegangen, und einiges davon möchte ich hier schonmal festhalten. Einige Punkte sind ja häufiger gesagt worden, zum Beispiel, dass der Atheismus oder das…

  • Kleiner Versuch, den Atheismus zu verstehen

    Nachdem mein Buch „Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage“ herausgekommen war, kam die Frage auf, warum ich nicht auch jemanden aus dem Bereich Atheismus interviewt habe. Dafür gibt es Gründe, trotzdem interessiert mich das Thema, und ich würde dem gerne nachgehen. Erste Rechercheversuche ergeben jedoch, dass das ein seeeehr weites Feld ist. Das fängt schon mit der…

  • Es geht nicht um verletzte Gefühle

    Eine immer wieder kehrende Argumentationsfigur im Zusammenhang mit Kritik an sexistischen oder rassistischen Vorfällen ist das Bedauern darüber, dass Gefühle verletzt wurden: Das sei keineswegs beabsichtigt gewesen. „Es war nie unsere Absicht, mit dem Film die Gefühle der Zuschauer zu verletzen oder gar frauenfeindlich zu wirken“ schrieben etwa die Verantwortlichen für einen Werbeclip des Energiekonzerns…

  • Mann Meier

    Diese Initiative war mir bisher entgangen, aber richtig ist der Denkansatz: Die Initiative für sprachliche Gleichstellung ruft dazu auf, ab sofort unter Berufung auf das im Grund­gesetz verankerte Gleich­berechtigungs­gesetz eine neue Anrede für Männer zu ver­wenden. Die veraltete Anrede HERR wird zur Anrede MANN. Durch die neue Anrede werden Männer nicht mehr als Herren auf­ge­rufen,…

  • Der letzte heiße Chice

    Der letzte heiße Chice

    Ich bin aus dem Urlaub zurück und deshalb ein wenig grantig, also rante ich gleich mal hier rein. Im Flugzeug bemerkte ich den letzten heißen Chice (im Sinne von „Scheiß“), den sich eine ganze Reihe von Damen in Erwartung des winterlichen Deutschlands an die Füße gebunden hatte: Stöckelschuhe im Stiefelformat. Normalerweise neige ich ja nicht…

  • Bond und die anderen

    Gibt es eigentlich schon eine Untersuchung zum Thema „Die soziale Selbstverortung des weißen, heterosexuellen Mannes am Beispiel der James Bond Filme?“ Wenn nicht, fände ich das ein ergiebiges Thema. Während in alten Bonds ja praktisch alle maßgeblichen Akteure weiße heterosexuelle Männer waren und zum Beispiel Frauen die ausschließliche Aufgabe zufiel, diesen Männern ihre Großartigkeit zu…

  • Besondere Umstände – Episode 4

    Gestern früh haben Benni und ich wieder gepodcastet und dabei geredet über: – Die Vorteile des Internetausdruckens und die Gelassenheit, Dinge verloren gehen zu lassen – Das generische Femininum und die InWoche (5:00) – Den Bundesparteitag der Piratinnen. Über Parteien generell und ihre Dynamiken, den Zwang zur Vereinheitlichung von Positionen, Legalismus und Trolle und ob daran etwas…

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