Feminismus, Anarchismus und die Wichtigkeit der Vermittlung

In der taz von diesem Wochenende ist ein langes Interview mit mir, Anlass ist das neue Buch, aber es geht allgemein um alles mögliche.

Das Interview gefällt mir besonders, weil Katrin Gottschalk den Aspekt der Vermittlung so schön rausgekitzelt hat, denn das ist tatsächlich das, was mir am allermeisten am Herzen liegt: Es genügt nicht, klare und richtige Standpunkte zu haben, man muss sie auch vermitteln.

Wie sehr sich das für mich durchzieht, ist mir jetzt beim Lesen nochmal richtig klar geworden. Und auch, dass das eigentlich der Kern des Anarchismus ist, denn wenn man Herrschaft ablehnt, gibt es keinen anderen Weg, etwas zu verändern.

Sehr schön auch, dass der Akkordeonspieler, der jeden Tag vor dem Zoo sitzt und immer dieselben drei Akkorde spielt, es ins Blatt geschafft hat.

Und High Heels sind eh immer gut für Aufmerksamkeit.


Posted

in

,

by

Tags:

Comments

2 Antworten zu „Feminismus, Anarchismus und die Wichtigkeit der Vermittlung“

  1. Anonymous

    Hallo Antje,

    Schau, sage ich immer zu meinem Mann, da hat wieder Antje Schrupp genau das geschrieben, was ich auch denke, sie kann es nur viel besser ausdrücken!

    Danke 🙂
    Katja

    Gefällt 1 Person

  2. Anonymous

    Liebe Antje,

    Vielleicht ist die anarchistische Seele keine politische Kategorie, sondern eine existenzielle. Eine Weigerung, die eigene Unterwerfung für natürlich zu halten. Ein Gedächtnis dafür, dass es anders sein könnte – auch wenn es das gerade nicht ist. Das System kann vieles neutralisieren. Aber nicht jemanden, der einfach nicht vergisst.

    das hat dein Satz über den Kern bei mir ausgelöst.

    Liebe Grüße

    Like

Was meinst du?