Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz

  • Väter-Recht abschaffen, Kindererziehung steuerfinanzieren!

    Über Nele Tablers schönen Kommentar erfuhr ich grade von einem ärgerlichen Urteil des Bundesgerichtshofes, wonach Alleinerziehende (zu um die 90 Prozent Frauen) verpflichtet sind, Vollzeit erwerbstätig zu sein, wenn das Kind oder die Kinder mindestens drei Jahre alt sind. Geklagt hatte ein Vater, der keinen Betreuungsunterhalt zahlen will. Das Urteil ist nicht wirklich überraschend, denn die deutsche…

  • Lebenspartnerschaft für alle!

    Die überalligen Artikel heute zum zehnjährigen Bestehen der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ für Schwule und Lesben haben mich an ein unentschiedenes Thema in meinem Kopf erinnert: Der Tatsache nämlich, dass ich schon immer sowohl für als auch gegen die „Homo-Ehe“ bin. Dagegen bin ich, weil ich eigentlich die Theorien über die „freie Liebe“, die im 19. Jahrhundert…

  • Einige Gedanken zum Prinzip der Rechtsstaatlichkeit

    Wer dachte, der Vorwurf der Gotteslästerung sei heutzutage antiquiert und nur noch im Repertoire einiger religiös-fundamentalistischer Hardliner vorhanden, wurde in den letzten Tagen eines Besseren belehrt. Ein Volk aufrechter Verteidiger der rechten Lehre machte sich im Internet über einen Blogpost von Nadine Lantzsch her, die es gewagt hatte, das anzuzweifeln, was heutzutage offenbar die Stelle…

  • Zwischen Kulturen. Ein Gespräch mit Safeta Obhodjas.

    In meinem Podcast gibt es jetzt ein Gespräch, das ich letzte Woche mit Safeta Obhodjas geführt habe. Sie ist eine Freundin von mir, und eines unserer Dauer-Streitthemen ist die Integrationsdebatte, wo sie – anders als ich – eine „multikulti-kritische“ Position hat. Ich dachte mir, es ist interessant, das mal mitzuschneiden. Es geht um ihre Erfahrungen…

  • Warum werden so wenige Männer Lehrer?

    Warum werden so wenige Männer Lehrer?

    Heute kam mir eine Meldung auf den Schreibtisch, wonach unter denen, die kürzlich in Hessen ihr zweites Staatsexamen Lehramt abgelegt haben, nur 30 Prozent Männer waren. Beim Lehramt an Grundschulen waren es sogar nur acht Prozent. Auf den ersten Blick sind die Zahlen nicht sehr überraschend, aber irgendwie doch. Denn immerhin haben wir seit einigen…

  • „Zerstört die Werke der Weiblichkeit!“ (nicht)

    „Zerstört die Werke der Weiblichkeit!“ (nicht)

    Für Maria Magdalena interessiere ich mich schon länger. Jetzt hat Silke Petersen ein wahrhaft fantastisches Buch über sie geschrieben, das keine Fragen offen lässt (außer denen, die sich heute nicht mehr beantworten lassen, was natürlich viele sind). Sehr detailliert, aber trotzdem gut lesbar und auch für theologisch Unbewanderte verständlich, stellt sie die verschiedenen Texte vor,…

  • Hallo Feminismus, du Nervensäge!

    Hallo Feminismus, du Nervensäge!

    Vor sechs Monaten begann ich ein Experiment: Angenervt von der Art und Weise, wie über das Thema „Feminismus“ diskutiert wird, beschloss ich, das Wort ein halbes Jahr lang nicht zu verwenden. Es hat nicht geklappt. Immer wieder ist es mir zwischen die anderen Wörter gerutscht. Keine Ahnung, wieso, sinnvoll finde ich es nämlich immer noch…

  • Zwölf Punkte für das gute Leben

    Heute bekam ich eine Einladung der Belgischen Frauenliga, die im Oktober einen Studientag zum Thema Elternschaft plant. Leider werde ich daran nicht teilnehmen können, aber diese Vereinigung scheint mir sehr interessant zu sein – und ich muss zugeben, dass ich sie bisher nicht kannte. Trotz Europa und allem ist die Frauenbewegung doch leider viel weniger…

  • Warum wir keine Liebeskatastrophe haben

    „Liebeskatastrophe“ – das Wort stammt von Iris Radisch. Sie diagnostiziert selbige in ihrem 2006 erschienenen Buch „Schule der Frauen“ und beklagt „das völlige Fehlen von Vorbildern gelingender Liebe in modernen Lebensverhältnissen.“ (S. 75). Sie ist mit dieser pessimistischen Einschätzung keineswegs allein, und sehr oft ist die Klage über die angeblich verloren gegangene Liebe begleitet von…

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