Kategorie: Feminismus

  • Ich mach mir mein Politikerinnen-Interview selber

    In der taz vom 24. August 2009 gab es ein langes Interview mit Manuela Schwesig. Die 35 Jahre alte Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern ist Frank-Walter Steinmeiers Wunschkandidatin für den Posten der Familienministerin einer SPD-Regierung. Ich war von dem Interview, gelinde gesagt, ziemlich enttäuscht. Und deshalb habe ich mir jetzt mein Politikerinnen-Wunschinterview selbst geschrieben. taz: Frau Schwesig, Sie…

  • Zwanzig Jahre „Mailänderinnen“ und zehn Jahre „Flugschrift“

    Die Frage, wie Frauen politisch sichtbar und einflussreich sein können, ohne sich anzupassen, beschäftigt uns immer wieder im Internetforum www.bzw-weiterdenken.de. Deshalb veranstalten wir im Oktober in Rüsselsheim eine kleine Tagung für Selbst- und Weiterdenkerinnen. Gefeiert werden sollen dabei auch zwei Jubiläen, die in diesem Jahr anstehen: 1989, also vor zwanzig Jahren, erschien auf Deutsch das…

  • Die Gewänderfrage…

    Gerade bekam ich eine Mail von einer Freundin, die mich auf diesen Hammer-Artikel im Zeit-Magazin hinweist: Ursula März disst Ulla Schmidt, weil sie sich immer so einfallslos anziehe. Jacke und Jackett und Einheitsfrisur. Und nicht nur sie, sondern alle diese Damen , die es in die Machtpositionen geschafft haben. Und dann kommt, er, dieser Spruch, der mir die Haare zu Berge…

  • Männer bei Frauenveranstaltungen? Aber klar!

    Neulich war das mal wieder so: Wichtiges Thema, tolle Referentin, interessierte Männer – die aber nicht rein durften, weil es eine Frauenveranstaltung war. Schade eigentlich, denn einerseits wollen wir doch, dass weibliche Ideen in der Welt die Runde machen und beklagen uns darüber, dass Männer nicht zuhören, und wenn dann doch mal einer kommt, lassen…

  • Sind Lesben frauenfeindlich?

    Ja, meint die Publizistin Christa Mulack, die mit einem provokanten Vortrag vor großem Publikum eine neue Veranstaltungsreihe zu (selbst)kritischer Theorie in Frankfurt eröffnete. Jede Menge Frauen, waren gekommen: Junge und Alte, Lesben und Heteras, Matriarchatsforscherinnen und Queer-Denkerinnen, Differenz- und Gleichheitsfeministinnen, Praxisfrauen und Akademikerinnen… Und das beste: Sie spielten keine Grabenkämpfe, sondern interessierten sich füreinander. Soviel nur zu…

  • Was kommt nach der Genderforschung?

    Die Kategorie „Gender“ dominiert die Debatten in der akademischen Forschung seit gut 15 Jahren. Eingeführt wurde sie, inspiriert aus den USA, aus zweierlei Gründen: Von „Gender“ zu sprechen (statt von Frauen und Männern, von männlich und weiblich) sollte jedem Verdacht des Essenzialismus entgegentreten, also der Auffassung, es gebe „natürliche“ oder „wesensmäßige“ Eigenschaften der Geschlechter, die…

  • Herr Gott und Herr Schmidt

    Ist Gott männlich? Und wenn nicht (wie natürlich alle immer wieder behaupten) – warum stellen wir ihn uns dann männlich vor? Ganz einfach: weil man sich Neutrales so schlecht vorstellen kann. Bei einem Interkulturellen Frauentag in Frankfurt diskutierten Christinnen, Musliminnen und Jüdinnen über ihre Vorstellungen von Gott und suchten gemeinsam nach Wegen, wie ihre jeweiligen…

  • Fruchtbarer Kompost für das gute Leben aller

    Hier ein aktueller Lesetipp: Dorothee Markert freut sich über die Kühnheit, mit der Ina Praetorius eine Theologie geschrieben hat, die nach allen Seiten hin offen bleibt aber dennoch Hand und Fuß hat: http://www.bzw-weiterdenken.de/artikel-7-158.htm

  • Fünf Punkte für die Zukunft der Bewegung

    Bis vor kurzem galt es als hoffnungslos antiquiert, sich zur Gattung „Feministin“ zu zählen. Heute ist das Label plötzlich wieder en Vogue, sogar Ministerinnen und Mainstream-Autorinnen bekennen sich dazu. Und selbst jene besonders kapriziöse Spezies entdeckt das F-Wort wieder für sich, die wir schon fast abgeschrieben hatten: die jungen Frauen. Na wunderbar! Die Frage ist…