Abtreibung und Kindstötung

Heute erreichte mich eine Meldung, dass ein Forscher und eine Forscherin, Alberto Giubilini und Francesca Minerva, in einem Magazin für Medizinethik argumentiert haben, es sei ethisch erlaubt, wenn Eltern Babies in den ersten Tagen nach der Geburt töten, zum Beispiel „wenn sie sich überfordert fühlen und wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände es ihnen unmöglichen machen, sich um ihr Kind zu kümmern.“

Diese Nachricht sorgte umgehend für Empörung, und man kann wohl davon ausgehen, dass sie auch unter Wissenschaftler_innen kein Konsens ist. Aber es geht hierbei auch um die Art der Argumentation. Denn auch wenn viele vermutlich die Schlussfolgerung von Giubilini und Miverva ablehnen, befürchte ich, dass ihre Argumente für viele nachvollziehbar sein könnten.

Sie beziehen sich nämlich auf die Abtreibung und fragen: Warum soll man Embryonen vor der Geburt töten dürfen und nach der Geburt nicht? Schließlich sind auch neu geborene Babies noch keine „wirklichen Personen“, da ihnen „noch die Fähigkeiten fehlen, die ein moralisches Recht auf Leben rechtfertigen“.

In der Tat: Wenn man die Frage der Abtreibung als eine versteht (und das ist in einer juristischen Logik unweigerlich der Fall), in der die Interessen zweier Personen gegeneinander abgewogen werden, also die der Mutter und die des noch ungeborenen Kindes, dann hat diese Argumentation etwas für sich. Leider wird über Abtreibung auch oft so diskutiert – die Gegner_innen sagen: Die Interessen des Kindes/Embryos sind höher einzuschätzen, während die Befürworter_innen sagen: Die Interessen der Mutter (oder auch: der Eltern) sind höher einzuschätzen.

Wer die Frage der Abtreibung als Rechtskonflikt zwischen Eltern und Kind einschätzt und die Entscheidung über diesen Konflikt unparteiischen Instanzen (wie Gesetzen und Gerichten) überträgt, wird gegenüber der Argumentation von Giubilini und Minerva tatsächlich in Bedrängnis geraten.

Der Punkt ist aber, dass die Frage der Abtreibung etwas völlig anderes ist. Hier geht es nicht um das Verhältnis von Eltern und Kindern, sondern um das Verhältnis einer Frau zu sich selbst bzw. zu einem Teil von ihr. Ein ungeborener Embryo ist nicht nur keine moralische Person, er ist auch kein eigenständiges Lebewesen. Denn ein Embryo kann nicht unabhängig vom Körper der schwangeren Frau betrachtet werden. Die Situation einer Schwangerschaft ist ein „zwei in eins“, weder eine einzelne, noch zwei getrennte Personen. Das ist eine Situation, die im juristischen System, das immer die Interessen von eigenständigen Personen gegeneinander verhandelt, schlicht fehl am Platz ist.

Ich (und viele Feministinnen, allerdings zugegebenermaßen nicht alle) argumentieren beim Thema Abtreibung daher gerade nicht mit dem Konstrukt des „Rechts“. Es gibt kein Recht auf Abtreibung. Aber eine Abtreibung kann manchmal notwendig sein. Diese Notwendigkeit kann niemand anderes feststellen als die schwangere Frau, denn es ist ihr Körper, der noch ein anderes Lebewesen als Teil von sich selbst beherbergt, um den es hier geht. In aller Regel wird diese Entscheidung von der betroffenen Frau selbst als höchst problematisch empfunden und alles andere als leichtfertig getroffen.

Zu bekräftigen, dass diese Entscheidung letzten Endes von der schwangeren Frau getroffen werden muss und nicht von externen „Expert_innen“, bedeutet nicht, das „Recht auf Abtreibung“ zu fordern. Es bedeutet nur, die Beurteilung des ethisch und moralisch schwierigen Themas bei derjenigen zu belassen, die es betrifft, weil es um ihren Körper geht. Die Dramatik und die ethische Tragweite dieser Entscheidung muss dabei nicht heruntergespielt werden (nach dem Motto: Sind doch nur ein paar Zellen), im Gegenteil. Gerade weil es sich um ein moralisches Dilemma handelt, kann sich die Gesellschaft in einem solchen Fall nicht anmaßen, der schwangeren Frau vorzuschreiben, was sie zu tun hat. Sie kann Argumente austauschen, sie kann Rahmenbedingungen bereitstellen, sie kann alternative Lösungswege vorschlagen. Aber nicht mehr.

Wenn man sich das erst einmal klar macht, wird auch deutlich, warum der Vergleich, den Giubilini und Minerva zwischen Abtreibung und Kindstötung ziehen, vollkommen absurd ist. Denn ein bereits geborenes Kind ist NICHT mehr ein Teil des Körpers einer schwangeren Frau. Die ethische Verantwortung für ein bereits geborenes Kind trägt in der Tat nicht mehr die Mutter – und natürlich auch nicht der Vater – sondern die Gesellschaft als Ganze.

Denn bei einem bereits geborenen Kind hat die Gesellschaft die Möglichkeit, das Überleben dieses Kindes ganz unabhängig von der Frau, die es geboren hat, zu gewährleisten. Wenn die Mutter sich psychisch, wirtschaftlich, sozial oder sonstwie nicht in der Lage sieht, sich um das Kind zu kümmern, und wenn es auch keinen Vater gibt, der das an ihrer Stelle übernimmt, dann kann es eben jemand anderes machen.

Genau das – jemand anderes übernimmt die Verantwortung – ist eben bei einem ungeborenen Kind nicht möglich. Ein ungeborenes Kind ist ein Teil des Körpers seiner Mutter, und die einzige Möglichkeit, die eine Gesellschaft hat, um eine Abtreibung zu verhindern, ist, gewaltsam in den Körper der schwangeren Frau einzugreifen: etwa sie dazu zu zwingen, das Kind auszutragen und zu gebären, oder ihren Körper aufzuschneiden, um das Kind per Kaiserschnitt herauszuholen.

Bei der Diskussion über Abtreibung geht es genau darum: Hat eine Gesellschaft das Recht, über den Körper einer Frau gegen deren Willen zu entscheiden?

Und mit dieser Frage hat der vorliegende Vorschlag, die Tötung von Babies ethisch zu legitimieren, nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.

39 Gedanken zu „Abtreibung und Kindstötung

  1. Ich verstehe nicht, warum Abtreibung kein Recht sein soll. Was spricht gegen den Rechtscharakter?
    Ich bin für ein Recht auf Abtreibung. Allerdings eben nur bis zu einem gewissen Alter. Die Geburt selbst scheint mir ein schlechtes Kriterium zu sein. Warum soll ein Baby 5 Minuten vor der Geburt noch keine Rechte haben?

  2. Nachvollziehbar.

    Das hieße aber auch, die ethische Situation ändert sich für Dich in dem Moment, in dem eine Frühgeburt überlebensfähig ist, oder? Das verschiebt sich ja immer weiter nach hinten.

  3. die situation wird bei sogenannten „spätabtreibungen“ aber leider nicht mehr ganz so einfach. natürlich ist auch dort das kind als verbund mit der mutter zu betrachten. jedoch wird durch die entscheidung zur abtreibung sich bewußt für den tod entschieden, obwohl das kind teilweise noch (mit medizinischer hilfe) überlebensfähig wäre (stichwort oldenburger baby). dort trifft sich dann der vorschlag der tötung des forschungsteams.

    ich selbst will das nicht beurteilen, weil ich nie in diese situation kommen werde. oft wird dieses thema aber gern „übersehen“, obwohl es gängige praxis ist und die abtreibung eines kindes mit behinderurngen gesellschaft überwiegend gefordert wird (zumindest berichten mir das die mütter mit behinderten kindern).

    liebe grüße, das boxi

  4. Saubere Argumentation, Antje. Wobei genau diese schon x-Mal disktuierte Diskussion vermutlich intendiert war.

    Errinnert mich an eine Hausarbeit, die ich mal geschrieben habe, zur Frage des indirekten Infantizids. Also, welche Möglichkeiten ein ungewolltes Kind loszuwerden, ohne dafür haftbar gemacht werden zu können, gab es historisch (bzw. welche Kindbehandlungen führten mehr oder minder wissentlich zum Tod), u.a. da ein Schwangerschaftsabbruch rechtlich/sozial nicht in Frage kam. Das Kind nach der Geburts an die Wand zu werfen, wäre gegen die tatsächliche Praxis eine „humane“ Lösung gewesen.

  5. @benni @boxi – hm, das mit den Spätabtreibungen, ist eine interessante Frage, aber auch da muss ja die schwangere Frau in das Gebären einwilligen. Für mich ist die Grenze schon die: Ist die Geburt bereits passiert oder nicht? Was aber aus dieser Perspektive ein sinnvolles Vorgehen wäre u.U., die schwangere Frau, die eine Abtreibung erwägt und deren Embryo bereits lebensfähig ist, diese Möglichkeit der Frühgeburt anzubieten und ihr sozusagen das „Versprechen“ zu geben, nach der Geburt ihr die Verantwortung für das Kind umgehend abzunehmen. Vielleicht lässt sich dadurch ihre Entscheidung ja beeinflussen. Es kommt auf den einzelnen Fall an.

  6. Bei Facebook kommentiert grad jemand, dass es für die Mutter nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland bei einer Geburt nicht möglich ist, dem Kind gegenüber anonym zu bleiben, das heißt, sie wird auf jeden Fall als Person aktenkundig und in die Verantwortung genommen. Würde das geändert, dann wäre es für eine schwangere Frau im „Spätstadium“ möglicherweise leichter, sich in solchen Grenzfällen gegen Abtreibung und für eine Frühgeburt zu entscheiden.

  7. Hm – die einzelne Frau, die sich für eine Abtreibung interessiert, wird aber doch auch nichts anderes als eine „Güterabwägung“ vornehmen, mit anderen Worten, sie wird eben nicht von der Situation „zwei in eins“ ausgehen.

    Was ja auch logisch ist – eine Abtreibung wird in aller Regel nicht vorgenommen, um die Schwangerschaft zu beenden, sondern um den darauf folgenden Zustand nicht eintreffen zu lassen, nämlich den, in dem sich die Mutter um ein Kind kümmern muss, um das sich prinzipiell auch beliebige andere Personen kümmern könnten.

    Im Studium habe ich z.B. eine Frau kennengelernt, die eine Abtreibungen vornahm, um in Ruhe zu Ende studieren zu können. Klare Güterabwägung divergierender Interessen mit höherer Wertung der Eigeninteressen, wie ich finde.

    Übrigens frage ich mich auch, wieso die Gesellschaft NICHT über den Leib einer Frau verfügen sollte. In Wirklichkeit verfügt die Gesellschaft ständig über die Leiber von Menschen. Die Väter werden z.B. zur Vaterschaftsfeststellung gezwungen und ihre Körper werden zu Arbeitsleistungen eingesetzt.
    Das ist nichts anderes, wie wenn die Gesellschaft beschliesst, dass eine Frau ihren Körper für die Geburt einzusetzen hat.

  8. Okay, jetzt habe ich Unsinn gemacht, ich habe gedacht, ich hätte meinen Kommentar noch in der Zwischenablage gespeichert. Sorry.

    Hier mein Kommentar:

    Schöne Argumentation! Die beiden Forscher lassen die Rolle der Gesellschaft ganz aus dem Spiel.

    (Hatte Ärger mit dem Passwort und war deswegen unkonzentriert.)

  9. Als ich von Giubilini/Minerva gehört habe, dachte ich gleich, dass es sich dabei um ein scheinheiliges Argument GEGEN Abtreibung handelt.
    Inhaltlich finde ich Ihre Darstellung überzeugend. Aber argumentativ stört mich, dass Sie das Rechtssystem zur Behandlung dieser Frage ablehnen, und dass Sie deshalb bestreiten, ein „Recht auf Abtreibung“ zu fordern. Beide Punkte können Sie nicht vernünftig aufrechterhalten.
    Beispielsweise schreiben Sie: „Gerade weil es sich um ein moralisches Dilemma handelt, kann sich die Gesellschaft in einem solchen Fall nicht anmaßen, der schwangeren Frau vorzuschreiben, was sie zu tun hat.“
    Wenn die Gesellschaft jemandem nicht vorschreibten soll, was er zu tun hat, bedeutet dies, dass der Betroffene das Recht hat, selbst zu entscheiden, in diesem Fall zur Abtreibung oder dagegen. Das ist die Bedeutung eines „Rechts auf Abtreibung“.

  10. @Erbloggtes – Naja, „Recht“ nur insoweit, dass sich das „Recht“ nicht damit befasst. Der „rechtlose“ Zustand ist ja eben der, in dem die Frau entscheidet: Sie treibt ab oder nichts und kein Gesetz spielt dabei eine Rolle. Das Recht kommt an dieser Stelle überhaupt erst als Verbot ins Spiel, als Erlaubnis braucht es das nicht. Möglicherweise könnte man das Recht noch einführen als Verbot gegenüber Dritten (Kirche, Männer, andere Frauen), die Frau an einer Abtreibung zu hindern, aber dafür braucht es eigentlich kein Gesetz, weil es sowieso verboten ist, ohne gesetzliche Grundlage andere Menschen zu etwas zu zwingen.

  11. Mir scheint, daß die Argumentation im Beitrag in ganz gleicher Weise durchgeführt werden könnte, wenn man die Abtreibungsfrage weiterhin als Frage der Rechteabwägung betrachtete (auch wenn es sicherlich andere Gründe geben mag, dies nicht zu tun). Vor der Geburt überwöge dann das Recht der Frau auf Selbstbestimmung das Recht des Foetus auf Leben, aber spätestens nach der Geburt ist dieses Argument hinfällig, aus exakt denselben Gründen, die im Beitrag benannt werden: Freigabe zur Adoption ist möglich und die Abwägung der Rechte fiele damit klar zugunsten des Kindes aus. (Zunächst wäre ja nicht einmal klar, welche Rechte der Frau noch ernsthaft im Konflikt mit dem Recht auf Leben des Kindes stehen könnten, aber Giubilini/Minerva hatten da eine gute Idee. Frei nacherzählt: Das Kind umzubringen ist endgültiger als es zur Adoption freizugeben – auf die Gefahr hin, sich später ständig zu fragen, was es wohl gerade macht. Darum ist das Umbringen für manche Frauen möglicherweise angenehmer.)

  12. Im salomonischen Gleichnis erhält nicht diejenige Frau das Recht, die das Kind opfert, sondern diejenige, die sich selbst für das Kind opfert. Obwohl die Ausgangssituation – ein bereits geborenes Kind, um das sich zwei Frauen streiten – eine ganz andere ist, halte ich diesen Gedanken im Zusammenhang mit der Abtreibungsdiskussion für aktueller denn je. Er wirft die Frage auf, inwieweit wir noch bereit sind, unser eigenes Glück für andere zu opfern. Wieso hält die Gesellschaft es für eine Zumutung, ein behindertes Kind großzuziehen? Es scheint, als hätten wir die christliche Nächstenliebe durch die egoistische Liebe zu uns selbst ersetzt. Die Frage ist, ob uns das glücklich macht. Ich finde es anmaßend, eine Frau zu verurteilen für eine Entscheidung, die man(n) selbst nicht treffen muss. Aber ich wünsche mir, dass mehr Frauen das Geschenk des Lebens auch unter schwierigen Bedingungen annehmen und die entsprechende Unterstützung durch die Gesellschaft erhalten.

  13. Richtig, man kann zwischen negativer Freiheit (von staatlichem Zwang) und positiver Freiheit (etwas zu tun, auch Dritte verpflichtend, dies nicht zu stören) unterscheiden.
    In der Frage der Abtreibung wird die positive Freiheit etwa dann relevant, wenn:
    – in Frage steht, ob gesellschaftliche Sozialsysteme die Kosten/Folgekosten übernehmen sollen
    – Dritte die Betroffene nicht (ohne gesetzliche Grundlage) „zwingen“, sondern sie durch Dritte Nachteile erleidet (z.B. Entlassung aus kirchl. Anstellung)
    – Dritte versuchen, die Rahmenbedingungen, die die Möglichkeit einer Abtreibung gewährleisten, so umzugestalten, dass sie nur noch schwer durchführbar ist (z.B. durch Behinderung von Abtreibungseinrichtungen, Nichtverfügbarkeit notwendiger Beratungsstellen)
    Ich bin der Ansicht, dass man bei der Abschaffung eines staatlichen Verbots nicht stehen bleiben darf. Vielmehr sollte das Rechtssystem garantieren, dass eine Handlung, die es als legal erklärt hat, nicht übermäßig behindert wird.
    (Ihre Auffassung ist mir da – aus Liebe zur negativen Freiheit – etwas zu liberal. Menschen in existenziellen Notlagen benötigen aber Unterstützung zur Verwirklichung ihrer positiven Freiheit.)

  14. Als 68-jährige bin ich immer wieder von Neuem erstaunt, über was
    1. Wissenschaftler, etc. argumentieren, argumentieren können: über „Angelegenheiten“, die die Frauen und die Erzeuger betreffen!
    2. heißt dies aber, dass die Menscheit noch nicht in der Lage ist, selbstverständlich mit solch elementaren Themen, human umzugehen.
    Wenn schon im Jahre 2012 und vorher die Mädchen/Frauen sich der „Liebe/Lust“ hingeben – wie auch immer – noch Vergewaltigungen erdulden müssen, ohne zu verhüten, verhüten zu können, so müsste es doch mittlerweile selbstverständlich sein, dass wir in allen größeren Städten, adäquate Anlaufstellen haben, wo die o.g. Problematik zum Wohle ALLER besprochen und humane Lösungen gefunden werden können. Und zwar Anlaufstellen wo wirklich geistig offene Menschen sitzen, die auch ihre kindlichen „Ressentiments“ bewusst in das Erwachsenenalter integrierten, integrieren konnten, sodass sie ALLE gesellschaftlichen Unwägbarkeiten ausloten können! Außerdem müssen wir ALLE noch enorm an den gesellschaftlichen „Zuständen“ für die Frauen und Kinder arbeiten, nicht in Formen, der Babyklappen, Krippen/Kitas/Kindergärten, etc. wie für die Mütter den „selbstverständlichen Anlauf“ – nicht nur den schulischen – für die Lebenskarriere, natürlich auch im Privaten! In unserer Gesellschaft haben wir immer noch keine oder wenig Hilfe – vor allem vom gleichen Geschlecht – die gesellschaftlich, aufokturierten, tagtäglichen Probleme zu einem einigermaßen guten Dasein zu führen. Wir benötigen keine Wissenschaftler/Innen, die ihre „Hirnorgasmen“ tagtäglich veröffentlichen, veröffentlichen können, sondern, nicht nur geistig, auch human gebildete Mitmenschen.

  15. @Andreas: „Was ja auch logisch ist – eine Abtreibung wird in aller Regel nicht vorgenommen, um die Schwangerschaft zu beenden, sondern um den darauf folgenden Zustand nicht eintreffen zu lassen, nämlich den, in dem sich die Mutter um ein Kind kümmern muss, um das sich prinzipiell auch beliebige andere Personen kümmern könnten.“

    Dem möchte ich widersprechen. Für mich ist eine Abtreibung ganz klar dazu da, die Schwangerschaft zu beenden. Dem „Zustand“ danach – die Frau muss sich um das Kind kümmern – kann schließlich auch auf andere Weise umgangen werden. Sei es durch Nutzen der „Babyklappe“ oder durch Adoption.
    Abtreibungsgegner argumentieren oft mit diesen Möglichkeiten und meinen, Abtreibung sei deshalb zu verurteilen, denn immerhin muss die Mutter das Neugeborene nicht versorgen, wenn sie nicht will oder kann. Ich denke aber, die meisten Mütter entscheiden sich für eine Abtreibung, nicht weil sie das Kind nicht versorgen wollen, sondern weil sie eben genau das Fortschreiten der Schwangerschaft beenden wollen. Mir ginge es genauso (auch wenn ich glücklicherweise noch nicht in der Sitution war). Eine Schwangerschaft ist immerhin kein Pappenstiel und schränkt das Leben der Mutter empfindlich ein, dazu ist es keine geringe körperliche und seelische Belastung. Wenn all die negativen Folgen einer Schwangerschaft wegfielen (man darf, sofern man ein bisschen Verantwortungsgefühl hat, nicht trinken, nicht rauchen, muss schwere körperliche Arbeit vermeiden, darf nicht mit Schadstoffen hantieren, darf zum Ende der Schwangerschaft überhaupt nicht mehr arbeiten, legt an Gewicht zu, ist auf Hilfe angewiesen, und am Ende muss man eine auch heute noch nicht risikofreie, sehr schmerzhafte Geburt über sich ergehen lassen, respektive sich aufschneiden lassen), würden sich bestimmt mehr Frauen gegen die Abtreibung entscheiden, wenn ihr einziges Problem wäre, dass sie das Kind am Ende nicht aufziehen wollen.
    Aber so ist es nunmal nicht und wird es nie sein.

    BTW habe ich gerade gestern eine Hausarbeit fertig gestellt, in der es unter anderem um die im antiken Sparta verbreitete Praxis ging, schwächliche und missgebildete Babys auszusetzen (was immer als Beispiel für Spartas barbarische Sitten angeführt wird). Dabei erfuhr ich zum ersten Mal, dass dieser Brauch in allen griechischen poleis üblich war, nur entschied dort der Vater über das Überleben der Kinder, während sich in Sparta von staatlicher Seite aus darum gekümmert wurde. Letztendlich dürften in Sparta mehr Kinder vor einer solchen Praxis gerettet worden sein als z.B. in Athen.

  16. Pingback: Abtreibung | Ein feste Burg ist unser Gott

  17. Vielen Dank für diesen Text, @Antje! Das war das erste Mal, dass ich eine Meinung zum Thema Abtreibung gelesen habe, die bei mir kein schales Gefühl hinterlässt. Bisher hatte ich, egal ob Pro- oder Contra-Argumentation, immer mehr oder weniger starke Bauchschmerzen. Hier nicht.

    (ganz abgesehen von den von Giubilini / Minerva, die zwar Aufhänger des Textes sind, aber a.m.S. keines Kommentars wert)

  18. Mich verwundert das Ergebnis von Giubilini und Minerva, dass Abtreibung und Kindstötung vergleichbar seien. Ich bin wirklich nicht vom Fach, aber es besteht doch ein großer Unterschied zwischen einem Fötus im Alter von zwei Monaten und einem geborenen Kind?

    Ich denke, diese Fragen sollten dem Rechtssystem nicht ohne eine unvoreingenommene wissenschaftliche Untersuchung und Prüfung des Themas interdisziplinärer Art überlassen werden. Nichts ist schlimmer und mehr zu fürchten als der „gesunde“ Instinkt einer Gesellschaft…

  19. @Antje

    „Bei Facebook kommentiert grad jemand, dass es für die Mutter nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland bei einer Geburt nicht möglich ist, dem Kind gegenüber anonym zu bleiben, das heißt, sie wird auf jeden Fall als Person aktenkundig und in die Verantwortung genommen.“

    Mein Wissensstand ist ein anderer. In Deutschland wird in einigen Kliniken die anonyme Geburt angeboten. Hierbei muss sich die Schwangere nicht ausweisen oder Angaben zu ihrer Person machen.

  20. Pingback: Anonymous

  21. Passend zum Thema: Ich empfehle den Dokumentarfilm „Lake of Fire“ zum Abtreibungskrieg in den USA, der sehr ausgewogen argumentiert.

  22. man kann sich doch nicht eines kindes entledigen weil man „überfordert“ ist oder es gerade nicht in die lebenssituation passt. unabhängig vom zeitpunkt, also abtreibung oder wenn es bereits geboren wurde. wer verkehr hat muss wissen was passieren kann. dann lieber zwangssterilisations als diskussionsthema, vllt. sollte man eher da ansetzen. und wenn man schon anfängt wie diese zwei wissenschaftler so ein thema anzustoßen:wo macht man denn weiter? bei vergewaltigern, mördern, assozialen und und und?

  23. Was aber aus dieser Perspektive ein sinnvolles Vorgehen wäre u.U., die schwangere Frau, die eine Abtreibung erwägt und deren Embryo bereits lebensfähig ist, diese Möglichkeit der Frühgeburt anzubieten und ihr sozusagen das “Versprechen” zu geben, nach der Geburt ihr die Verantwortung für das Kind umgehend abzunehmen.

    Ob ein Embryo lebensfähig ist oder nicht, stellt sich oft erst hinterher raus. Bei einem, der schon fast drei Kilo wiegt, ist die Prognose nicht schwer, aber bei 600 Gramm? So Kleine bekommt man erst seit Kurzem durch, die Spätschäden sind noch nicht bekannt. Würdest Du den Job übernehmen, den Betroffenen dann zu erzählen, dass sie ihr Leben lang gesundheitliche Schäden haben, weil ihre Mutter keinen Bock hatte, noch sechs Wochen durchzuhalten? Im Blog lustig rumsinnieren ist ja keine Kunst…

  24. Hallo Antje,
    nach meiner Erfahrung wird eine Schwangere nicht so rational an das Thema Abbruch heran gehen (Stichwort Interessenabwägung). Für mich war die Frage „welche Art von Leben kann ich einem Kind in meiner derzeitigen Situation bieten“ die entscheidende Frage. Gefolgt von „was für eine Mutter würde ich sein“.

    Interessant fand ich den Ansatz, (auch) den Zustand der Schwangerschaft an sich beenden zu wollen. Ich habe das nicht bewusst so gesehen, aber im Nachhinein würde ich hier absolut zustimmen!

    Auch denke ich, dass es ein klares Recht auf Abtreibung geben muss, ein „rechtsfreier Raum“ reicht m. E. nicht aus, da auch die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stehen muss. Ich wäre in der Situation ungern auf Good will und/oder Recherche angewiesen, um die notwendige medizinische Versorgung zu bekommen.

    Gruß,Manja

  25. Antje, ich finde Deinen Artikel ziemlich gut und ich finde es trifft genau das was ich auch darüber denke! Du schreibst: „In aller Regel wird diese Entscheidung von der betroffenen Frau selbst als höchst problematisch empfunden und alles andere als leichtfertig getroffen.“ Auch das kann ich mir (selbst als kinderlose Frau) denken. Es ist sicherlich keine einfache Sache und hat mit Sicherheit auch Folgen für die Frau, egal wie sie sich entscheidet. Ich finde aber, dass man dieses Thema nochmals an einer ganz anderen Stelle beginnen sollte, nämlich bei der Zeugung!!! Wie ich es in meinem Umfeld erlebe (ich arbeite in einem Kindergarten), wird im Gegensatz zur Abtreibung sehr leichtfertig mit Verhütung umgegangen. Und ich meine hier beide, sowohl Mann als auch Frau. Das ist etwas was ich nicht nachvollziehen kann. Das extremste Beispiel: Ich kannte eine Frau, die fünf Jahre hintereinander eine Abtreibung hatte, sie war in einer Beziehung, sie hatte schon einen Jungen, aber sie wollte einfach kein weiteres Kind.
    In solchen Momenten, in denen statt zu Verhüten die Schwangerschaft abgebrochen wird, fehlt mir absolut das Verständnis.
    Aber ansonsten, wie gesagt, finde ich Deinen Artikel gelungen! Danke!

  26. @Manja – Da hast du recht, aber eine Infrastruktur muss ja nicht unbedingt vom Staat zur Verfügung gestellt werden, sagt die Anarchistin in mir 🙂

  27. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Abtreibung, Alltag in Saudi-Arabien und Rassismus bei Anne Will – die Blogschau

  28. Hallo Antje, vllt. müsste „Recht auf Abtreibung“ näher definiert werden. Nach meinem Verständnis bedeutet dies, dass der Gestzgeber Rahmenparameter setzt. Es bedeutet nicht notwendigerweise, dass er auch die Infrastruktur stellt. (Ist ja heutzutage auch nicht so, oder?) Anarchismus ist toll, aber gerade bei einem moralisch so belasteten Thema finde ich es wichtig, für alle Beteiligten Rechtssicherheit zu schaffen. Dies ist unabhängig von der persönlichen Verantwortung zu sehen, diese bleibt davon unberührt.Dennoch denke ich, es ist wichtig für den gesellschaftlichen Konsens.

    Allerdings denke ich nicht, dass Zwangsberatungen Teil dessen sein sollten und ich denke, hier treffen wir uns wieder 😉

    Sehr überzeugend finde ich Deine Argumentation, zwischen unabhängig lebensfähigen bzw. nicht lebensfähigen Embryonen zu unterscheiden und damit auch schlüssig gegen eine Kindstötung zu argumentieren. Diese Einschätzung teile ich uneingeschränkt!

    Gruß, Manja

  29. Ich möchte noch mal das Thema Verhütung/Zeugung aufgreifen, wie es von einer Vorschreiberin genannt wurde. Ich würde mir wünschen, dass nicht nur die Verhütung mehr in den Mittelpunkt von Gesprächen gerückt wird, sondern auch, dass die Möglichkeiten, die es bei einer ungewollten Schwangerschaft bzw. nach der Geburt des Kindes gibt, am besten schon in der Schule besprochen werden.

    Ich meine diese Möglichkeiten als letzten Schritt aus einer ausweglos scheinenden Situation für die Mutter – nicht als optimale Alternative.

    Für mich ist es unbegreiflich, dass, wie vor kurzem in unserem Bundesland geschehen, ein Neugeborenes von seiner Mutter abgelegt wurde und nicht überlebte, obwohl sich in nicht einmal 30 km vom Wohnort der Mutter eine Babyklappe befand. Auch die „anonyme Geburt“ wäre dort möglich gewesen ohne dass die Mutter irgendwelche Daten von sich hätte preisgeben müssen.

    Die Gesellschaft hat (oft) die Rahmenbedingungen für das Überleben solcher Kinder geschaffen, was nutzt das aber, wenn das Wissen darum bei der Mutter / den Eltern nicht ankommt.

  30. Wieso soll Abtreibung „etwas völlig anderes“ als die „postnatale Abtreibungs-Idee“ von Giubilini und Minerva sein? Wer argumentiert wie Frau Schrupp, begibt sich auf sehr dünnes moralisches Eis: „Ein ungeborener Embryo ist nicht nur keine moralische Person, er ist auch kein eigenständiges Lebewesen. Denn ein Embryo kann nicht unabhängig vom Körper der schwangeren Frau betrachtet werden.“
    Müsste ein Embryo als normalerwesie im Schutz seiner Mutter heranwachsender Mensch und damit als werdende Person nicht generell als solche Person unabhängig vom Körper beider Eltern gesehen werden? Wo bleibt da übrigens die Verantwortung der Väter für ihre Kinder? Und wenn man dieTötung eines ungeborenen Menschen mit seiner „fehlenden moralischen Person“ und „Uneigenständigkeit“ versucht zu rechtfertigen, wie will man da beim Neugeborenen plötzlich beides sehen? Ist ein Säugling nicht genauso wenig eigenständig und ohne seine Mutter, bzw. Eltern natürlicherweise nicht lebensfähig? Die Verantwortung beider Eltern für einen heranwachsenden aber noch hilflosen Menschen wird hier meiner Meinung nach pervertiert und in ein „Verhältnis einer Frau zu sich selbst“ umfunktioniert. Dermaßen subjektiv sollte niemand über Leben und Tod eines schutzwürdigen Menschen verfügen können, auch nicht die schwangere Frau, die stattdessen dringend moralische und praktische Unterstützung für das Kind und keine Argumente für dessen Tötung braucht!

  31. @Wilfried – hast du meinen Text überhaupt gelesen? Der Embryo ist Teil des Körpers der Mutter und nicht des Vaters. Ein geborenes Kind ist ein eigenständiges Lebewesen. Es ist natürlich abhängig davon, versorgt zu werden, aber das kann jeder machen, es muss nicht die Mutter sein. Ein Embryo nicht, er ist nicht allgemein abhängig sondern von einer einzigen konkreten Person: der Frau, von deren Körper er ein Teil ist. Kein anderer Mensch, auch kein Vater, kann sie ersetzen. Deshalb sind die beiden Fälle prinzipiell unterschiedlich.

  32. Hallo!
    Genau zu dem Thema habe ich einen Beitrag in das Forum http://www.LKGS.net mit dem Titel „PROTEST-wer kann mir helfen“ hineingestellt.Ich bin absolut entsetzt darüber,dass soetwas überhaupt als Dikussionsgrundlage dient.Das Forum ist übrigens eines für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten,ich habe zwei Spaltkinder.Mein Beitrag steht im Unterforum Off-topic.
    Viele Grüße Carolin Pigall

  33. Ich kann nur von mir reden. Eine Abtreibung in Österreich geht viel zu einfach! In Österreich ist es nicht Pflicht eine Beratungsstelle vorher aufzusuchen das ist ein schwerer Fehler!!!! ( (Eine Gesetzeslücke keiner Frau tut ein Gespräch weh)! Diese Abtreibungskliniken sind nur aufs Geld aus, das musste ich am eigenen Leibe bitter büßen! Niemand klärt einen auf das müsste aber sein bei jeder anderen Op wird man über Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Hier interessiert es niemanden das zu tun!! Ich litt unter einer Post traumatischen Belastungs-deppression nach meiner 1.ten Geburt. Kein Arzt erkannte es obwohl diese Krankheit sehr oft nach schweren Geburten Auftritt aber die Ignoranz heutzutage da steht man alleine da ! Bei meiner 2 Ten Schwangerschaft brachen die symtome voll aus. Bis dato wusste ich nicht was los ist mit mir. Niemand mein Gynäkologe weder die Gynmed Wien halfen mir ich weinte sagte immer wieder bitte helft mit ich weis nicht was los ist mit mir!! War total verzweifelt und dieser Christian Fiala hatte keine Ohren für so etwas er zog sein Programm durch obwohl er sah das es mir nicht gut ging und ich mit nur Hilfe bei ihm suchte weil ich der Meinung war er kennt sich psychisch hätte kontakte zu anderen ärzten psychologen aus total falsch gedacht! Hier fehlt eindeutig professionelle Hilfe die Psyche wird nicht ernst genommen! Ich leide heute noch sehr darunter das die mich in Stich gelassen alleine gelassen und am Ende eine Entscheidung abverlangt hatten obwohl ich bis zum Schluss nicht wusste was ich machen sollte und leider unter diesem Druck der mir gemacht wurde einfach aufgab weil ich nicht mehr konnte weil es keinen positiven Zuspruch gab 😦 . Solchen Frauen gehört geholfen, stattdessen werden sie noch negativ beeinflusst in diesen Kliniken man ist nur eine Nummer. Ich war krank und keinen hat es interessiert! Die Folgen meiner Krankheit und die Ignoranz des Arztes gegenüber mich muss ich alleine tragen mein Leben lang!

  34. Danke für deinen Artikel, Antje. Ich fand ihr sehr gut geschrieben und argumentiert. Doch auch ich würde wie Vorredner/in Robin Urban gelten lassen wollen: Bei einer Abtreibung kann es auch darum gehen den Zustand der Schwangerschaft nicht aufrechtzuerhalten. Wer schonmal eine schwierige Schwangerschaft hat durchstehen müssen, der wird sehr wohl dies wohl als wichtiger erachten als den Zustand danach, nämlich den, sich um das Kind kümmern zu müssen. Denn tatsächlich leistet der Staat und die Gesellschaft einiges um letzteren Zustand zu erleichtern (man kann jetzt streitet ob genug). Um ersteren Zustand zu erleichtern wird jedoch viel zu wenig getan.
    EIne Frage habe ich doch noch, und ich hoffe, es findet sich jemand der, auch nach so vielen Monaten, noch darauf antwortet. Es finden sich immer wieder (sehr viele) Menschen, die das Recht des Ungeborenen auf Leben mehr Wert beimessen, als dem Recht der Frau über ihre körperliche Unversehrtheit/ ihr Recht auf Selbstbestimmung stellen. Was würdest du darauf antworten?

  35. Mal Hand aufs Herz: Wer hat nur Sex rein zur Fortpflanzung?
    Meine Freundin und ich jedenfalls nicht! Wir genießen unser Sexleben in vollen Zügen. Weil kein Verhütungsmittel 100% sicher ist, sind wir froh, ein allenfalls ungewollt gezeugtes Kind abtreiben zu können. Schon in alten Zeiten wurde abgetrieben und wie: Mit fragwürdigen chemischen Substanzen oder dubiosen mechanischen Methoden wurde versucht, den Embryo zu töten. Oft kam es vor, dass er die Prozedur mehr oder weniger stark verletzt überlebte und in der Folge ein behindertes Kind geboren wurde. Dass die abtreibende Frau bei diesem Eingriff erhebliche gesundheitliche Risiken einging, kam noch dazu.
    Die heutzutage angewandten Abtreibungsmethoden -ob chemisch oder mechanisch durch Absaugung- töten den Embryo sicher, schnell und schmerzlos und für die Frauen bestehen kaum mehr gesundheitliche Risiken.

  36. @ Wale – Also bei Ihrem letzten Satz bleibt mir wirklich die Spucke weg. Wie wär’s, wenn SIE bei einem „Unfall“ schwanger würden?
    Würden sie dann auch so einen Scheiß daherreden?
    Leider sind die Dummen immer die Frauen, die ihren Körper zu Markte tragen.
    Welcher Mann nimmt wenigstens einen Teil der Verhütung auf sich? Das ist nach wie vor vor allem Frauensache.
    Und welcher Mann würde schon die Pille nehmen?

  37. @ Irene
    Wenn Frau ungewollt schwanger wird, ist das immer unschön, darum verhütet man ja, aber eben, Verhütungspannen sind halt immer möglich. Zu Deiner Beruhigung: Seit längerer Zeit hat meine Freundin die Antibabypille abgesetzt und ich verwende Kondome. Sollte ein Kondom platzen oder abrutschen, haben wir immer ein paar Pillen danach auf Lager.
    Falls alle Stricke reissen sollten, haben wir vereinbart, ein ungewollt gezeugtes Kind abzutreiben. Schade, dass dies nur die Frau tun kann, da gebe ich Dir recht.

  38. Viele Männer sind ja nur deswegen dafür, dass Abtreibung irgendwie erlaubt ist (viele nichtmal für ein echtes Recht auf Abtreibung), damit Frauen weiterhin penetrativen Sex mit ihnen haben.

    Schade.

  39. Ich bin voll dafür, dass den Frauen ein vollständiges Recht auf Abtreibung erteilt wird. Jede Frau soll selbst entscheiden dürfen, ob sie ein ungewollt gezeugtes Kind austragen will oder nicht.

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