Ein paar Anmerkungen zu den Suffragetten

Gestern Abend hab ich den Film gesehen, und möchte dazu ein paar Anmerkungen machen. Ich finde ihn nicht rundum gelungen, und warum, dazu schreibe ich hier die wichtigsten Punkte auf (die im Prinzip nicht nur diesen Film betreffen, sondern mich in historischen Darstellungen der Frauenbewegung häufiger stören).

Der Slogan „Taten statt Worte“ gefällt mir nicht, denn Worte sind auch Taten. Eigentlich ging es ja um die Frage der Militanz, aber genau deren Pro und Contra wird in dem Film meiner Meinung nach nicht wirklich ernstgenommen. Sondern es wird irgendwie darauf gesetzt, dass wir Zuschauerinnen sowieso auch finden, dass „Taten besser sind als Worte“.

Das Verhältnis der bürgerlichen Frauenrechtlerinnen zu den Arbeiterinnen wird doch arg idealisiert. Es gab dazu ziemlich viele Konflikte, etwa zu der Frage, warum die bürgerliche Frauenbewegung ihre Aktionen allein auf das Wahlrecht fokussiert, so als würden Klassenunterschiede damit quasi von alleine verschwinden. Dass hier im Film die Arbeiterinnen und Bürgerlichen so völlig smoothly Hand in Hand arbeiteten, naja. Und als einmal die Privilegien sichtbar wurden (bei der Frage der Entlassung auf Kaution), war natürlich allein der böse Ehemann schuld.

Den Trope „Eine Frau will sich emanzipieren und ihr Ehemann wird dann böse“ kann ich nicht mehr sehen. Dafür kann der Film nun nichts, das ist mein persönlicher Geschmack, aber ich habe es über. Außerdem fand ich es in dem konkreten Fall etwas unglaubwürdig, dass Maud mit ihrem Mann überhaupt nicht über das Thema geredet hat, denn vor ihrer Politisierung schienen sie sich ja ganz gut zu verstehen und er ein netter Kerl zu sein. Wenn sie ihre Meinung ändern kann, warum nicht er auch?

Am Ende schummelt sich der Film aus der Frage raus, ob Militanz denn überhaupt was geholfen hat. Er endet mit dem Trauermarsch und suggeriert, dass der Märtyrerinnentod von Emily Davison sozusagen die Wende in der Stimmrechtsfrage gebracht hätte. Das muss heutzutage dramaturgisch vermutlich so sein, Happy End und so, aber es ist doch Quark. Andere Länder, in denen die Stimmrechtsbewegung nicht militant war, haben das Stimmrecht zur selben Zeit bekommen wie England, teilweise sogar früher. Ich frage: War das Leid, das diese Frauen auf sich nahmen (Selbstmord, Verlieren des Sohnes, gesundheitliche Schäden durch Knast usw.) tatsächlich sinnvoll und notwendig für den Erfolg des Anliegens? Oder wird hier ein (männlicher) Heldenmythos auf die Frauenbewegung übertragen? (Ich frage wirklich, das heißt, ich finde die Antwort nicht eindeutig).

In historischen Darstellungen politischer Bewegungen finde ich auch immer den Gestus des „Wie konnten die damals nur so blöd sein?“ ganz – blöd. Denn auch wenn WIR uns heute nicht vorstellen können, warum um Himmels willen Frauen nicht wählen dürfen sollten, so war das im damaligen Kontext eben für viele sehr plausibel. Es war die vorherrschende symbolische Ordnung. Es waren eben nicht nur Dummköpfe und Bösewichte und Männer und Zurückgebliebene, die sich dem Kampf der Suffragetten entgegen stellten. Politik ist keine Frage von „Die einen wissen schon die Wahrheit und die anderen sind noch zu dumm dafür.“ Der Kampf um das Wahlrecht war nicht einfach eine Machtfrage, er war auch und vor allem eine symbolische Frage, die mit dem Gesamtkomplex der Frauenemanzipation zusammenhing (deren wichtigster Bestandteil im übrigen nicht die Frage des Wahlrechts, sondern des Zugangs zur Erwerbsarbeit war).

Generell ist es für die weibliche Freiheit sehr viel wichtiger, dass Frauen sich gegen die  herrschende symbolische Ordnung stellen, also sich innerlich und im Denken frei machen von dem was „doch alle wissen“, als dass sie heldinnenhaft Steine schmeißen und strategische Machtkämpfe ausfechten (was hin und wieder natürlich sinnvoll sein kann). Beim Unabhängigwerden von der herrschenden symbolischen Ordnung haben freiheitsliebende Frauen – damals wie heute – nicht nur „die Männer“ sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.

Woher bekommen Frauen die Stärke und Selbstsicherheit, um sich gegen den Mainstream zu stellen? Was befähigt sie, unabhängig zu denken, und woher nehmen sie dann den Mut, auch entsprechend zu handeln und dafür Konflikte in Kauf zu nehmen? Das wäre eine bis heute aktuelle Frage.

Was sind heute die Ansichten, die der weiblichen Freiheit entgegen stehen, aber so fest in der herrschenden symbolischen Ordnung verankert sind, dass alle Welt, die allermeisten Frauen inklusive, sie völlig normal und alternativlos finden?

PS: Andrea Hanna Hünniger 10 nach 8 findet Suffragetten auch eher meh

19 Gedanken zu „Ein paar Anmerkungen zu den Suffragetten

  1. Danke, und schade. Gucken will ich den aber trotzdem noch 🙂

    Ein Widerspruch: ich glaube nicht, dass das ’sich innerlich frei machen‘ wichtiger ist als die Intervention in bestehende Machtverhältnisse – so interpretiere ich dein „strategische Machtkämpfe ausfechten“, ich hoffe, wir meinen hier in etwas dasselbe. Also will sagen: anders denken allein reicht auch nicht, beides ist nötig und eins ohne das andere hilft uns nicht viel weiter.

  2. @anne – ja klar, ich würde aber mal behaupten, wenn du wirklich anders denkst, dann kannst du gar nicht anders, als dann auch entsprechend anders handeln. Zum Beispiel: wenn eine Frau innerlich „verstanden“ hat, dass Männer nicht mehr wert sind als Frauen, dann wird sich das mit Sicherheit auf ihr Auftreten gegenüber Männern auswirken.

    Es ist aber möglich, „anders“ zu handeln und dabei trotzdem innerhalb der alten symbolischen Ordnung zu bleiben, und das ist dann nicht nachhaltig und manchmal sogar schädlich.

  3. Pingback: Sammelmappe » Blog Archive » Die Suffragetten

  4. @ Antje „…….sondern die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.“ Vor allen Dingen der anderen Frauen.
    Nicht Männer sind die größten Feinde der Frauen, sondern die Frauen selbst. Und das wird sich, glaube ich, nicht ändern.
    Dann: „Woher bekommen Frauen die Stärke und Selbstsicherheit, um sich gegen den Mainstream zu stellen? “
    Meiner Ansicht nach wird dieses Fundament bereits in der Kindheit gelegt, kann aber auch durch bestimmte Lebenssituationen zum Tragen kommen.

  5. „Nicht Männer sind die größten Feinde der Frauen, sondern die Frauen selbst. Und das wird sich, glaube ich, nicht ändern.“

    Weder Männer noch Frauen sind als „Feinde“ zu betrachten, sondern gesellschaftliche Verhältnisse mit zementierten Machtstrukturen, die sich gegen selbstbestimmtes Leben richten.
    Mit dem Begriff des sog. Geschlechterkampfes soll das verschleiert werden.

  6. Du schreibst:
    „Beim Unabhängigwerden von der herrschenden symbolischen Ordnung haben freiheitsliebende Frauen – damals wie heute – nicht nur „die Männer“ sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.“
    Das trifft ganz genauso im Diskurs der Transcommunity zu:
    Wenn Du versuchst, dich für Paradigmenwechsel einzusetzen,
    z.B. für den Kampf, dass keine „Gutachter“ entscheiden dürfen,
    ob Du juristisch nun „Frau“ sein darfst, oder nicht, und sie Dich im nach dem Genital zugewiesenen (Geburtsgenital)Geschlecht belassen können, wenn sie denn wollen (willkürlich).
    Oder für den Kampf, zu sagen, dass die sogenannte Transsexualität angeboren ist. Sie wird im Gehirn pränatal bereits mitverankert, genauso wie sexuelle Präferenzen.
    Es gibt immer diejenigen Transmenschen, die dem Konsens nachlaufen, und sich so verhalten, wie es diejenige Verständniswelt aufoktroyiert, vor denen sie sich rechtfertigen und erklären sollen.

    Du fragst:
    „Woher bekommen Frauen die Stärke und Selbstsicherheit, um sich gegen den Mainstream zu stellen?“
    Hier ist eine multikausale Antwort nötig,
    eine dieser Antworten ist für mich:
    Menschen, die in Disharmonie sind, deprressiv werden, und dies geschieht bei einer Depression oft durch die Gesellschaft, die als völlig unpassend zum eigenen Empfinden erlebt wird, unpassend zur eigenen inneren Harmonie, besonders auf der Gefühls- und Erklärungsebene. (>Traumatisierung)
    Dieser Dissenz zwischen eigener Identität und Gesellschaft führt dazu, die Gesellschaft als Ursache zu erkennen und diese ändern zu wollen, auf diese Einzuwirken.
    Das eigene körperliche Leid, der seelische Schmerz, das Nichtverstandenwerden ist ein lebenslanger starker Antrieb für diese Menschen, diesen nach aussen oft politisch erscheinenden Kampf zu führen, der aber im Grunde der Kampf für das eigene Glück bedeutet.
    Der Grad der erlebten Dissenz bestimmt die Bereitschaft und Intensität, sich in diesen Kampf zu werfen.
    Wird dieser Kampf in einer Entweder-Oder Erwartung geführt,
    entstehen Opfer, die auch das eigene Leben beinhalten können.
    (>Märtyrerinnentod von Emily Davison)

    Du fragst:
    „Was sind heute die Ansichten, die der weiblichen Freiheit entgegen stehen, aber so fest in der herrschenden symbolischen Ordnung verankert sind, dass alle Welt, die allermeisten Frauen inklusive, sie völlig normal und alternativlos finden?“

    Ich möchte diese Frage mit den Symbolbegriffen beantworten,
    die sich teilweise als Symptome der eigentlichen Ursache zeigen:
    also als Artefakte der Gesellschaft sichtbar werden:
    Patriarchat, Sexismus, Genitalismus (biologische Definition der Geschlechter allein über das Genital, ohne Berücksichtigung des Gehirns, der Hormonlage, der Chromosomen, die möglichen Vermischungen weiterer angelegter primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale)
    Wenn wir das Patriarchat als Hauptunterdrückungsinstrument in der säkularen wie auch in der religiösen Gesellschaft erkennen, müssen wir nach deren Ursache fragen.
    Nach meiner Meinung liegen diese Ursachen in der sexuellen Ohnmacht des Mannes gegenüber der sexuellen Macht (Anziehungskraft) der Frau. Alle anderen Steuerungen der Gesellschaft, die Unterdrückung der Frauen, sie besitzen zu wollen, Macht in der Mann/Frau-Gesellschaft als Mann über Kraft, Gewalt und Kapital auszuüben zu wollen, sind dieser Ohnmacht geschuldet.
    Ich habe diese Gedanken meiner Ursachenerklärung im Dezember 2014 in folgende lyrischen Zeilen gepackt:
    „Frauen führen immer durch ihre sexuelle Macht bedingt,
    und bedingt durch die Geilheit des Mannes,
    der immerwährende Trieb
    nur das Patriarchat konnte dieses Ungleichgewicht aufhalten,
    die Rache des schwächeren Mannes.“
    Stilblüte der Männnerohnmacht: Hexenverbrennungen.
    Sie waren ein Symbol, das vernichten zu wollen,
    was Männer beherrscht. Es war kein Zufall, das besonders schöne Frauen beschuldigt wurden,
    den Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben.
    Aus diesen grob umrissenen Sachverhalten, entstehen die Ansichten, die der weiblichen Freiheit entgegenstehen,
    werden Weltbilder geschaffen, wie ein Frau sich zu verhalten hat, um eine maximale Anerkennung zu bekommen. (gesetzte Konformitätsvorgabe)
    Sobald dieses erwartete Verhalten verletzt wird, muss sich eine Frau rechtfertigen:
    Warum lässt Du Isabell auf den Baum klettern, dass ist doch ein Mädchen ?
    Dein Junge ist so feminin, pass auf das er nicht „schwul wird“.
    (zusätzlich ignorierend, dass sexuelle Ausrichtungen angeboren sind)
    Jeder Schritt, der aus dem Konsens in die Nonkonformität gemacht wird, ist würdig, sich dafür rechtfertigen zu müssen.
    Viele bleiben daher (nach aussen für die Gesellschaft) in der Konformität, da der Kampf, sich erklären zu müssen, zuviel (Lebens)Energie für diese Menschen verbrauchen würde.
    Es sind also m.M.n. keine fest verankerten Ansichten,
    sondern der Aufwand, einen Paradigmenwechsel mit anstossen zu sollen, es ist einfacher, so zu tun, also dass mit dem Strom geschwommen werden will.
    Die Gesellschaft hält hierfür auch Vorteile bereit, und sei es nur ökonomische, wenn man seinen Job nicht verliert, weil man sich z.B. als Trans nicht outet, oder in einer restriktiveren Gesellschaft als lesbische Frau (z.B. in Russland).

    http://freeyourgender.de/forum/viewtopic.php?f=225&t=151#p279

  7. “Beim Unabhängigwerden von der herrschenden symbolischen Ordnung haben freiheitsliebende Frauen – damals wie heute – nicht nur „die Männer“ sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.”
    Emanzipatives Tun und Denken wird mutmaßlich als Bedrohung von den Frauen u. Männern erlebt, die sich mit ihrer Einpassung bis Unterwerfung in die vorherrschende Ordnung arrangiert haben bzw. gar nicht auf die Idee kommen, diese in Frage zu stellen. Sich von vorgegebenen Denk- u. Verhaltenskategorien frei zu machen ist oft nicht leicht, denn es kann auch Angst machen gegen den Strom zu schwimmen, nicht mehr zu Altvertrautem dazu zu gehören.

    Stärke und Selbtsicherheit um sich dem ‘Mainstream’ entgegenzustellen kann Frau (Mann auch) gewinnen, wenn sie Ausschau hält nach Menschen mit ähnlich gelagertem Freiheitsstreben, denen das gute Leben aller ebenfalls am Herzen liegt. Dein Blog, liebe Antje, hilft dabei. 🙂

  8. @ Ute Plass vom 6. Februar 2016
    Es ging mir in meinem Kommentar allein darum, kurz meine praktischen Erfahrungen mit Männer und Frauen zum Ausdruck zu bringen – während eines doch schon ziemlich langen Lebens.
    Die Theorie hat mich dabei nicht interessiert.
    Kurz und bündig: es gab nur wenige Frauen in meinem Leben, die für mich von Bedeutung waren. Ich spreche nicht von erotischen Beziehungen, sondern freundschaftlichen.

  9. @corvusalbusberlin – Danke für die Erläuterung, die verdeutlicht,
    dass es nicht um eine Generalisierung persönlicher Erfahrungen
    geht.

    Ihr Hinweis „….während eines doch schon ziemlich langen Lebens.“
    lässt mich neugierig sein auf einen möglichen *Rat* von Ihnen in Bezug auf die Frage, was Frauen tun können, dass sie nicht die größten Feindinnen von Frauen werden?

    Würde mich sehr freuen, wenn Sie dazu etwas sagen könnten. 🙂

  10. @ Ute Plass – Es geht um keine „Generalisierung“ von Frauen und Männer, sondern nur um meine ganz persönlichen Erfahrungen von nun mehr fast 80 Jahren. Dazu möchte ich noch bemerken, dass das Wort „Feindin“ gar nicht der richtige Ausdruck ist. „Gegner“ ist wohl richtiger. Antje schreibt in ihrem Kommentar im Absatz 7, letzter Satz : „…… sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.“ Das trifft der Kern.
    Wie man das jetzt ändern könnte, die Frau nicht mehr zum Gegner zu haben, kann ich nicht beantworten und daher auch keinen Rat geben.
    Vielleicht könnte Antje etwas zu dieser Frage beitragen.
    Jedes Kennenlernen von Frauen – aber auch jede andere Beziehung ist ein schwieriges Unterfangen und mein Rat ist, wenn überhaupt – bereits auf kleinste Kleinigkeiten zu achten.
    Blicke , Mimik Gestik müssen nicht mit dem gesprochenem Wort übereinstimmen.
    Mit einem Satz ausgedrückt: Frauen können tückischer sein. Das ist meine Erfahrung. Man braucht länger Zeit, um „dahinter zu kommen.“
    Männliche Wesen sind meines Erachtens einfacher gestrickt und damit schneller durchschaubar.
    Allerdings können Männer Lügengeschichten aufbauen, wo einem die Luft weg bleibt. Sie finden sich dann selbst nicht mehr darin zurecht.
    Meine Überzeugung ist, es hat viel – nicht alles – mit Erziehung zu tun – obwohl ich das Wort gar nicht mag.
    Doch ich werde weiter über diese Frage nachdenken.

  11. Danke, @corvusalbusberlin für diese Rückmeldung.

    Und ja, finde es auch spannend noch mehr darüber zu erfahren,
    ob und warum freiheitsliebende Frauen beim Unabhängigwerden
    von der herrschenden symbolischen Ordnung die Mehrheit anderer Frauen gegen sich haben?

    Denke, wenn wir mehr darüber wissen, könnten sich auch erhellende Antworten finden auf die Fragen:
    „Woher bekommen Frauen die Stärke und Selbstsicherheit, um sich gegen den Mainstream zu stellen? Was befähigt sie, unabhängig zu denken, und woher nehmen sie dann den Mut, auch entsprechend zu handeln und dafür Konflikte in Kauf zu nehmen?“

  12. Wie ich schon geschrieben habe, hat das Elternhaus einen großen Einfluß – früher allerdings mehr als heute. Zudem war ich ein ausgesprochenes Papakind, was auch nicht ohne „Nachwirkungen“ bleibt. Mein Vater war alles für mich.
    Interessante Dinge können Sie im Internet erfahren, wenn Sie in den „Genbereich“ gehen. Da heißt es unter anderem:
    „Allgemein werden Gene auch als Erbanlage oder Erbfaktor bezeichnet, da sie die Träger von Erbinformation sind, die durch Reproduktion an Nachkommen weitergegeben wird. “
    Googeln Sie einmal, Sie werden bestimmt pfündig. Viel Erfolg!

  13. „Was sind heute die Ansichten, die der weiblichen Freiheit entgegen stehen, aber so fest in der herrschenden symbolischen Ordnung verankert sind, dass alle Welt, die allermeisten Frauen inklusive, sie völlig normal und alternativlos finden?“

    Für mich ist das der Glaube, dass alles einen Zweck haben und monetarisierbar sein muss.
    Es könnte ein in sich erstrebenswertes Ziel sein, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Stattdessen muss aber immer damit argumentiert werden, wie sehr die Unternehmen (finanziell) davon profitieren, wenn sie mehr Frauen in Führung haben. Ich beobachtete das auch zu Beginn bei der Flüchtlingsdebatte, als noch manche glaubten, damit das Problem des Fachkräftemangels beheben zu können. Nicht Menschlichkeit, sondern Nützlichkeit wurde in den Vordergrund gestellt.

  14. „Beim Unabhängigwerden von der herrschenden symbolischen Ordnung haben freiheitsliebende Frauen – damals wie heute – nicht nur „die Männer“ sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.“
    Das zumindest illustriert der Film recht gut!

  15. ah, nochwas: da ich auf die „auch eher meh“ PS-Empfehlung hin den Text von Andrea Hünniger noch gelesen habe, tauchte auch bei mir die Frage auf, ob die Rezensentin „im Kino eingenickt ist“, wie ein Leser fragt?
    Vielleicht hat sie aber auch die Genres Spielfilm und Dokumentarfilm verwechselt.

  16. „…….nicht nur „die Männer“ sondern auch die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich.”
    @ Silke Helfrich – Das ist ja ’ne ganz neue Erkenntnis!
    Dazu brauche ich doch keinen Film, um mir das vor Augen führen zu lassen.

  17. Die Aussage „die Mehrheit der anderen Frauen gegen sich“ würde ich in Frage stellen. Ist es nicht so, dass vielen Frauen gar nicht bewusst ist, wie sehr sie im Laufe ihres Lebens „ins Hintertreffen“ geraten (werden)? So manche wacht ja leider erst beim Erhalt des Rentenbescheids auf. Oder wenn der Ehemann sie (für eine Jüngere) verlässt. Ist der Mann weg, ist das Geld weg…
    Dann kommt häufig die Wut und damit ggfs. auch der Ansporn Veränderungen bewirken zu wollen.
    Wie sehr Frauen im beruflichen und gesellschaftlichen Leben benachteiligt werden muss thematisiert werden. Und das nicht nur in „wissenschaftlichen“ Abhandlungen, sondern sehr plakativ. In der breiten Öffentlichkeit.

  18. Pingback: Worte statt Taten? – Präzis und Kopflos

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