Kategorie: Irgendwas mit Medien
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Brauchen wir noch Journalismus?
Ob wir noch Journalismus brauchen? Wo wir doch jetzt das Internet haben? Das war die Frage bei einem Panel der Medientage München, an dem ich gestern teilgenommen habe. Aus diesem Anlass habe ich nochmal etwas systematischer über diese Frage nachgedacht. Und bin zu dem Schluss gekommen: Ja, wir brauchen Journalismus. Stellt sich nur die Frage,…
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Diese Medien sind kaputt
Genau zehn Jahre ist es her, da schrieb Frank Schirrmacher seinen viel diskutierten Artikel „Männerdämmerung“ und sagte eine Übernahme der „Bewusstseinsindustrie“ durch die Frauen voraus: Von Sabine Christiansen bis Elke Heidenreich – in deutschen Medien gehe ohne Frauen bald gar nichts mehr, prophezeite Schirrmacher. Passiert ist genau das Gegenteil: Die Medien sind so männerdominiert wie kaum…
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Simone Weils Überlegungen zur Meinungs- und Pressefreiheit
Seit meinem Blogpost über Simone Weils Plädoyer für die Abschaffung der politischen Parteien liegt immer noch ihr Buch „Die Einwurzelung“ auf meinem Schreibtisch, weil ich seither vorhatte, auch noch was über ihre Überlegungen zur Pressefreiheit zu schreiben. Nachdem ich dann heute morgen Stefan Niggemeiers Blogpost „Ekelhaft“ gelesen habe, der am Beispiel der medial inszenieren Scheindebatten…
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Parteipolitik, Lobbyismus, kommerzieller Journalismus – that’s why nix funktioniert
Beim Frühstück las ich die taz von gestern und darin einen Artikel über familien- und ehebezogene Sozialleistungen, für erstere gibt der Staat 123 Milliarden, für letztere 73 Milliarden aus, überwiegend Ehegattensplitting.
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Ich fordere nichts von Männern. Was ich stattdessen tue.
Kürzlich starteten Journalistinnen unter dem Motto www.pro-quote.de eine Initiative, die in den deutschen Medien mehr Frauen in Führungspositionen bringen soll. Genannt wurde die Zahl von zwei Prozent Chefredakteurinnen, und das ist in der Tat ja genauso desolat wie in Aufsichtsräten. Von daher ist es der Aktion gelungen, auf eine wirklich krasse Schieflage hinzuweisen. Trotzdem habe…
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Ein paar Gedanken zum Internet-Schmarotzertum
Neulich traf ich zufällig eine alte Bekannte, wir hatten uns ziemlich lange nicht gesehen, tauschten uns ein bisschen aus, wie das so ist. Zum Abschied fragte ich sie, ob sie bei Facebook sei – ich dachte mir, es müsste ja nun nicht wieder mehrere Jahre dauern, bis wir was von einander hören. Sie sagte Ja,…
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Wozu meine Verlegerin gut ist
Der neue Coup von Amazon, dass Autorinnen dort direkt ihre Bücher herausbringen können (ohne über Verlage zu gehen), war eigentlich absehbar. Neu ist das Modell ja nicht, interessant eigentlich nur durch die Marktgröße von Amazon, das natürlich in einer anderen Liga spielt als Books on Demand. Aber auch schon vor dem Internet gab es Verlage,…
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Der Datenschutz und ich
Kürzlich saßen wir tratschend und klatschend beisammen und erzählten so: Die hat sich von dem getrennt, nachdem sie Dinge in seinem Tagebuch gelesen hatte. Daraufhin die spannende Frage nach der Schuld. „Selbst schuld. Er hätte sein Tagebuch halt nicht herumliegen lassen sollen.“ „Was sie gemacht hat, war unmoralisch. Sie hätte nicht in seinem Tagebuch lesen…
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Bloggen vs. Journalismus oder: die Qualität des Begehrens
Wie lange dauert es von der Idee für einen Blogeintrag bis zum Schreiben desselbigen? Bei mir maximal eine Stunde. Ich gehe natürlich laufend mit allen möglichen Themen schwanger. Aber nicht alle werden zu einem Text. Sie befinden sich quasi in meinem Inneren. Sie interessieren mich, ich denke darüber nach, forsche dazu und informiere mich, diskutiere…