Lesbischer Iranerin droht Abschiebung

Diese Nachricht habe ich eben von einer Freundin bekommen. Ein Berliner Gericht hat die Abschiebung einer 31jährigen lesbischen Iranerin beschlossen, obwohl diese von einem iranischen Gericht in Abwesenheit aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zum Tode verurteilt worden ist. Das deutsche Gericht beruft sich bei ihrer Entscheidung auf ein Gespräch mit Beamten des deutschen Außenministeriums mit der im Iran lebenden Mutter der Betroffenen, die aus Angst abgestritten hat, dass ihre Tochter lesbisch sei. Mit der Ignoranz gegenüber dem von den Anwälten nachgewiesenen Todesurteil macht sich die deutsche Gerichtsbarkeit der Beihilfe zum Mord schuldig. Das Strafrecht der Islamischen Republik Iran ist eindeutig. Nach § 110 steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. Auf explizit lesbische Handlungen 100 Peitschenhiebe. Nach der vierten Verurteilung ebenfalls die Todesstrafe. Die Tötungsart steht im Ermessen des religiösen Richters. Bei Jasmin wurde der Tod durch Steinigungbeschlossen. Unter Präsident Ahmadinejad hat der Tugendterror drastisch zugenommen. Im Mai hatte die iranische Sittenpolizei in Teheran über 1000 Männer festgenommen, die im Verdacht des „ungehörigen Verhaltens“ stehen, in Isfahan 87 Menschen, die konkret der Homosexualität beschuldigt werden. … falls jemand an Innensenator Körting schreiben will (zum Beispiel mit der Bitte, keinesfalls eine Abschiebung von Jasmin K. zuzulassen), wäre dies die Adresse: senator@seninnsport.berlin.de

4 Gedanken zu „Lesbischer Iranerin droht Abschiebung

  1. Danke für den Hinweis. Ich habe eine Mail geschrieben und werde dafür auch Werbung machen, dass noch mehr Leute schreiben.

  2. Darf ich deinen Blogeintrag kopieren und für Foreneinträge gebrauchen. Mein Blog bei Myblog wird nich von vielen gelesen und über Foren wo ich bin kann ich mehr Leute erreichen die das ganze unterstützen. So das die arme in deutschland hoffentlich doch bleiben darf!

  3. Eigentlich gibt es nach einem gruseligen Schock (obwohl so manches menschenverachtende in Deutschland Praxis ist) nichts zu sagen als: Handeln! Protestiert. Macht publik was hier in Deutschland im Namen der Asylpolitik Frauen (und auch Männern) passiert, die nicht ins politische Klischee der Normalität passen.

    Ich habe in jedem Fall Leute mobilisiert und in meinem Blog flämmend unter »Lesbisch – Abschiebung – Todesstrafe« dazu etwas gesagt.

    Mit gynozentischem Gruß einer Drachin

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