Kategorie: Differenzphilosophie
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Konferenz „Denkumenta 2“: Gutes Leben für die ganze Welt
Alle, die sich für das Denken der Geschlechterdifferenz interessieren, das ABC des guten Lebens gelesen haben und sich fragen, was Feminismus zu aktuellen politischen Entwicklungen und Fragestellungen beitragen kann, sind eingeladen, vom 16. bis 19. August zur Denkumenta 2 nach St. Arbogast in Österreich zu kommen. Vier Tage lang gibt es dort bei einer internationalen…
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Gefährliche Nähe
Politische Positionen werden (etwa in der Skala „Links“ und „Rechts“) meist so definiert, als seien sie je unterschiedlicher, je weiter sie voneinander entfernt sind. Ich schlage eine andere Kategorisierung vor: „Gefährliche Nähe“ (inspired by Diotima).
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Freiheit retten
„Aus Liebe zur Freiheit“, so heißt mein Blog, und auf den ersten Blick könnte man meinen, das sei eine banale Bezeichnung für ein feministisches Projekt. Denn um was soll es Frauen denn sonst gehen, als um ihre Freiheit? Allerdings ist das nicht so. Der Begriff der Freiheit, er ist lange diskreditiert. Die neoliberale Ideologie hat…
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Debatten vor dem Facebook-Grab gerettet, Teil 3
Politische Debatte ist nicht Propaganda: Gestern habe ich auf Facebook ein bisschen darüber gerantet, wie unfruchtbar die Debatte ist, die sich derzeit zwischen Alice Schwarzer/Emma (man muss sich registrieren, um das lesen zu könne) und Judith Butler/Sabine Hark abspielt. Das gab dann recht angeregte Diskussionen. Was ist das, was Weiblichkeit ausmacht? Kritisch geäußert habe ich mich auch zu einem Text von…
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Stark sein in der Differenz: Toller Text, bitte lesen!
Dorothee Markert hat auf bzw-weiterdenken.de einen tollen Text darüber geschrieben, wie sie als Angehörige einer Minderheit aus der Differenz Stärke gewinnt anstatt sich darauf zu beschränken, Diskriminierung anzuprangern. Sie spricht mir sowas von aus dem Herzen, bitte lest das!
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Konfliktvermeidende Zustimmung: der freundliche Weg, Feminismus nicht ernstzunehmen
„Jede Menge Geschlechter, die aber alle männlich sind“ schrieb eine Bekannte in den Facebook-Thread, in dem ich mich gestern Abend ein bisschen über dieses (lesenswerte) Interview in der ZEIT mit Lann Hornscheidt geärgert habe. Hornscheidt macht Gender-Forschung an der Humboldt-Universität und lehnt für sich die Einordnung als weiblich oder männlich ab und will daher auch nicht mit…
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Warum es nicht „binär“ ist, wenn ich von Frauen und Männern spreche
Immer wenn ich mit jüngeren Feminist_innen diskutiere, dauert es nicht lange, und es kommt die Frage, ob meine Art, über Frauen und Männer zu sprechen, nicht „binär“ wäre. Ich möchte hier einmal aufschreiben, warum ich das nicht finde. Ein „binäres“ Verständnis von Geschlecht geht ja davon aus, dass es genau und nur zwei Geschlechter gibt,…
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Die Feministin und ihre patriarchalen Traditionen
Wie gehen wir als Feministinnen mit den patriarchalen Traditionen und Kulturen um, in denen wir (fast alle) aufgewachsen sind? Diese Frage stellt sich immer wieder mal. Mir wurde sie explizit bei einer Veranstaltung kürzlich gestellt, bei der es um Geschlechtergerechtigkeit in Christentum und Buddhismus ging, wobei ich den christlichen Part auf dem Podium übernommen hatte.…
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Ciswissenschaft und Transpolitik
Diese Woche war ich bei einem Kongress über Transsexualität und hörte zwei Professoren, die (in Bezug auf Beheimatung im bestehenden System) so dermaßen Cis waren, dass es fast schon einer Karikatur ähnelt. Kurzfassung: Die Wissenschaft hat nun festgestellt, dass Transsexualität normal ist. Normal nicht etwa deshalb, weil wir in politischen Auseinandersetzungen eine Kultur hervorgebracht hätten,…