Wir sind keine Varianten

Wenn erst einmal eine Frau im Management einer Firma ist, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass dort noch eine andere Frau in eine ähnliche Position kommt, um ungefähr 50 Prozent. Das hat gerade eine Studie in den USA herausgefunden. 

Ein Ergebnis, das manche überraschen wird, denn es gibt im Gleichstellungsdiskurs ja die These, dass Frauen in Führungspositionen andere Geschlechtsgenossinnen „mitziehen“ würden, Stichwort Schneeballeffekt. So scheint es aber leider nicht zu sein.

Die Forscher_innen diskutieren verschiedene Gründe: Aktive Gleichstellungsbemühungen lassen nach, sobald man erstmal „eine hat“, männliche Platzhirsche verstärken ihren Widerstand gegen Frauen auf ihrer Statusebene, sobald es zu viele zu werden drohen und so weiter. (Die früher gerne mal vorgebrachte These, wonach erfolgreiche Frauen besonders „stutenbissig“ wären und keine weibliche Konkurrenz neben sich dulden, hat zumindest diese Studie nicht hergegeben: Die negativen Effekte stellen sich offenbar auch dann ein, wenn Führungsfrauen aktiv versuchen, Geschlechtsgenossinnen zu fördern.)

Die Erklärungen sind allesamt nicht befriedigend, beziehungsweise sie lassen die eigentlichen Gründe für die „eine Frau reicht ja wohl“-Haltung unausgesprochen. Wenn der Grund für die männliche Dominanz, wie oft behauptet, vor allem die Tradition ist, also die Gewohnheit des „das war schon immer so“, dann wäre nämlich in der Tat ein Schneeballeffekt zu erwarten: Man hat sich doch inzwischen daran gewöhnt, eine Bundeskanzlerin im Fernsehen zu sehen oder eine Managerin mit am Konferenztisch zu haben – warum ist denn dann der Damm nicht gebrochen, sondern wächst sogar noch höher?

Meiner Ansicht nach ist die tiefere Ursache die, dass Frauen – und auch andere „andere“ – eben nicht als Andere gedacht werden, sondern als Gleiche.

Ein schönes Beispiel dafür, was ich meine, ist die Anfangssequenz des George Lucas-Films THX1138 aus dem Jahr 1970 (darüber schrieb ich auch hier schon mal was). Dort werden vier Personen immer abwechselnd gezeigt: Ein weißer Mann, ein alter weißer Mann, ein Schwarzer Mann, eine weiße Frau. Als ich das das erste Mal sah, wurde mir klar, wo das Problem liegt: Die „anderen“ (also die Alten, die Frauen, die Schwarzen) sind lediglich Varianten des weißen Mannes. Es ist immer nur genau ein Attribut, das sich ändert – der weiße Mann kann sozusagen auch mal weiblich sein, oder er kann Schwarz sein, oder alt. Aber es gibt keine Schwarzen Frauen, keine alten weißen Frauen, keine alten Schwarzen Männer, von alten Schwarzen Frauen ganz zu schweigen.

Die Gleichheitsidee ist mit der unausgesprochenen Vorstellung behaftet, dass die „anderen“ den „Normalen“ in Wirklichkeit gleichen. Frauen sind doch gar nicht anders als Männer, wird beteuert, Schwarze sind doch irgendwie „genauso wie wir“, nicht wahr?

Dieses Phantasma, dass die anderen gar nicht anders sind, sondern in Wirklichkeit gleich, lässt sich natürlich nur so lange aufrechterhalten, wie es sich tatsächlich nur um Einzelfälle handelt, durch deren Anwesenheit die symbolische Ordnung des „Normalen“ zwar mit etwas Vielfalt und „Farbe“ bereichert, aber nicht aus den Angeln gehoben wird.

Und deshalb darf es von den anderen immer nur wenige geben. Gäbe es nämlich viele, dann bestünde die Gefahr, dass sie die Angelegenheit umkrempeln, dass das Normale nicht länger normal ist. Es würde offensichtlich, dass es nicht um Assimilation und Integration geht, sondern um Pluralität, um Differenz.

Genau das ist der Grund, warum das Gleichstellungsparadigma als feministische Strategie meiner Ansicht nach nichts taugt. Was jetzt ansteht ist, dass wir offensiv die Differenz, also unser „Anderssein“ stark machen. Worin genau dieses „Anderssein“ besteht, muss dabei gar nicht inhaltlich bestimmt werden, es wird sich von selber zeigen. Wichtig ist aber, dass wir uns und ihnen klar machen: Wir „anderen“ sind keine Varianten von euch „Normalen“. Wir sind wir selber, und wir machen uns unsere eigenen Maßstäbe.

Gleichstellungs-Elend in a Nutshell

Isa Sonnenfeld von Twitter Deutschland hat  in einem Interview mit EditionF  in einem Satz exemplarisch anschaulich gemacht, warum das Konzept „Gleichstellung“ meiner Ansicht nach einen falschen symbolischen Ansatz fährt. Sie antwortet auf die Frage, warum Twitter in seiner Führungsspitze kaum Frauen hat:

Die Vielfalt der Mitarbeiter und gerade die Förderung von Frauen gehört mittlerweile zu einer der Prioritäten bei uns. Wir wissen, dass es nicht nur das Richtige ist – es macht auch wirtschaftlich Sinn für Twitter. Studien haben gezeigt, dass ein gemischtes Team bessere Entscheidungen trifft und Frauen in Führungspositionen bessere finanzielle Resultate erzielen. Twitter ist natürlich keinenfalls immun gegen die weltweiten Entwicklungen im Technologie-Bereich, das heißt ein fehlendes Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen im Unternehmen, aber wir arbeiten hart daran, den Trend in eine andere Richtung zu lenken.

Hier die drei Bullshit-Bingos des Gleichstellungs-Diskurses, die in diesem kurzen Absatz so schön auf den Punkt gebracht sind, aber natürlich nicht nur hier vorkommen. Sie sind inzwischen mehr oder weniger Standard, wenn es um das Thema geht. Ich habe manchmal den Eindruck, dass sich dabei bestimmte Diskurs-Versatzstücke verselbstständigt haben und immer wieder nachgeplappert werden – daher ist Bullshit-Bingo auch nicht als Metapher zu verstehen.

1. Der Ansatz „Förderung von Frauen“ ist allertiefste Achziger. Ich weiß, dass in vielen Unternehmen noch geglaubt wird, die Ursache der dortigen Männerdominanz sei ein Defizit weiblicherseits, weshalb die armen, minderbemittelten Frauen „gefördert“ werden müssten. Genau dieser Blick auf Frauen und auf die Geschlechterdifferenz ist aber ein wesentlicher Teil des Problems. Wer heute noch so an die Sache herangeht, ist jedenfalls auf einem völlig falschen Gleis. Nicht Frauen haben Defizite und müssen also gefördert, sondern die Unternehmenskultur hat Defizite und muss also verändert werden. (Der Begriff „Frauenförderung“ kommt in dem Interview noch mehrfach vor, sowohl in den Fragen als auch in den Antworten.)

2: Der Wunsch, mehr Frauen in einem Unternehmen zu haben, wird mit wirtschaftlichen Interessen und der Aussicht auf mehr Gewinn gerechtfertigt. Frauen haben aber nicht die Aufgabe (und Feministinnen schon gar nicht), den Kapitalismus zu verbessern oder den Gewinn von Unternehmen zu erhöhen. Allerdings wurde Isa Sonnenfeld ja nicht als Feministin, sondern als Repräsentantin von Twitter interviewt, von daher ist ihre Antwort völlig legitim. Sie zeigt aber, dass wir von Unternehmen nur solange Rückenwind in Geschlechterdingen zu erwarten haben, wie wir belegen können, dass sich das für sie „rechnet.“ Von einem sich als feministisch verstehenden Magazin wie EditionF hätte ich mir jedoch doch die eine oder andere kritische Rückfrage erwartet.

3: Das „Das ist eben so“-Argument. Denn natürlich kann Twitter nichts dafür, dass es dort keine Frauen gibt, haha, sondern es ist hier nur selber Opfer „der weltweiten Entwicklungen im Technik-Bereich“. Aber Twitter stellt sich dem mutig entgegen und „arbeitet hart daran“, sich dieser bösen Welt, für die es ja gar nichts kann, entgegen zu stemmen. Vermutlich sollen wir den Helden von Twitter dafür jetzt auch noch dankbar sein.

Thanks, but no thanks.

Stattdessen noch einen Satz aus dem Interview, der sich eins zu eins in ein Kabarettprogramm aufnehmen ließe :))

Wir haben bei Twitter eine ganze Reihe von Arbeitsgruppen und Initiativen, die sich für mehr Diversity und Equality stark machen. Dazu zählen beispielsweise die „Super Women At Twitter” – kurz SWAT –, Womeng und Wux. Womeng ist angetreten, um mehr Softwareentwicklerinnen zu Twitter zu holen beziehungsweise zu halten. Wux steht für „women in UX” und macht sich zum Ziel, mehr Frauen für die Arbeit in unseren Design-Teams zu begeistern.

PS: Wer ein Wort wie „Frauenförderung” ohne Facepalm im Mund führen kann, spricht über Frauen auch konsequenterweise im generischen Maskulinum. Ich glaube, es geht hier nicht nur um eine Sprachkonvention, sondern um einen wirklich inhaltlichen Konflikt über die Aufgaben und die Ausrichtung von Feminismus. Substanzielle (feministische) Gesellschaftskritik ist weder im generischen Maskulinum noch unter dem Frauenförderungs-Paradigma denkbar.

PPS:  Wie Gleichstellung praktisch und symbolisch besser geht, lässt sich in dem neuen Buch von Anke Domscheit-Berg („Ein bisschen gleich ist nicht genug”) nachlesen. Ihr gelingt es, das Konzept Gleichstellung aus den Achztigern in die Jetztzeit weiterzuentwickeln, und zwar unter Einbeziehung feministischer Debatten der vergangenen Jahre. Das Buch macht mich jetzt noch nicht unbedingt zu einem glühenden Fan der Gleichstellung, aber immerhin doch hoffnungsvoll, dass Gleichstellung nicht immer in eine falsche Richtung zielen muss, sondern durchaus die Freiheit der Frauen auch befruchten und vergrößern kann :))

 

 

“Frauensachen” sind nicht unbedingt Frauensache – zum Streit um Brandeins

Die Brandeins ist eine der wenigen Zeitschriften, die ich noch abonniert habe, und zwar, weil ich dort relativ viel Neues und Interessantes erfahre. Dass ich dort hauptsächlich Geschichten über Männer lese, daran habe ich mich schon gewöhnt. Ich bedaure es, aber was soll man machen, man kann ja nicht immer nur meckern, selbst als Feministin nicht.

Jetzt haben aber andere gemeckert – nachlesen könnt Ihr das bei Felix Schwenzel und bei Anne Schüßler – und Gabriele Fischer, die Chefredakteurin, hat dazu Stellung bezogen.

Nun könnte man sagen, gähn, immer dieselben Argumente. Aber ich habe noch eine andere Vermutung. Denn ich kann die Haltung von Gabriele Fischer recht gut nachvollziehen, und wir balancieren doch alle irgendwie auf diesem Grat entlang, entweder zu viel “Frauendings” zu machen und dann in der “allgemeinen” Debatte in die Frauenecke geschoben zu werden, oder uns in der “allgemeinen” Debatte einzumischen und uns dafür der männlichen Norm ein Stück weit anzupassen, um überhaupt ernst genommen zu werden. Noch immer gilt in vielen Universitätsfächern die Maxime: Wenn du schon deine Diss über “irgendwas mit Frauen” geschrieben hast, dann auf keinen Fall auch noch die Habil, wenn du jemals eine Professur (in einem anderen Feld als Gender Studies) haben willst.

Gabriele Fischer stellt in ihrem Statement heraus, wie viele Frauen bei Brandeins in verantwortlichen Positionen sind, nicht nur sie als Chefredakteurin, sondern auch viele andere. Und ich bin überzeugt davon, dass dies ein entscheidender Grund dafür ist, warum die Zeitschrift so gut ist, wie sie ist, und warum ich sie immer noch lese und interessanter finde als vieles andere.

Aber meine Vermutung ist auch schon lange, dass ein hoher Frauenanteil in Führungskreisen genau nicht dazu führt, dass Frauen und das, was sie tun, in den Fokus rücken, dass Frauen und ihre Initiativen und Perspektiven mehr wahrgenommen werden als anderswo. Sondern dass vielleicht gerade im Gegenteil diese Frauen aus einem vermutlich nicht wirklich bewussten, sondern unterschwelligen Anpassungsgestus heraus vermeiden möchten, zu sehr “Frauenkram” zu machen.

Diese Vermutung habe ich, seit ich vor einigen Jahren in der taz von einer Studie las, bei der herauskam, dass Theaterhäuser in den USA von Frauen eingereichte Stücke weniger oft berücksichtigen als von Männern eingereichte Stücke, und zwar vor allem dann, wenn sie von Frauen geleitet werden.

Dass jedenfalls Frauen in Führungspositionen automatisch mehr Aktivitäten anderer Frauen fördern als Männer in Führungspositionen – was ja ein wichtiges Argument bei Quotenforderungen ist – halte ich für mehr als fraglich. Zumindest in bestimmten Fällen kann es auch genau andersrum sein: Sei es eben, dass die Führungsfrauen ihre “Neutralität” unter Beweis zu stellen versuchen, indem sie garantiert keine Frauen bevorzugen, oder sei es, dass ein Unternehmen, eine Organisation, eine Redaktion mit vielen Frauen in der Führungsriege denkt, es sei gegen Männerdominanz ja sowieso gefeit und sich deshalb um das Thema auch nicht gesondert bemüht. Wohingegen in einem Unternehmen mit rein männlicher Führungsspitze inzwischen manchmal so etwas wie ein Peinlichkeits-Sensorium vorhanden ist, das dazu führt, dass man sich gezielt darum bemüht, die Perspektiven von Frauen einzubeziehen.

Wie auch immer, das Thema bleibt spannend, und wenn es stimmt, dass Gabriele Fischer durch diesen Konflikt jetzt für das Thema sensibilisiert wurde, bin ich schon gespannt auf die nächsten Hefte.

Mal ein bisschen Mathe: Warum 50 Prozent nicht reichen.

Beim Verfolgen der 50-Prozent-Posts von Anne Roth, die in ihrem Blog die Anteile von Frauen und Männern bei Konferenzen zählt, ist mir etwas aufgefallen. Und zwar, dass es bei gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, die darauf abzielen, männliche Dominanz oder stereotype Rollenmuster zu überwinden, nicht ausreicht, Gleichberechtigung anzustreben, also etwa eine 50/50-Besetzung von Speakerlisten bei Tech-Konferenzen.

Das hat ganz schlicht mathematische Gründe. Der Frauenanteil liegt bei Politik- oder Technik-Konferenzen derzeit in der Regel zwischen null und vierzig Prozent. Dass Frauen die Mehrheit der Sprechenden ausmachen, kommt fast nie vor. Um Ausgewogenheit herzustellen, reicht es deshalb nicht aus, die eigenen Konferenzen zur Hälfte mit Frauen zu besetzen. Um irgendwann unterm Strich gesamtgesellschaftlich auf Halbe-Halbe zu kommen, brauchen wir Konferenzen mit 70 oder 80 Prozent Frauenanteil.

Ein ähnliches Schema fiel mir beim Lesen von Jochen Königs Buch “Fritzi und ich” auf. Hier geht es um die Verteilung der Kleinkinder-Betreuung zwischen Frauen und Männern. Diese liegt nach wie vor zum größten Teil in den Händen von Frauen, und auch hier wird als Gegenmaßnahme angestrebt, die Kindererziehung “gleichberechtigt” zu verteilen.

Aber in einer Gesellschaft, in der in den allermeisten Fällen Frauen diese Arbeit übernehmen, ändert es nichts, wenn ab und zu auch mal ein Vater die Hälfte macht. Um etwas Substanzielles zu verändern, brauchen wir Fälle, in denen Männer den Löwenanteil der Kleinkinderbetreuung übernehmen.

Es geht mir hier nicht darum, halbe-halbe-Regelungen prinzipiell zu kritisieren, sondern darum, zu unterscheiden, was sie können und was sie nicht können. Eine halbe-halbe-Regelung kann eine Tech-Konferenz besser machen, weil die Organisatoren mal über die Szene der üblichen Verdächtigen hinausdenken, und sie kann das Familienleben und die Kindererziehung im Einzelfall besser machen, keine Frage. Sie kann aber nicht gesellschaftliche Verhältnisse verändern.

Oder anders: Wer im eigenen Umfeld darauf achtet, generelle Ungleichgewichte zwischen Frauen und Männern “gleichberechtigt” auszutarieren, trägt lediglich (immerhin) dazu bei, die Situation nicht noch weiter zu verschlechtern. Aber nicht dazu, sie zu verbessern.

Das wäre auch gar nicht schlimm, wenn nicht genau das so oft behauptet würde. Wenn ich zum Beispiel darüber diskutieren will, was es politisch bedeutet, dass das öffentliche Sprechen so stark von Männern dominiert ist, oder dass Frauen für die Fürsorgearbeit zuständig sind, erwidert fast immer jemand, das Thema sei doch längst überholt, es würde sich doch alles schon ändern. Weil es inzwischen junge Paare gebe, die sich das halbe halbe aufteilen, zum Beispiel.

Das Streben nach halbe-halbe in einzelnen Bereichen (bei manchen Eltern, bei manchen Konferenzveranstaltern) wird also als Argument genommen, warum man sich politisch mit dem Gender-Gap in diesen Bereichen nicht mehr beschäftigen will. Das Streben nach halbe-halbe wird selbst schon als politische Lösung angepriesen. Es ist aber keine, und kann es rein mathematisch gar nicht sein.

Damit das öffentliche Sprechen nicht mehr von Männern dominiert wird, müsste es genauso viele Konferenzen mit Frauenüberschuss wie mit Männerüberschuss geben, und damit Kleinkinderbetreuung nicht mehr Frauensache ist, muss es genauso viele Kinder geben, die hauptsächlich von Männern versorgt werden, wie Kinder, die von Frauen versorgt werden. Und so weiter.

Dass  irgendwann JEDE Tech-Konferenz genau halbe-halbe besetzt und JEDES Kind exakt halbe-halbe von einer Frau und einem Mann erzogen wird, ist nämlich völlig unmöglich – und auch gar nicht wünschenswert. Über eine Quote mag man für Gremien nachdenken, im realen Leben funktioniert das nicht so. Es kann im konkreten Einzelfall sinnvoll sein, die Erziehungsarbeit nicht akribisch gleich aufzuteilen, oder eine Konferenz mit mehrheitlich Frauen oder Männern zu bestücken. Halbe-Halbe ist, wie jede Quote, immer nur eine Krücke, und ich gebe zu, dass die Quotengegner mit ihren Qualitätseinwänden im Prinzip durchaus recht haben.

Das Problem ist nur (und das ist es, was die Quotengegner ignorieren), dass sich bei diesen Fragen historische Geschlechtermuster mit realen Kontexten überkreuzen. Es ist also im Einzelfall nicht klar, ob nur Männer eingeladen wurden, weil sie tatsächlich in dieser konkreten Situation mal zufällig die besseren Speaker zum Konferenzthema sind, oder ob die Organisatoren den Klischees in ihren Köpfen erlegen sind. Es ist im Einzelfall nicht klar, ob in einer Familie die Frau nach der Geburt eines Kindes ihre Erwerbsarbeit aufgibt, weil es die beste Lösung ist, oder ob sie es tut, weil sie und ihr Umfeld meinen, dass das eben “normal” sei.

Damit wir Verhältnisse schaffen können, in denen einzelne (bei der Besetzung von Konferenzen, bei der Verteilung der Erziehungsarbeit in einer konkreten Situation) sich wirklich für das “Beste” entscheiden, brauchen wir deshalb Muster und Vorbilder, die hergebrachte Stereotype nicht nur vermeiden, sondern umdrehen. Erst wenn Tech-Konferenzen mit 70 oder 90 Prozent Speakerinnen genauso als normal empfunden werden wie andersrum, und wenn es genauso viele Väter gibt, die Hauptverantwortliche für die Versorgung von Babies sind, erst dann ist gewährleistet, dass bei der Einzelfall-Entscheidung die tatsächlichen Qualität wichtig ist und nicht das Stereotyp oder die Gewohnheit.

Wenn wir aber schon halbe-halbe für das Höchste der Gefühle halten, ist von vornherein klar, dass wir da nicht hinkommen werden.

(Titelfoto: David~/Flickr.com)

50 Prozent. Über Zahlen und mehr.

frauenzaehlen

Anne Roth hat ein neues Blog gestartet, das ich euch empfehlen möchte: Es heißt 50 Prozent und da sammelt sie prozentuale (Nicht)-Beteiligung von Frauen beziehungsweise die Überdominanz von Männern bei verschiedenen Kongressen, Fernsehsendungen, Panels etc. Hier ist ein Bericht darüber im Metronaut.

Das ist eine gute Idee, wie ich finde, macht da mal mit. Das geht, indem ihr entsprechende Beobachtungen per Mail schickt oder in die Kommentare tippt, oder auch über Twitter: einfach Gesamtzahl, Zahl der Frauen, URL und den Hashtag #50prozent in den Tweet schreiben.

In diesem Blog habe ich über Ähnliches ja auch schon häufiger nachgedacht. Im März 2009 war mir zum Beispiel ein Trend aufgefallen, den ich “Cover-Girls” genannt habe – damit meine ich, dass viele Veranstalter ihr Defizit in Punkto weibliche Beteiligung damit überdecken, dass sie die wenigen Frauen, die eingeladen sind, immerhin prominent auf ihre Flyer und Programmhefte drucken.

Ein Jahr später habe über “gefühlte und reale Frauen” geschrieben. Damit meine ich das Phänomen, dass eine Frauenbeteiligung von 20 bis 30 Prozent als “normal” und ausgeglichen empfunden wird. Weniger als 20 Prozent stößt schon einigen Leuten inzwischen unangenehm auf, ein Frauenanteil von 50 Prozent oder darüber wird als weibliche Dominanz wahrgenommen.

Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass wenn eine Frau etwas sagt und dabei nicht als “Neutrum” auftritt, sondern ihre Weiblichkeit sichtbar ist und von ihr eventuell sogar zum Thema gemacht wird, ihre Intervention automatisch nicht mehr als allgemeingültige, an alle Menschen gerichtete Intervention verstanden wird, sondern als partikulare “Frauenintervention”, so als würde sie dann “für die Frauen” sprechen und nicht “für die Menschen”.

Ich nenne das inzwischen manchmal das “Simone-de-Beauvoir-Dilemma”: Simone de Beauvoir nämlich galt zu ihrer Zeit als einflussreiche Philosophin und maßgebliche Vertreterin des Existenzialismus. Bis sie ein Buch über Frauen geschrieben hat. Ab da war sie nicht mehr Philosophin, sondern “Frauen-Philosophin”.

Und bis heute stehen Frauen vor diesem Dilemma: Gebe ich mich als universales Neutrum aus, um gehört zu werden? Oder mache ich die Geschlechterdifferenz zum Thema, auf die Gefahr hin, dann als “Frauen-Frau” wahrgenommen zu werden?

Genau das ist der inhaltliche Grund, warum eine 50-Prozent-Zählung so wichtig ist. In einer Umgebung, in der das Sprechen von Frauen genauso normal, sichtbar und verbreitet ist wie das Sprechen von Männern wird es nämlich nicht mehr so leicht sein, Frauen als “Frauen-Frauen” in die Partikularecke zu stellen, einfach weil jede von ihnen nur eine unter ganz vielen ist. Da die vielen sichtbaren Frauen höchstwahrscheinlich auch viele sichtbare Meinungen vertreten werden, wird offensichtlich, dass eine Frau nicht “für die Frauen” spricht, auch dann, wenn sie in ihrem Frausein sichtbar ist und das vielleicht sogar thematisiert.

Ein wichtiges Thema also. Denn man muss sich ja klar machen, dass die angemessene Beteiligung von Frauen an Debatten nicht das Ende des Liedes ist, sondern der Anfang. Das heißt: Wenn wir Frauen genauso selbstverständlich sprechen hören, und genauso häufig, wie Männer, dann ist nicht das “Problem Gleichberechtigung” gelöst, sondern dann können die inhaltlichen Auseinandersetzungen überhaupt erstmal beginnen. Dann erst lägen die Themen auf dem Tisch.

Wobei, noch ein Nachtrag: Ich finde nicht, dass alle Veranstaltungen zu je fünfzig Prozent aus Frauen und Männern bestehen müssen. Zum Beispiel bereite ich ja selbst gerade eine Veranstaltung vor – die postpatriarchale Denkumenta 2013 – wo nach dem bisherigen Anmeldestand die Männer eine kleine Minderheit sein werden. Allerdings ist uns, den Veranstalterinnen, das natürlich bewusst und wir verstehen unsere Tagung auch klar als weiblichen Beitrag zu einer aktuellen Entwicklung. Wir laden Männer ein und freuen uns, wenn sie Interesse haben, aber wir erheben nicht den Anspruch, eine “geschlechtsneutrale” Tagung zu machen oder eine, wo die Geschlechterdifferenz keine Rolle spielt.

Unter diesen Voraussetzungen kann ich auch Veranstaltungen akzeptieren, bei denen Frauen eine kleine Minderheit sind – wenn die Veranstalter deutlich machen, dass sie eine Intervention aus männlicher Perspektive beabsichtigen.

Eine alte Idee von mir, die ich besser finde als die Quote, wäre in diesem Zusammenhang ja ein Ampelsystem: Einen roten Punkt bekämen alle Veranstaltungen/Panels/Sammelbände usw., bei denen ein Geschlecht extrem dominierend auftritt, sagen wir mit einem Anteil von über 75 Prozent. Einen gelben Punkt bekämen alle, bei denen ein Geschlecht zwar klar dominiert, aber nicht extrem, sagen wir mit einem Anteil von 60 bis 75 Prozent. Einen grünen Punkt bekämen alle mit einem eher ausgeglichenen Geschlechterverhältnis, also wo kein Geschlecht mehr als 60 Prozent stellt. Um es noch sichtbarer zu machen, könnten in die roten und gelben Punkte ein M oder F geschrieben werden, damit man sofort sieht, welches Geschlecht es ist, das hier dominiert.

So als eine Art Aufklärungs- und Warnsystem, das mich als Nutzerin zu einer schnelleren Navigation befähigt. Einladungen zu Themen, bei denen ich eine Männerdominanz nicht akzeptiere, bräuchte ich dann gar nicht mehr sichten, sondern könnte sie ungelesen wegwerfen.

Vielleicht entsteht aus Annes Blog ja irgendwann mal eine Bundesprüfstelle für Geschlechterverhältnisse, die dieses Siegel verbindlich einführt. Kleiner Scherz. Aber ein bisschen ernstgemeint.

Frauen in Zeiten der Quote

Souveräne Frauen braucht das Land, nicht brave Abstimmerinnen. Foto: Cornelia Roth

Souveräne Frauen braucht das Land, nicht brave Abstimmerinnen. Foto: Cornelia Roth

Ich bin kein großer Fan der Frauenquote – dazu habe ich hier im Blog schon oft geschrieben und sogar eine eigene Kategorie zu dem Thema eingerichtet.

Aber seit einiger Zeit schon wünsche ich mir sehnlichst, sie würde so langsam mal eingeführt, damit wir endlich alle Aufmerksamkeit den wirklich wichtigen Themen widmen können: der völlig unklaren Zukunft der Sorgearbeit, der zunehmenden Armut, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in alle möglichen Richtungen, dem nicht funktionierenden Bildungssystem, der Ressourcenverschwendung, der wirtschaftlichen Ausblutung vieler Länder, dem Kampf gegen Gewalt und Übergriffigkeit. Und generell dem desolaten Zustand dessen, was im allgemeinen “Politik” genannt wird, aber nur allzu selten wirkliche Politik ist. Alles genuin feministische Themen, wenn man mich fragt.

Annett Meiritz hat heute im Spiegel gut kommentiert, wie wenig “Politik” bei den parlamentarischen Debatten über die Quote im Spiel ist. Und zwar auf allen Seiten. Dem ist als Analyse wenig hinzuzufügen.

Aber die Abstimmung im Bundestag hat noch einmal deutlich vor Augen geführt, was das Problem an einer Quote wäre, würde sie denn kommen: Denn dass Frauen in irgendwelchen Ämtern sind, bedeutet offensichtlich nicht automatisch, dass sie dort auch etwas ändern. Die Gefahr ist groß, dass sie sich dann doch den Spielregeln unterwerfen. Und schlechte Verhältnisse werden ja nicht dadurch besser, dass auf allen Ebenen fünfzig Prozent Frauen sind. Ungerechtigkeit wird nicht dadurch gerecht, dass sie auf alle Geschlechter gleichmäßig verteilt wird.

Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass eine Quote früher oder später kommt. Die absterbenden Institutionen sind ja dringend darauf angewiesen. Aus eigener Kraft schaffen sie es nicht, Frauen für sich zu gewinnen. Die Frauen laufen ihnen in Scharen weg. Frauen (immer im Sinne von: deutlich mehr Frauen als Männer) mögen keine 80-Stunden-“Führungs”-Jobs, sie mögen keine Parteien – denn wie anders soll man es interpretieren, dass alle Partei-Neugründungen faktisch Männerparteien sind? Erst die Piraten, jetzt die Alternative für Deutschland?

Die Quote (oder irgend etwas in der Art) wird kommen, denn Männervereine funktionieren heutzutage nicht mehr. Die Frage ist: Was machen wir bis dahin? Verwenden wir – die Frauenverbände, die feministischen Aktivistinnen – weiterhin unsere Kraft und Energie dafür, für eine Quote zu werben, zu argumentieren, uns aufzureiben?

Mein Vorschlag ist, wir machen unterdessen etwas anderes. Zum Beispiel könnten wir uns darauf vorbereiten, was wir tun werden, wenn die Quote erst einmal da ist. Also Fragen stellen und diskutieren wie: Was ist eigentlich notwendig, damit eine Frau, wenn sie in Amt und Würden kommt, sich nicht vom Sog der Verhältnisse und des So-ist-es-immer-schon-gewesen mitreißen lässt? Was braucht eine Frau, damit sie nicht umfällt wie die Quotenbefürworterinnen in CDU und FDP, wenn es darauf ankommt?

Ein paar Ideen hätte ich schon.

Frauen in Zeiten der Quote müssen zwischen Macht und Politik unterscheiden – was nicht heißt, sich von der Macht fernzuhalten, sondern sich nicht fraglos ihrer Logik zu unterwerfen.

Frauen in Zeiten der Quote brauchen weibliche Souveränität – was etwas anderes ist als das männliche Modell des einsamen Monarchen. Weibliche Souveränität bedeutet nicht, sich über andere zu stellen, sondern ein eigenes Urteil zu fällen und dann auch konsequent danach zu handeln.

Frauen in Zeiten der Quote brauchen Freundinnen. Der Maßstab, an dem sie sich orientieren, darf nicht der Erfolg im Rahmen der bestehenden Systemlogik sein (werde ich wiedergewählt oder nicht?). Sondern ob sie erfolgreich sind oder nicht, können sie nur im Austausch mit denen erfahren, denen sie vertrauen.

Frauen in Zeiten der Quote dürfen sich nicht von der Institution, in der sie ein Amt bekleiden, abhängig machen, weder finanziell noch ideell. Ihre “politische Heimat” muss anderswo sein – denn sonst haben sie nicht die Freiheit, im Zweifelsfall zu gehen.

Frauen in Zeiten der Quote müssen bereit sein, Konflikte einzugehen und auszutragen. Die Anerkennung der Mächtigen muss ihnen egal sein, denn ihre Anerkennung finden sie anderswo. Sie müssen sich befreien, von dem Wunsch, von denen, die im System “oben” sind, gelobt zu werden.

Frauen in Zeiten der Quote brauchen also symbolische Unabhängigkeit. Dann – und nur dann – könnte eine Quote tatsächlich was bewirken.

PS und Update: Alles, was ich hier über Frauen sage, gilt für andere Menschen auch. 

 

Gleichheit ist kein Ziel

„Schwestern, zur Sonne, zur Gleichheit“ – über diesen Slogan, den der Deutsche Frauenrat ausgewählt hat, um das 100. Jubiläum des Internationalen Frauentags zu feiern, ärgere ich mich ziemlich.

Gleichheit? In Bezug auf wen denn? Und in Bezug auf welche Norm?

Wenn überhaupt, kann Gleichheit nur in einem konkreten Kontext eine sinnvolle Forderung sein. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in einem Betrieb zum Beispiel. Oder: gleiche Bewertungskategorien und Chancen in einem Zugangsverfahren. Gleichheit an sich ist aber kein sinnvolles Ziel.

Historisch hatte die Forderung nach Gleichheit (der Frauen mit den Männern) vielleicht eine gewisse Berechtigung, weil früher – lange ist’s her – die Diskriminierung von Frauen mit deren angeblicher “natürlicher” Ungleichheit gerechtfertigt wurde. Und schon damals gab es viele Einwände kluger Frauen gegen diese rein strategische und reaktive Argumentation.

Denn die Sache mit der Gleichheit hat ja einen Haken: Sie bedeutet nämlich, dass man nichts anderes und auch nicht mehr wollen darf, als die Leitkultur vorgibt. Ich will das aber. Gleichheit? Nein Danke.

Was wir als Prinzip und politischen Maßstab brauchen, das ist nicht Gleichheit, sondern Freiheit und Gerechtigkeit. Gerade die Gerechtigkeit ist aber selbst ein gutes Beispiel für den Schaden, den das abstrakte Reden über Gleichheit anrichten kann. Gerechtigkeit bedeutet ja, einer bestimmten Situation und den Menschen darin gerecht zu werden. In den Köpfen vieler Menschen hat sich aber längst die Gleichheit an die Stelle der Gerechtigkeit gemogelt. Es wird geglaubt, wenn etwas nicht gleich behandelt wird, sei das automatisch ungerecht. So können dann Reiche meinen, sie würden “ungerecht” behandelt, wenn sie mehr Steuern zahlen sollen als Arme. Aber Ungleiche gleich zu behandeln, das ist ungerecht. Die abstrakte Rede von der Gleichheit stabilisiert nur allzu oft ungerechte Verhältnisse (und ist auch nicht zufällig das Lieblingsargument von Maskulinisten und Frauenhassern).

Eigentlich, eigentlich müssten wir, postmodern und diversitybewusst wie wir doch inzwischen angeblich sind, das alles längst wissen. Trotzdem geht leider keine frauenpolitische Veranstaltung vorbei, in der nicht das Mantra der Gleichstellung gesungen wird und wie sehr wir die brauchen. Inzwischen bin ich etwas frustriert, weil selbst wenn ich dazu kritische Bemerkungen mache, dringt es irgendwie nicht durch. Es wird mir versichert, das sei doch nicht so gemeint. Man schätze natürlich die Vielfalt, und keineswegs seien die Männer die Norm. Ist das so?

„Sie rauchen wie Männer, saufen wie Männer und sie können auch fluchen wie Männer. Auf den ersten Blick scheint das Leben der Frauen von Dagenham im Jahr 1968 schon ziemlich selbstbestimmt“ – dieser Satz steht allen Ernstes im aktuellen Missy Magazin (es geht um den Film „We want Sex“ über den Kampf englischer Ford-Arbeiterinnen für gleiche Löhne). Ach, aber Männer sind nicht die Norm?

Natürlich sind die Männer die Norm, machen wir uns doch nichts vor. Und das ist unser Problem, nicht die Ungleichheit. Das Gleichheitsmantra hat den leicht durchschaubaren Zweck, dass diese Norm auch ja nicht in Frage gestellt wird – in der Geschlechterfrage nicht und auch sonst nirgends.

Kleine Randbemerkung: Ich behaupte, dass die meisten so genannten “Gleichstellungsbeauftragten” sich im wirklichen Leben überhaupt nicht mit Gleichstellung beschäftigen, sondern mit Differenzvermittlung. Diese wichtige Arbeit unter dem Begriff “Gleichstellung” zu subsumieren, führt uns aufs falsche Gleis und erstickt jede systemverändernde Relevanz im Keim.

Deshalb bin ich der Meinung, wir sollten nicht länger Gleichheit und Gleichstellung fordern, sondern diese im Gegenteil zurückweisen. Ich für mich sage jedenfalls ganz klar: Nein, ich will nicht gleichgestellt werden. Ich will frei sein und in gerechten Verhältnissen leben.

Eine ideale Welt, wenn ich mir eine wünschen könnte, sähe so aus: Alle Menschen tun das, was sie tun wollen, für wichtig halten und als notwendig erkennen. Sie tauschen sich mit anderen aus, sie streiten auch über das, was gut und sinnvoll ist, aber sie akzeptieren keine Norm. Die Unterschiede, die es zwischen ihnen gibt, nehmen sie als Ressource und als Bereicherung wahr, als gegenseitige Inspiration und Herausforderung. Dabei sorgen sie für möglichst gerechte Verhältnisse, die den Einzelnen keine unnötigen Steine in den Weg legen und schon gar nicht ganze Gruppen diskriminieren. Und sie versuchen auch selbst, den Menschen, mit denen sie es jeweils zu tun haben, gerecht zu werden.

Wie gleich oder ungleich diese Menschen dann am Ende sind, werden wir ja sehen. Aber es ist eigentlich auch vollkommen egal.

PS: Dank an die Mailingliste „Gutes Leben“, bei deren Treffen im Februar wir einen Vormittag lang über dieses Thema ziemlich kontrovers diskutiert haben.


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