Feminismus, Anarchismus und die Wichtigkeit der Vermittlung

In der taz von diesem Wochenende ist ein langes Interview mit mir, Anlass ist das neue Buch, aber es geht allgemein um alles mögliche.

Das Interview gefällt mir besonders, weil Katrin Gottschalk den Aspekt der Vermittlung so schön rausgekitzelt hat, denn das ist tatsächlich das, was mir am allermeisten am Herzen liegt: Es genügt nicht, klare und richtige Standpunkte zu haben, man muss sie auch vermitteln.

Wie sehr sich das für mich durchzieht, ist mir jetzt beim Lesen nochmal richtig klar geworden. Und auch, dass das eigentlich der Kern des Anarchismus ist, denn wenn man Herrschaft ablehnt, gibt es keinen anderen Weg, etwas zu verändern.

Sehr schön auch, dass der Akkordeonspieler, der jeden Tag vor dem Zoo sitzt und immer dieselben drei Akkorde spielt, es ins Blatt geschafft hat.

Und High Heels sind eh immer gut für Aufmerksamkeit.

Eine Antwort

  1. Hallo Antje,

    Schau, sage ich immer zu meinem Mann, da hat wieder Antje Schrupp genau das geschrieben, was ich auch denke, sie kann es nur viel besser ausdrücken!

    Danke 🙂
    Katja

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Foto: Heike Rost

Antje Schrupp

Ich bin Journalistin und Politikwissenschaftlerin und lebe in Frankfurt am Main. Mein Thema ist besonders weibliche politische Ideengeschichte. Aktuelle Bücher: „Unter allen Umständen frei“ über revolutionären Feminismus am Ende des 19. Jahrhunderts – Victoria Woodhull, Lucy Parsons und Emma Goldman (Helmer Verlag 2025) und „Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern“ (Aufbau Verlag 2026)

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