Kategorie: Mamas und Papas

  • Der falsche Systemwechsel beim Elterngeld

    In Deutschland gab es mal ein Elterngeld Erziehungsgeld: 300 Euro im Monat für jedes Kind, egal ob die Eltern reich oder arm waren, egal, welchen Beruf sie ausübten, und das zwei Jahre lang. (Ergänzung: Es gab allerdings eine familiäre Obergrenze beim laufenden Monatseinkommen). Eine gute Idee, denn Kinder kosten Geld, und vor allem brauchen Kinder…

  • Was beim Sprechenlernen geschieht

    Starre Mutterbilder sind Vergangenheit, doch was kann sinnvollerweise mit Mutterschaft gemeint sein? Dieser Frage geht Andrea Günter in ihrem Büchlein nach. Mit der Geburt und dem Durchtrennen der Nabelschnur ist die unmittelbare körperliche Verbundenheit zwischen Mutter und Kind ent-bunden, und es entsteht die Notwendigkeit einer Beziehung, die durch Kommunikation und durch Sprache vermittelt ist. Um…

  • Nein, die Kinderlosen sind nicht schuld

    Erstmals hat das statistische Bundesamt jetzt eine Erhebung gemacht zu der Frage, wie viele Kinder Mütter in Deutschland haben. Das heißt, es wurde nicht wie sonst nur die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau erhoben, sondern auch die Entwicklung innerhalb der Gruppe der Mütter selbst untersucht. Als ich vor drei Jahren mein Buch „Methusalems Mütter“ schrieb, lagen…

  • Erzieherinnen und Erzieher braucht das Land

    Nachdem in Punkto Kinderbetreuung für unter Dreijährige lange Zeit Familien und öffentliche Einrichtungen gegeneinander ausgespielt wurden, hat jetzt endlich ein Umdenken eingesetzt. Mit ungefähr vierzig Jahren Verspätung vollzieht die deutsche Gesellschaft das, was Feministinnen schon lange vorschlagen: Ab 2013 haben Eltern in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind. Um dies auch nur…

  • Die Rückkehr der Vielehe

    Warum wir längst nicht mehr monogam sind – und warum das auch nicht schlimm ist Bei einer Debatte über das neue Unterhaltsrecht hörte ich neulich eine interessante Formulierung: Einige Diskussionsteilnehmerinnen klagten darüber, dass viele Frauen, die jahrelang als Hausfrauen für Kinder und Ehemann gearbeitet hatten, nun um ihre finanzielle Absicherung fürchten müssen. Woraufhin andere die…

  • Abschied von der guten Mutter

    Was Mütterlichkeit ist oder sein sollte, das wird heute, wie ehedem, vor allem von Gesetz und öffentlicher Meinung definiert. Wie aber wäre es, wenn die Freiheit der Frauen (und nicht deren Nutzen für die Gesellschaft) ins Zentrum des Nachdenkens über die Bedeutung von Mutterschaft gestellt würde? Dazu habe ich unter dem Titel „Abschied von der…

  • Die Illusion der Vereinbarkeit

    93 Prozent der kinderlosen Männer zwischen 15 und 33 Jahren wollen Kinder haben, so die gute Botschaft einer neuen Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, die dieser Tage vorgestellt wurde. Soweit der erfreuliche Aspekt – erfreulich aus Sicht der Frauen, deren Kinderwunsch nämlich sehr häufig am Veto ihres Partners scheitert. Allerdings sind die Bedingungen, unter denen…

  • Vaterschaft vielfältig gestalten

    „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ – noch nie war dieses Sprichwort so wahr wie heute. Das alte Rollenmodell des patriarchalen Familienoberhauptes ist wohl endgültig passé. Doch was an seine Stelle treten soll, ist noch ziemlich unklar. Ist ein Vater einfach die männliche Version einer Mutter? In Zeiten, in denen die Gleichstellung…

  • Die beste Familie gibt es nicht!

    Die jüngste Brigitte-Studie hat es gezeigt: Der Kinderwunsch von Frauen ist nach wie vor hoch. Die bekannten gesellschaftlichen Hürden bewirken jedoch, dass Frauen in der Realität viel weniger Kinder bekommen, als sie eigentlich wollen. Ein großes Hindernis dabei ist die sinkende Kinderlust der Männer. Mehr als ein Viertel der jungen Männer will ein Leben ohne…