Gewalt ist nicht geschlechtsneutral

Soeben ist eine Studie (pdf) veröffentlicht worden, die jetzt unter dem Label „Männer sind genauso Opfer von häuslicher Gewalt wie Frauen“ diskutiert wird. Erstellt hat sie Peter Döge im Auftrag der Evangelischen Männerarbeit. Dafür wurden 1479 Männer und 970 Frauen danach befragt, ob sie schon einmal Opfer und/oder Täter_innen von Gewalt waren. (Ich kenne nicht die Studie, nur die Berichte über sie, wäre aber an den zugrunde liegenden Methoden und Zahlen und den Detailergebnissen interessiert, falls jemand Infos hat, bitte in den Kommentaren posten). Sowohl bei der Fragestellung der Studie selbst als auch bei der Art und Weise, wie ihre Ergebnisse diskutiert werden, läuft momentan einiges schief. Und damit meine ich nicht nur die bekannten Maskulinistengruppen, die ohnehin der Meinung sind, Männer würden von Frauen unterdrückt, und die diese Studie jetzt natürlich propagandistisch für sich ausschlachten. Die Absicht hinter dem Machen der Studie scheint gewesen zu sein, anhand von Zahlen nachzuweisen, dass das Stereotyp vom weiblichen Opfer und vom männlichen Täter nicht

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Die Sache mit den besserwisserischen Männerkommentaren in feministischen Blogs

Immer wieder stellt sich in feministischen Blogs die Frage, wie Frau mit den Kommentaren von Männern umgehen soll, die zwar nicht komplett beleidigend oder maskulinistisch sind (die können ohne weiteres gelöscht werden), aber doch in einem belehrenden und besserwisserischen Jargon daherkommen, der ein großes Unbehagen auslöst, bei mir jedenfalls. Das kommt gar nicht so selten vor. Einerseits tragen diese Kommentare nur sehr wenig zur inhaltlichen Diskussion bei. Andererseits steckt dahinter möglicherweise tatsächlich eine ernsthafte Absicht, mit feministischen Ideen ins Gespräch zu kommen, die sich nur unbeholfen ausdrückt. Oder die zumindest einen Konflikt eröffnet, der es Wert wäre, ausgetragen zu werden. Im Internetforum http://www.bzw-weiterdenken.de hat sich diese Frage kürzlich auch gestellt, und Dorothee Markert, eine der Redakteurinnen, hat darauf eine so brillante Antwort verfasst, dass ich sie – mit ihrem Einverständnis – auch in meinem Blog verbreiten möchte. Denn ich glaube, das Problem stellt sich nicht nur bei mir, und ihre Analyse kann auch für andere Blogbetreiberinnen erhellend sein. (Den Artikel von

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Der Störfaktor Frau und das männliche Imaginäre

Kürzlich wurde über eine neue Studie des Sinus-Institutes berichtet, bei der 30 männliche Führungskräfte in Tiefeninterviews nach ihrer Haltung zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ befragt wurden. Die Ergebnisse, von denen der verantwortliche Soziologe Carsten Wippermann im Interview mit Zeit-online berichtet, sind interessant. Zunächst einmal haben sich alle Befragten im Prinzip sehr positiv über Frauen in Führungspositionen geäußert. Das sollte man nicht einfach nur als bloßes Zugeständnis an die politische Korrektheit im heutigen Gleichstellungsparadigma abhaken. Es ist für Frauen, die sich innerhalb von Unternehmen bewegen, durchaus nicht unwichtig, dass sie mit prinzipieller Ablehnung, wie sie ambitionierten Frauen noch vor wenigen Jahrzehnten entgegenschlug, heute nicht mehr zu rechnen haben. Bei tieferen Nachfragen zeigte sich jedoch, dass es durchaus Vorbehalte gibt, und zwar in drei Typen, die Wippermann so beschreibt: „Alle 30 von uns befragten Manager konnte man einem Typus zuordnen. Der eine ist sehr konservativ. Bei ihm kann man eine kulturelle und funktionale Ablehnung von Frauen qua Geschlecht ausmachen. Zitate aus den Interviews sind: Frauen seien eine Irritation

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