Diese leidige Sache mit Adam

Wie Ihr vielleicht wisst, schreibe ich neben diesem hier ja noch einen Gott-Blog, in dem es um theologische und religiöse Themen geht, von denen ich vermute, dass sie viele von euch nicht interessieren. Mein letzter Post dort, „Diese leidige Sache mit Adam“, hat jedoch ziemlich viele Reaktionen bekommen und wurde oft geteilt, deshalb will ich euch hier auch kurz darauf hinwesien. Es geht um die Auslegung der jüdischen Schöpfungsgeschichte und die Erkenntnis, dass Adam kein Mann ist. Diese leidige Sache mit Adam.

Der Mythos von Maria Magdalena

Diese Woche habe ich an einer Podiumsdiskussion teilgenommen, bei der es um drei wichtige Frauen in den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ging. Mein Part war es, Maria Magdalena vorzustellen – neben der jüdischen Prophetin Hulda und Aischa, die als Ehefrau Mohammeds eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Islam hatte. Dabei war ich wieder einmal überrascht, wie viele Leute aus dem Publikum Maria Magdalena immer noch wie selbstverständlich mit der „Sünderin“ oder der „Prostituierten“ gleichsetzten. Offenbar sind die entsprechenden Bilder noch immer sehr präsent, obwohl der Vatikan in den 1960er Jahren klar gestellt hat, dass es sich bei der Jüngerin Maria Magdalena und der „Ehebrecherin“, die von Jesus vor der Steinigung bewahrt wird, um zwei verschiedene Frauen handelt. Die Vermischung der beiden Figuren geht auf Papst Gregor zurück, der im 6. Jahrhundert vier biblische Frauen – Maria Magdalena, die Ehebrecherin, die Frau, die Jesus salbte und Maria, die Schwester Marthas – zu einer vermengt hatte. In Wirklichkeit war Maria Magdalena einfach eine Jüngerin Jesu, und zwar

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Das Scherflein der Witwe

Die Themen „Armut“ und „Frauen“ zusammen zu denken ist eine komplexe Angelegenheit. Als ich gebeten wurde, in der Reihe „Feministische Theologie und Ethik“ dazu einen Artikel für die „Mitteilungen“ der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. zu schreiben, fiel mir spontan das Gleichnis vom Scherflein der Witwe ein. Und ich stellte fest, dass es sich auch anders interpretieren lässt als mit dem moralisch-erhobenen Zeigefinger, der damals im Kindergottesdienst so schrecklich war… Link: http://www.antjeschrupp.de/das_scherflein_der_witwe.htm