Der neue Trend: Covergirls

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Ja, es ist definitiv ein Trend: Covergirls machen sich gut. Wir sind ja so gleichberechtigt. Frauenpower und Frauendominanz allerorten. Zum Beispiel beim Kirchentag im Mai. Letzte Woche kam mir ein Flyer ins Haus mit Highlights aus dem Programm. Toll. Lauter Frauen. Die kenianische Nobelpreisträgerin Dehka Ibrahim Abdi. Klar, die Bundeskanzlerin. Gesine Schwan. Alle drei fett im Foto. Nur ein Mann, der unvermeidliche Helmut Schmidt, jedoch  blass im Hintergrund. Wenn man das Programm aber mal genauer liest, sieht die Sache ziemlich anders aus: Unter den in den Highlights aufgeführten Personen sind grade mal 7 Frauen – aber 29 Männer. Macht einen Männeranteil von über 80 Prozent. Heute kam dann die taz. Und wirbt ganzseitig für das taz-Programm auf der Leipziger Buchmesse. Schon wieder ausschließlich Frauen im Bild: Autorinnen, Politikerin, Managerin – toll! Aber schaut man das Programm genauer an und macht sich den Spaß, mal durchzuzählen, wieder ein trauriges Bild: 10 Frauen und 21 Männer.

Dass es mit der Sensibilität für die Geschlechter in Wirklichkeit aber gar nicht weit her ist, sieht man dann auf der ersten Seite. Da geht es um den Amokläufer in Winnenden. Er habe neun „Mitschüler“, dazu „Lehrer und Passanten“ erschossen. Die hat er übrigens gezielt ausgesucht. Es waren acht Mitschülerinnen, ein Mitschüler und drei Lehrerinnen. So kann er aussehen, der Unterschied zwischen Realität und Fassade.

Ein Gedanke zu „Der neue Trend: Covergirls

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