Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • … for President. 

    Wer immer auch Präsident der Vereinigten Staaten werden will, muss sich darauf einstellen, dass sein Charakter in Stücke gerissen wird, dass er verletzt, geschlagen und mit Schmutz überzogen wird von jedem unflätigen Blättchen im ganzen Land. Keine Frau, die nicht wie ein alter Putzlumpen durch jede Gosse und jedes dreckige Wasserloch gezogen werden will, würde…

  • Rape revisited. Über Vergewaltigungsdiskurse

    Weil aus aktuellem Anlass gerade viel über Vergewaltigung diskutiert wird, möchte ich hier noch einmal etwas genauer über die aktuelleren feministischen Analysen zu dem Thema schreiben, die nämlich wie meistens komplexer sind als viele meinen. Unter dem Titel „rape revisited. Die Tiefengrammatik der sexuellen Gewalt“ hat Mithu M. Sanyal für den grade erst von mir empfohlenen Sammelband…

  • Feminismen heute

    Im Transcript-Verlag ist vor einiger Zeit der Sammelband „Feminismen heute“ erschienen, bei dem es etwas Zeit gebraucht hat, bis ich durch war, den ich aber allen empfehlen möchte, die sich mit den Entwicklungen und Veränderungen der Frauenbewegung beschäftigen. Es ist ein Sammelband, der auf eine Tagung zum Thema zurückgeht, und mit 28 unterschiedlichen thematischen Beiträgen entsprechend…

  • Care-Arbeit ist ein Begriff für die Übergangszeit

    Gerade bloggte ich drüben bei Fischundfleisch darüber, was meiner Ansicht nach ein wichtiger Grund dafür ist, warum viel weniger Mädchen als Jungen sich für (gut bezahlte) Industrieberufe interessieren: Alles, was mit (vor allem industrieller) Produktion zu tun hat, ist nicht wirklich sichtbar als etwas, das zum guten Leben aller beiträgt, sondern es steht in dem Ruf, nur dem…

  • Der Sinn von gutem Lack, oder: Warum Frauen nicht in die Industrie wollen

    Neulich kam ich aus reinem Zufall mit ein paar Frauen ins Gespräch, die einen Beruf haben, von dem ich bis dahin noch nie gehört hatte: Sie sind Lacklaborantinnen und Lackingenieurinnen. Was sie erzählten, klang wie aus dem Bilderbuch für Frauenförderpläne. Die Arbeit macht ihnen Spaß, sie sind stolz auf ihr Wissen (zum Beispiel haben sie…

  • Raus aus der Defensive!

    … unter dieser Überschrift ist soeben ein längerer Text von mir in der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erschienen. Es geht um die Unterscheidung zwischen „gutem“ und „bösem“ Feminismus, über Meta-Debatten und Medien und was nun wichtig wäre, zu tun. Und bei „Fisch und Fleisch“ erkläre ich heute morgen, was „Mansplaining ist.„

  • Frauen und andere Menschen

    Wie bezeichnen wir Menschen? Wie machen wir die Geschlechterdifferenz sichtbar, ohne uns post-gender-mäßig alle zu „neutralisieren“, aber auch ohne eine schwarzweiß-Gegenüberstellung von Frauen und Männern vorzunehmen? Ohne die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten zu ignorieren, aber gleichzeitig auch ohne den weiblichen Protagonismus und die wichtige Rolle von Feministinnen für politische Bewegungen unsichtbar zu machen? Wie thematisieren wir, dass unsere Vorschläge nicht nur auf…

  • Feminismus ist ein offener Weg ohne Ziel

    Feminismus ist kein bestimmter Inhalt, sondern eine Praxis. Deshalb kann sich der Feminismus auch nicht als Partei organisieren, nicht mal als Verein oder feste Gruppe. „Wir sind eine nomadenhafte Bewegung“ hat Chiara Zamboni das vor zwei Wochen in einem Vortrag genannt (der hier im Wortlaut nachgelesen werden kann). Das Bild gefällt mir sehr gut, denn…

  • Nochmal: Markt und Kapitalismus

    Auch im Podcast haben Benni und ich heute nochmal dieses Thema aufgegriffen, da er den ein oder anderen Einwand zu meinem Artikel im FAZ-Blog hatte… – bitte hier entlang.

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