Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Wie die Psychoanalyse der Demokratie die Politik ausgetrieben hat

    Den Piraten wird momentan gerne vorgeworfen, dass sie keine Inhalte hätten. Mal abgesehen davon, ob das stimmt, finde ich die Inhalte gar nicht das Wichtigste an den Piraten. Viel wichtiger ist, dass sie Diskussionen darüber anstoßen, wie in einer Demokratie die Ansichten und Meinungen der Vielen übersetzt werden können in konkrete politische Projekte – Liquid…

  • Ein angebliches Buch über Jenny Marx

    Ein angebliches Buch über Jenny Marx

    Als mir die Verlagsvorschau dieses Buches in die Hände fiel, habe ich es mir sofort bestellt. Ich war neugierig, etwas über Jenny Marx zu erfahren, über die ich nämlich erstaunlicherweise nicht viel weiß. Erstaunlicherweise, weil ich immerhin zum Thema „Frauen in der Ersten Internationale“ meine Promotion geschrieben habe, und Jenny Marx ja mit einem wichtigen…

  • „Elitär motivierte Menschenfeindlichkeit“

    „Elitär motivierte Menschenfeindlichkeit“

    Gute Argumente und Anregungen zur unsäglichen „Integrationsdebatte“, die mit den Polemiken von Thilo Sarrazin einen traurigen Höhepunkt erlebt hat, bietet dieses Buch. Dass Konflikte und soziale Spannungen, die neuerdings gerne unter dem Label „Kultur“ oder „Religion“ geführt werden, in Wirklichkeit von sozialem Ausschluss, von ungerechten Teilhabechancen und der Schere zwischen Arm und Reich her kommen,…

  • Geschlechterdifferenz, reloaded

    Geschlechterdifferenz, reloaded

    Einer der interessantesten Befunde im „post-biologistischen“ Zeitalter ist wohl der, dass die Geschlechterdifferenz, die früher so eng mit dem Körper und der Biologie verknüpft zu sein schien, keineswegs untergegangen ist, sondern so fit und lebendig ist wie eh und je. Georg Seeßlen hat jetzt zwei fleißige Bücher geschrieben (ein dritter Band soll noch folgen), in denen…

  • Carearbeit und Grundeinkommen

    Carearbeit und Grundeinkommen

    Manchmal bin ich einfach frustriert, weil es die „gläserne Decke“ irgendwie wirklich gibt, und ich meine nicht die, die Frauen an einem Aufstieg ins Top-Management behindert, sondern die, die es auf seltsame Weise unmöglich zu machen scheint, dass die Ideen von Frauen in den Köpfen von Männern ankommen. Aktueller Anlass für meinen Frust ist das…

  • Positiv überrascht. Überlegungen zur repräsentativen Demokratie

    Positiv überrascht. Überlegungen zur repräsentativen Demokratie

    Ich habe bekanntlich kein emphatisches Verhältnis zur repräsentativen Demokratie. Von meiner politischen Überzeugung her bin ich eher Anarchistin, und außerdem kann ich nicht von dem Gedanken absehen, dass die repräsentative Demokratie (wie auch die Demokratie als politischer Gedanke generell) von Männern für Männer erfunden wurde unter explizitem Ausschluss der Frauen, also von mir und meinesgleichen…

  • Abtreibung und Kindstötung

    Heute erreichte mich eine Meldung, dass ein Forscher und eine Forscherin, Alberto Giubilini und Francesca Minerva, in einem Magazin für Medizinethik argumentiert haben, es sei ethisch erlaubt, wenn Eltern Babies in den ersten Tagen nach der Geburt töten, zum Beispiel „wenn sie sich überfordert fühlen und wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände es ihnen unmöglichen machen,…

  • Sie tut gar nichts für die Frauen!

    Sie tut gar nichts für die Frauen!

    Schon seit längerem bereitet mir eine Argumentation Bauchschmerzen, die von feministischer Seite oft gegen Kristina Schröder (aber auch gegen andere Politikerinnen) vorgebracht wird: Dass sie nämlich „nichts für die Frauen“ tun würde. Denn dies berührt die Frage, wie wir den „feministischen Wert“ von politisch aktiven Frauen beurteilen sollen, und das ist meiner Ansicht nach eine …

  • Was zu tun bleibt. Kleine Nachlese zum Frauentag.

    Bevor ich‘s wieder vergesse, hier ein kleines Journal dessen, was mir in den letzten paar Tagen im Kopf herum ging. § Bei meiner Präsentation zum Thema „Frauen- und Männerbilder in der Werbung“ zeige ich immer dieses schöne Motiv aus der Lufthansa-Werbung, das ich persönlich ganz schrecklich finde – eine meiner Thesen ist, dass das, was…

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