Kategorie: Männlichkeit

  • Gebrauchsanweisung für Männer, die Bücher von Frauen kritisieren wollen

    Wieder mal das alte Thema: Viele Männer scheinen nicht so recht zu wissen, wie sie Frauen kritisieren sollen. Diesmal am Beispiel der Debatte um Denis Schecks Buchkritiken in der ARD-Sendung „Druckfrisch“. In der am 29. März ausgestrahlten Folge mokierte Scheck sich über die neuen Bücher von Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy. Passmanns Buch beschrieb…

  • Die Patriarchen-Piraten-Performance von Manuel Hagel

    Vorgestern habe ich auf verschiedene Plattformen gepostet: „Wer am besten erklärt, warum dieser weißhemdige CDU Typ aus Baden-Württemberg nicht ein Beweis für die Rückkehr des Patriarchats ist, sondern ein Paradebeispiel für #PostpatriarchalesChaos, gewinnt ein gewisses gleichnamiges Buch.“ Das Buch ist natürlich mein Neues, und hier die Einlösung des Versprechens! „Was nie wirklich weg war, kann…

  • Der Krieg als Teil des Männlichkeitsproblems

    Die Debatten um den Krieg in der Ukraine fordern nicht nur die traditionelle Friedensbewegung heraus, sondern auch den Feminismus. Es ist kein Zufall, dass gerade Alice Schwarzer und ihre Zeitschrift Emma Appelle für einen schnellen Waffenstillstand und Verhandlungen veröffentlichen und dafür viel Applaus bekommen. Frauenbewegung und Pazifismus gelten gewissermaßen als natürliche Verbündete, Krieg wird als inhärent männlich und patriarchal…

  • Feminismus und Krieg

    Ist es nicht sehr erstaunlich, wie wenig geschlechterpolitische Analysen in diesem Krieg eine Rolle spielen? In der medialen Begleitdebatte scheint sich kaum jemand zu trauen, Worte wie „Feminismus“ oder „Frauen“ in den Mund zu nehmen. Dass die Verhandlungsdelegationen ausschließlich aus Männern bestehen, wird als selbstverständlich zur Kenntnis genommen. Auch dass die stärksten inländischen Proteste sowohl…

  • Tokarczuk oder Handke? Wie Political Correctness als Männerquote fungiert

    Ich interessiere mich nicht wirklich für Nobelpreise, ich finde diese Zuspitzung von Qualität auf „einen Sieger“ nicht angemessen, in keinem Gebiet, aber erst recht nicht auf dem Gebiet der Literatur zum Beispiel. Nicht nur wegen dem Medien- und Kommerz-Zirkus, der auf solchen „Events“ zwangsläufig liegt, sondern auch, weil es ein symbolisch völlig falsches Framing setzt.…

  • „Diese östrogeninduzierte Unfähigkeit zur Logik macht mich rasend“

    Nachdem mein Buch „Schwangerwerdenkönnen“ vorige Woche in den Buchhandel kam, gab es ein Interview dazu in Spiegel-Online, worüber ich mich sehr gefreut habe. Das gibt natürlich eine schöne Reichweite über die eigene Bubble hinaus. Leider aber auch hinein in die Szene der Frauen- und Feministinnenhasser. Einer dieser  hat sich in einem sehr länglichen Text mit…

  • Die Herren Strache etc. und das Ende des Patriarchats

    (Archivierungspost, nachdem dieser kleine Text drüben auf Facebook so viel diskutiert worden ist und demnach interessant zu sein scheint) Das Plakat ist interessant, weil es ja tatsächlich von vielen Männern (nicht nur von Strache) als wahr empfunden wird. Dass die objektive Realität messbar eine andere ist, weil ja weiße Männer unvergleichlich viel mehr Redezeit haben…

  • Die Attentatskritikerin. Oder: Vom Elend des männlichen Revoluzzertums (wieder mal)

    Die Attentatskritikerin. Oder: Vom Elend des männlichen Revoluzzertums (wieder mal)

    Lou Marin: Rirette Maîtrejean. Attentatskritikerin, Anarchafeministin, Individualanarchistin. Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2016, 262 Seiten, 16,90 Euro. Man ist nach der Lektüre des Buches ein bisschen versucht, das Ganze mit „noch ein Beispiel dafür, wie toxische Männlichkeit freiheitliche Bewegungen zerstört“ zu überschreiben. Diesmal geht es um das libertär-anarchistische Milieu in Frankreich in der Zeit vor dem Ersten…

  • Elternschaft muss freiwillig sein! Warum es für Väter ein Opt-Out geben sollte

    Kürzlich sprach ich bei einem Thementag des Elternreferats des AstAs an der Uni Mainz über das Schwangerwerdenkönnen, und in der anschließenden Diskussion sorgte eine Fragestellung für Kontroversen, die ich so nicht erwartet hätte: Ob es für Väter (beziehungsweise für die Männer, mit deren Sperma eine Frau schwanger geworden ist) die Möglichkeit eines „Opt-Out“ geben sollte. Irgendwo hatte ich…