Kategorie: Arbeit und Geld

  • Hallo, Karriereforscher_innen: Wir müssen reden!

    Über den Blog der Mädchenmannschaft bin ich auf eine Studie aufmerksam geworden, die – zum gefühlt achthundertsten Mal – untersucht, warum Frauen nicht in gleichem Maße wie Männer in „Führungspositionen“ vertreten sind. Darüber berichtet hat das Hamburger Abendblatt – und über den Bericht beziehungsweise über die Art und Weise, wie darüber berichtet wird, muss ich…

  • Wer macht die unbeliebten Arbeiten? Zum blinden Fleck des Grundeinkommens

    Das Grundeinkommen ist eine wunderbare Idee, wie ich finde. Es würde helfen, eine Menge ungelöster Fragen zu beantworten. Hätten wir ein Grundeinkommen, bräuchten wir uns nicht mehr über Hartz IV zu ärgern, könnten das Urheberrecht entsorgen, wären weniger erpressbar im Hinblick auf „Arbeitsplätze abbauen“ und so weiter. Dass das Grundeinkommen eine Idee ist, die sich…

  • Eindrücke aus dem skandinavischen Frauenparadies

    Vorige Woche war ich ein paar Tage in Oslo. Keine Recherchereise, sondern Freundinnenbesuch, aber in Zeiten wie diesen ist es ja, wie ich schon mal geschrieben habe, Bürger_innenpflicht, die eigenen Eindrücke von der Welt mit anderen zu teilen. Und Norwegen ist für ein feministisches Blog natürlich besonders interessant, weil es eines dieser skandinavischen Länder ist,…

  • Gender Pay Gap: Abstrakte Gleichheit und konkrete Freiheit

    Derzeit diskutieren wir wieder mal über die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männer, wohl nicht zufällig ein Dauerbrennterthema in einer Gesellschaft, in der Geld schon länger zum entscheidendem Maßstab für alles mögliche geworden ist. Zwei neue Studien zeigen, dass das viel beklagte Gender Pay-Gap (Männer verdienen viel mehr Geld als Frauen) nicht nur auf krasse Diskriminierungen…

  • Elinor Ostrom: Es gibt keine Allheilmittel

    Bei einer Gastvorlesung am vergangenen Mittwoch (23. Juni) an der Frankfurt School for Finance and Management stellte Elinor Ostrom ihre Forschungsergebnisse vor. In mehrjährigen Feldstudien in Afrika, Asien und Lateinamerika hat die 76 Jahre alte Professorin der Indiana University zusammen mit Kollegen und Kolleginnen untersucht, wie, wo und warum sich Menschen für den Schutz und…

  • Reisen. Urlaub. Arbeit. Leben.

    Gestern hab ich mir, weil das Wetter so schön war, spontan einen Tag Urlaub genommen und mich mit einem Schmöker in den Park gelegt. So war jedenfalls meine Definition. Nach herkömmlicher Meinung befinde ich mich sowieso im Urlaub – denn ich bin verreist. Nur dass Reisen für mich ungeheuer anstrengend ist. Da brauche ich dann…

  • Der falsche Systemwechsel beim Elterngeld

    In Deutschland gab es mal ein Elterngeld Erziehungsgeld: 300 Euro im Monat für jedes Kind, egal ob die Eltern reich oder arm waren, egal, welchen Beruf sie ausübten, und das zwei Jahre lang. (Ergänzung: Es gab allerdings eine familiäre Obergrenze beim laufenden Monatseinkommen). Eine gute Idee, denn Kinder kosten Geld, und vor allem brauchen Kinder…

  • Armut ist kein Naturgesetz

    Es brauchte nicht erst die Rhetorik von Guido Westerwelle, um zu wissen, dass die Diskussionen über Arm und Reich in Deutschland schon länger ziemlich schief laufen. Für alle, die sich nicht hinter ideologischen Gewissheiten verbarrikadieren wollen, sondern die tatsächlich gangbare „Wege aus der Armut“ suchen, gibt es jetzt ein klasse Handbuch, in dem alle wichtigen…

  • Hoffen auf die Lehman Sisters ?!

    Die Diskussionen über die geschlechtsspezifischen Aspekte der Finanzkrise werden gewöhnlich zwischen zwei Positionen geführt, die perfekt in meine kleine Reihe “Falsche Dualismen” passen. Die einen sagen: Mit Frauen an der Spitze der Banken wäre das nicht passiert, die Krise ist eine “Testosteronkrise”; Frauen wirtschaften nachhaltiger und gehen seltener dumme und waghalsige Risiken ein. Die anderen…