2 Gedanken zu „Yoko Ono im Museum, Händel im Kino, das postironische Zeitalter und die Re:publica…

  1. Kunst kommt von Können und nicht von Wollen, sonst hieße sie Wulst 😀

    Kunst liegt im Auge des Betrachters.

    Was Kunst eigentlich ist, kann niemand sagen. Für die einen ist es Kunst, für andere nicht. Manche Künstler sind Künstler in Selbstvermarktung und eher in Dreistigkeit begabt als in Malen oder so. Dinge als Kunst erklären zu können, hängt ab von der Bereitschaft des Publikums, sich verarschen zu lassen oder nicht. Aber dann ist es auch keine Kunst, weil Kunst berührt. Berührt sie Menschen nicht, ist sie entweder keine Kunst oder die Menschen sind nicht offen dafür. Doch auch, wenn sich Menschen darüber ärgern, werden sie ja davon berührt.

    Nein. Kunst ist nicht tot, Kunst ist einfach. Und man bracht gar nichts dafür, außer offene Empfänger. Ohne diese existiert sie auch, aber niemand kann sie wahrnehmen.

    Die Künstler sind Medien aber nur Menschen und abhängig von den jeweiligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Von denen kann man halten was man will (Ordnungshüter in Museen zum Schutz von Kunstwerken etc.). Sie haben mit der Kunst nichts zu tun.

    Der Markt darum herum hat es schon lange nicht mehr. Und natürlich kommt nichts Neues, weil sowieso alles schon da ist. Man braucht es nur abschöpfen.

    Opern in Kinos zu übertragen hat auch mit der Kunst, sprich der Oper, gar nichts zu tun, es ist einfach nur der Übertragungsweg anders.

    30,- € ist spottbillig.

    Schon mal in einer Wagneroper gesessen? 5-6 Stunden. Die Sänger haben es ja gut, sie agieren auf und hinter der Bühne, können sich bewegen, wogegen das Publikum eben nur sitzen darf.

    Die in der Met sind ja auch die Oberliga der Sänger. Nur die kriegen die Toggagen. Ja, eine Oper zu singen ist körperlich sehr anstrengen, da kann ich ein Lied (höhö) von singen 🙂

    Eine Oper ist ein Kunstwerk, auf das man sich einlassen kann. Oder eben auch nicht.

    Und den neuen StarTrek-Film gucke ich mir auch noch an 😀

    Dies habe ich geschrieben, während ich den Potcast gehört und nebenbei StarWars geguckt habe. Albern, nicht? Würde mich auch nicht ärgern, wenn der Kommentar nicht durchkommt 😉

  2. Ich kann mir nicht vorstellen, daß einer der Diskutanten etwa in einem klassischen Konzert laut seine Freude ausdrückt. In einem Kunstmuseum verhält man sich halt normalerweise still, weil so mancher Besucher die Bilder mit Konzentration und Achtsamkeit würdigen möchten.

    „Es wird nicht wirklich was Neues produziert“ – das kann SO nicht sein und ist es auch nicht. Dann wäre auch Schreiben sinnlos…denn was könnte auch da Neues gesagt werden? Dann wäre Musik sinnlos, denn was könnte da Neues geschaffen werden?

    Aus der enormen Preisentwicklung der „hehren“ Kunst kann nicht im direkten Schluß auf das Unsinnige der Kunst an sich geschlossen werden.

    Ich mag das Wort „Kunst“ zwar auch nicht mehr, weil sich ja gerne Leute mit diesem Status-Begriff Künstler schmücken wollen. Aber es gäbe ja Umschreibungen für dieses künstlerische Tun (etwa salopp „kreative Hervorbringungen“ oder ähnliches),, das ich an sich sehr schätze…wenn es denn Kunst ist!

    Für Kunst muß man sich einlassen – der Wert und der Inhalt des Objekts springt einen oft nicht sofort an. Ich denke, das ist so auch mit Literatur oder Musik.

    M.E. lohnt sich Beschäftigung mit Kunst und dem Künstlerischen…und keiner ist gezwungen, dabei die Attitüde des „Bildungsbürgers“ einzunehmen. Er kann sich für Kunst ganz ohne das interessieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s