Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Leila Ahmed: Die „stille Revolution“ der Islamistinnen

    Leila Ahmed: Die „stille Revolution“ der Islamistinnen

    Als Kind hat Leila Ahmed in den 1940er Jahren in Ägypten die Anfänge des Islamismus miterlebt. Sie erlebte, wie die Muslimbrüderschaft nach und nach die Deutungshoheit über das, was „der wahre Islam“ sei, für sich beanspruchte, und wie der Hijab, diese spezielle Kopf- und Körperbedeckung, zum Signal und Markenzeichen der der Bruderschaft verbundenen Frauen wurde.…

  • Denken geht anders, wenn man im selben Raum ist

    Ich möchte euch auf eine tolle Serie hinweisen, die drüben im Internetforum „Beziehungsweise Weiterdenken“ kürzlich gestartet ist, und zwar übersetzt Dorothee Markert das Buch „Denken in Präsenz“ von Chiara Zamboni ins Deutsche und stellt es kapitelweise ins Internet. Ich habe das Buch bereits auf Italienisch gelesen (und vor drei Jahren schomal kurz daraus was verbloggt). Mir…

  • Netzfeminismus, was soll das denn sein?

    Heute bin ich zum Thema Netzfeminismus vom dradio Breitband interviewt worden (wird morgen zwischen 14 und 15 Uhr gesendet), und dabei fiel mir auf, dass bei diesem Thema zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen nebeneinander bestehen oder miteinander vermengt werden, und zwar: 1. Feminismus, der das Internet als Medium nutzt, und 2. Netzpolitik aus feministischer Perspektive Es gibt…

  • Meine Lieblingsfrage: Die Gretchenfrage

    Meine Lieblingsfrage: Die Gretchenfrage

    Jetzt hier mal was ganz anderes, aber doch der Vollständigkeit halber: Es gibt ein neues Buch von mir, das heißt „Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage“ und versammelt Interviews mit Menschen aus den allerverschiedensten Religions- und Glaubensgemeinschaften in Frankfurt. Für alle, die grade nicht wissen, was die Gretchenfrage ist: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ und…

  • Von der Wichtigkeit politischer Beziehungen und der Schwierigkeit, Neues zu vermitteln

    Derzeit kreist ein merkwürdiges Schulterklopfen durchs Internet, bei dem man sich gegenseitig dazu gratuliert, irgendwie Mitte und nicht so radikal zu sein. Nicht so radikal feministisch, nicht so radikal antirassistisch, nicht so extrem, nicht so gaga, nicht so unverständlich, sondern so, dass es an den Mainstream anschlussfähig bleibt. Ich frage mich, wann es angefangen hat,…

  • Hedwig Lachmann: Weit lieber doch besiegt sein, als verführt von eitlem Glanz…

    Hedwig Lachmann: Weit lieber doch besiegt sein, als verführt von eitlem Glanz…

    Die letzten Tage habe ich eine Biografie über Hedwig Lachmann (1865-1918) gelesen, eine Dichterin und Übersetzerin – übersetzt hat sie zum Beispiel Edgar Allan Poe, Oscar Wilde und Honoré de Balzac. Bekannt geworden ist sie aber vor allem (naja, so mittelmäßig bekannt wenigstens), weil sie die Lebensgefährtin von Gustav Landauer war, mit dem sie auch…

  • Die Welt zu zweit sehen. Und: Liebe und Politik

    Weil ich zur Buchmesse einer Mitarbeiterin des Passagen-Verlages eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert habe, wurde ich mit einem Büchlein beschenkt: Alain Badious „Lob der Liebe“. Darin fand ich einen Gedanken, den ich interessant finde und hier festhalten will: Was ist die Welt, wenn man sie zu zweit und nicht alleine erfährt? Was ist das für eine Welt,…

  • Frauenfeindlichkeit, in Versionen

    Gestern war ein Tag, an dem ich mehrmals über das Thema „Frauenfeindlichkeit“ nachdachte, allerdings in ganz unterschiedlichen Varianten, weshalb ich das mal aufschreibe. Episode 1: Frühstücksgespräche Die erste Begegnung war am Frühstückstisch des Tagungshauses, in dem ich zu einem Wochenendseminar war. Ich hörte ein Gespräch mit zwischen zwei Frauen, bei dem die Ältere die Jüngere…

  • Diskurse am Rande: Über Relevanz und Weltveränderung

    Gestern war ich bei der Frankfurter Buchmesse und hörte einen Talk mit Jakob Augstein über die Frage, ob und wie Blogs den Journalismus verändern. Kurz zusammengefasst seine These: Gar nicht sehr, denn die klassischen Medien bestimmen weiterhin den Diskurs, und das kann angesichts ihrer Professionalität, ihrer finanziellen Ressourcen und ihrer Reichweite auch gar nicht anders…

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