Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Rummoserer und Fixer mag ich beide nicht

    Gestern spülte mir das Internet wieder mal einen dieser kulturpessimistischen Zeitungsartikel auf den Bildschirm, in denen jemand über den Verfall der Sitten lamentiert, über das Internet, das uns alle ausspioniert, darüber, dass wir alle sowieso Idioten sind, weil wir die Welt nicht genauso düster sehen, wie er, über die Tugendwächter überall, die Gutmenschen, die alles,…

  • Frauen sind mehr als weiblich sozialisierte Personen

    Seit einiger Zeit verbreitet sich die Angewohnheit, Frauen nicht mehr als solche, sondern als „weiblich sozialisierte Personen“ zu bezeichnen. Ich empfinde das als ein Ärgernis, zuweilen sogar als Beleidigung.

  • Macht und Politik sind nicht dasselbe

    Macht und Politik sind nicht dasselbe

    So, das Buch ist da, yippie: „Macht und Politik sind nicht dasselbe“, die neueste Sammlung der Philosophinnen-Gemeinschaft Diotima aus Verona. Ich habe dafür sogar extra ein Video gedreht, lol. Have fun and share!

  • Die Sache mit der „platonischen Liebe“

    Selten versagt Wikipedia so grandios wie bei dem Versuch, zu erklären, was platonische Liebe ist. Und das ist ja auch nicht einfach zu verstehen: Schließlich hängt die Liebe bei Platon ganz klar mit dem Eros zusammen – also mit körperlicher Erregung, mit Sex – während gleichzeitig im Alltags-Sprachgebrauch unter „platonischer Liebe“ Liebe ohne Sex und Berührung verstanden…

  • Warum Moral im Gesundheitssystem nicht hilft

    Warum Moral im Gesundheitssystem nicht hilft

    Heute stolperte ich über einen Artikel, in dem beklagt wird, dass offenbar viele Operationen heute eher aus betriebswirtschaftlichen denn aus medizinischen Gründen durchgeführt werden.

  • Anti-Feminismus und Unfeminismus

    Es ist sinnvoll, zwischen Anti-Feminismus und Un-Feminismus zu unterscheiden. Die beiden Haltungen unterscheiden sich dabei nicht so sehr durch die Inhalte als vielmehr durch einen bestimmten Habitus.

  • Gendercamp: Nicht richtig satt geworden

    Gendercamp: Nicht richtig satt geworden

    Das Gendercamp am vergangenen Wochenende in Hüll war gleichzeitig auch mein erstes Barcamp überhaupt, an dem ich so richtig teilgenommen habe. Und ich bin ein wenig hin- und hergerissen, was ich von diesem Veranstaltungsformat halten soll. Für alle, die es nicht kennen: Bei einem Barcamp gibt es kein vorgegebenes Programm, sondern die Teilnehmer_innen legen selbst…

  • Frauen, Männer, Parteipolitik. Ein Zwischenstand.

    Ich sitze im Zug zurück vom Gendercamp, es gibt W-Lan, ich klappe das Internet auf, und was mir gleich wieder entgegenschwappt sind fehlende Frauen. Aktuell liegt ihr Anteil offenbar auf irgendeiner Piratenliste bei Null. Und sofort gehen die Reflexe los, die eine Seite ruft: „Aber es haben nun mal keine Frauen kandidiert“, die andere Seite…

  • Wir mussten reden

    Wir mussten reden

    Gestern traf ich mich in Berlin zu einem ausgedehnten Vormittagsplausch mit Michael Seemann und Max Winde für deren Podcast „Wir müssen reden“. Wir philosophierten über Organisationen und Institutionen, über feministische und digitale Weltveränderung, über Frankfurt und Berlin und über einen Igel, der jetzt hier wohnt. Großartig. Die drei Stunden gingen rum wie nix. Den Podcast…

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