Es gibt keine ungeborenen Kinder

Auf Facebook löste ich mit diesem Satz gestern eine ausführliche Debatte aus, die viele interessante und unterschiedliche Aspekte hervorbrachte und aus der ich auch selbst nochmal viel gelernt habe. Gleichzeitig kann sie auch als Anschauungsmaterial dafür dienen, dass gute Diskussionen auch bei sehr emotional aufgeladenen Themen und sehr kontroversen Ansichten in diesem Internet möglich sind.

Hier könnt Ihr das nachlesen.

Auf Twitter habe ich zu dem Thema noch eine andere These ins Wasser gewofen, und zwar:

„Jede Gesellschaft, die Abtreibung illegalisiert, ist menschenverachtend. Man darf niemanden dazu zwingen, ein Kind zu gebären.“

Auch hier waren die Diskussionen weitgehend entspannt und teilweise durchaus interessant.

Den Thread findet ihr hier.

Zum Anfang des Themas: Letz Talk about Schwangerwerdenkönnen

Ich bin Journalistin und Politologin, Jahrgang 1964, und lebe in Frankfurt am Main.

5 Gedanken zu “Es gibt keine ungeborenen Kinder

  1. Der Schutzanspruch auf Leben hat Verfassungsrang. Die Verfassung sieht das Ungeborene als Mensch an, mag es gefallen oder nicht. Die These „alle Kinder sind geboren“ hat keine Substanz.

    Himmelherrgottnochmal es gibt Verhütungsmittel legal in jeder Apotheke, und (pardon) ein Minimum an Verantwortung mute ich den Damen schon zu.

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  2. Wolf-Dieter, was ist z.B. mit Vergewaltigungen Minderjähriger? Sollen alle mit Einsetzen der ersten Periode zur Sicherheit auch ein Verhütungsmittel nehmen?
    Was ist mit denen, die verhütet haben und trotzdem schwanger wurden, da jedes Verhütungsmittel auch eine Unsicherheit mit sich bringt?

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  3. roerainrunner, wer redet von medizinischer Indikation oder Vergewaltigung? Ich nicht! Einige Charaktere der Femistischen Szene streben Abtreibung als Grundrecht der Frau an. Antje Schrupps These „Es gibt nur geborene Kinder“ schlägt in genau diese Kerbe.

    Ok soweit?

    Gefällt 1 Person

  4. „ein Minimum an Verantwortung mute ich den Damen schon zu.“

    und den Herren?

    Und kann diese Verantwortung nicht gleichzeitig bedeuten, zu wissen, wie frau ihr Leben gestalten will, ihre Zukunft? Ist es nicht verantwortungsbewusst, keine ungewollten_ungeliebten Kinder in die Welt zu setzen? Oder in ein nicht sehr produktives Umfeld setzen zu können/wollen?

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