Archive for the ‘Sprache’ Category

Die Diskussionen über meinen letzten Blogpost zum generischen Maskulinum noch im Kopf las ich gestern im Zug die aktuelle Brandeins mit einem Artikel von Peter Lau über „Menschen, Hippies, Lina: Ein Nein ist für alle lehrreicher als ein Ja“, und dabei fiel mir auf, dass man das Thema wirklich über die rein grammatikalisch-sprachliche Ebene hinaus [...]


Gerade habe ich entdeckt (über eine kurze Notiz in der Zeitschrift „Wir Frauen“), dass es neuerdings ein „Gendering Add-In“ für Microsoft Word gibt, das dabei helfen soll, inklusive Sprache zu verwenden. Ich habe es grade mal ausprobiert, und es funktioniert in der Tat ziemlich einfach: Man installiert es, und dann wird, sobald man Word aufruft, ein [...]


Die gegenwärtigen Diskussionen über Klarnamen finde ich interessant. Jenseits von kurzen Positionierungen pro oder contra berühren sie nämlich ein Thema, das die Produktion von Kultur betrifft und das durch das Internet sehr im Umschwung ist: Die Frage, auf welche Weise Texte/Werke mit der Person verknüpft sind, die sie geschaffen hat. Dass Texte unabhängig von ihren [...]


„Endlich wird mal wieder über Feminismus diskutiert“ – mit solchen und ähnlichen Kommentaren haben einige versucht, dem medialen Strohfeuer nach dem (Anti-)Feminismus-Interview von Bundesministerin Kristina Schröder im Spiegel irgendetwas Positives abzugewinnen. Ich kann mich dem nicht anschließen. Die Art und Weise, wie das Thema schon seit Längerem diskutiert wird, hat mich davon überzeugt, dass das [...]


Diese Woche sah ich abends den Film „Letzes Jahr in Marienbad“, einen alten Film von 1961, in dem sehr häufig das Wort „Balustrade“ vorkam. Das Wort hakte sich irgendwie in meinem Kopf fest, und als ich tags drauf durch die Stadt lief, hielt ich Ausschau nach Balustraden. Ich fand natürlich keine. Dafür fand ich ein [...]


Starre Mutterbilder sind Vergangenheit, doch was kann sinnvollerweise mit Mutterschaft gemeint sein? Dieser Frage geht Andrea Günter in ihrem Büchlein nach. Mit der Geburt und dem Durchtrennen der Nabelschnur ist die unmittelbare körperliche Verbundenheit zwischen Mutter und Kind ent-bunden, und es entsteht die Notwendigkeit einer Beziehung, die durch Kommunikation und durch Sprache vermittelt ist. Um [...]


Also, nun bin ich doch ein wenig erstaunt. Da ich kein Fernsehen schaue und nur ausgewählte Zeitschriften lese, ist der Medien-Hype über den Amokläufer in Winnenden ziemlich an mir vorbei gerauscht. Wahrscheinlich liegt es an dieser Medienabstinez, dass mir das Wesentliche an diesem Ereignis ziemlich schnell bekannt gemacht wurde: Mein Masseur, eifriger RTL-Gucker und wissend, [...]


Mit Sprachwitz und ironischem Augenzwinkern nimmt die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch regelmäßig die Absurditäten der „Männersprache“ Deutsch aufs Korn. Ihre Glossen publiziert sie wöchentlich im Internet – und für alle, die die Version auf Papier vorziehen, auch im Taschenbuchformat. Der neueste Band umfasst die Jahre 2007 und 2008 und begleitend kommentierend den Wahlkampf zwischen Barack [...]


Die Gleichheit ist sehr verlockend, vor allem für junge Frauen. Gerade habe ich die „Alphamädchen“ (von Meredith Haaf, Susanne Klinger und Barbara Streidl) gelesen – zugegeben, mit etwas Verspätung – und war einerseits gerührt von diesem flammenden Appell zum feministisch Werden, andererseits doch etwas verwundert, dass das Versprechen der Gleichheit für junge Frauen heute immer [...]


Muttersprache und koloniales Sprechen, die Bedeutung des Schweigens und die Chancen, die im Lernen einer fremden Sprache liegen – darum geht es in diesem Text der Diotima-Philosophin Elisabeth Jankowski, den ich ganz herzlich zur Lektüre empfehle: http://www.bzw-weiterdenken.de/index.php?m=artikel&rub=3&tid=161



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