3 Gedanken zu „Sexarbeit und Care

  1. Hallo Frau Schrupp,

    Für mich liest sich der Artikel zusammenfassend wieder so: Männer sind Schweine und Frauen sind Engel. Nur zwei kurze Einwürfe: weiblicher Sextourismus existiert (Cuba und mehrere Länder in Afrika), das „Entitlement“ gibt es dort in umgekehrter Form. Und wenn ich mir die Verkaufszahlen von Vibrationen ansehe/hochrechne, dann wage ich die vorsichtige Prognose, das sich die fortschreitende Gleichberechtigung auch irgendwann in männlichen Sexarbeitern für Frauen hier in Europa zeigen wird.

    Ansonsten nehme ich viele Texte von Antje Schrupp so wahr, als ob sie einer anderen Gesellschaft/Generation entspringen.
    Mein Familienleben und das meiner Bekannten/Verwandten lebt die hier dargestellten Rollenbilder nicht so schwarz und weiß.

    MfG
    CL

  2. @ew742 – Ja, das mit den Schweinen und den Engeln ist deine Phantasie, in dem Text steht davon nichts. Ja, es gibt inzwischen weiblichen Sextourismus, aber er ist zahlenmäßig unbedeutend im Vergleich zum männlichen Sextourismus, ebenso wie der Anteil weiblicher Kundinnen, die sexuelle Dienstleistungen nachfragen, zahlenmäßig unbedeutend ist und nichts daran ändern, dass so gut wie alle Freier Männer sind. Zu behaupten, dass ungleiche Verteilung von Geschlechterrollen etwas wäre, das der Vergangenheit angehört, ist neuerdings in Mode gekommen. Wenn man es nüchtern und faktenbezogen analysiert, stellt sich aber meistens heraus, dass die Gleichberechtigung nur eine Gefühlte ist, die sich in Zahlen und Fakten nicht niederschlägt. Vielleicht nicht in allen Bereichen, zum Beispiel hat sich im Bereich Bildung sehr vieles verändert und auch in manchen Berufen. Beim Thema Nachfrage nach sexueller Dienstleistungen aber bislang nicht. (Was der Verkauf von Vibratoren in dem Zusammenhang aussagen soll, habe ich nicht verstanden).

  3. PS: Auch der Anteil männlicher Sexarbeiter hat damit nichts zu tun. Ja, es gibt einen durchaus relevanten (so etwa 10 Prozent, glaube ich) Anteil von Männern unter den Sexarbeitenden. Aber der Punkt ist: Auch deren Kunden sind fast ausschließlich Männer.

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