Kategorie: Feminismus

  • „Jede macht was sie will“ ist noch nicht alles

    In den letzten Tagen habe ich nur eher nebenbei Diskussionen auf Twitter unter dem Hasthag #EMMAistfuermich mitverfolgt – für alle, die nicht bei Twitter sind: Unter diesem Schlagwort hat die Zeitschrift Emma Leserinnen aufgefordert, etwas Positives über Emma zu schreiben, aber recht schnell wurde dabei vor allem Kritik geäußert. Unter den kritischen Tweets ist mir…

  • Frauen sind auch nicht von Natur aus Feministinnen

    Ich komme in die Küche und da läuft im Radio ein Schlager. Eine Art Liebeslied soll das wohl sein, gesungen von einem Er, adressiert an eine Sie. Die Refrainzeile: „Du machst mich zu einem besseren Mann“. Mich gruselt. Und zwar nicht so sehr, weil hier das alte Geschlechterarrangement abgefeiert wird, wonach Frauen in einer heterosexuellen…

  • Die schmerzhaften Debatten unter Feministinnen

    Feministische Debatten sind oft schmerzhaft für die Beteiligten. Momentan zum Beispiel gibt es heftige Debatten um einen Blogpost von Chris Köver im Missy Magazine, die einen sarkastischen Text über eine Künstlerin geschrieben hatte, die ihr kein Face-to-face-Interview gegeben hat. Sie wurde daraufhin scharf kritisiert – wie ich finde, zu recht – und hat sich jetzt entschuldigt, aber,…

  • Männer und Feminismus

    Das Internet war heute voll von Emma Watsons Rede, in der sie darüber spricht, wie wichtig es sei, auch Männer von den Vorzügen des Feminismus zu überzeugen. Meine Timeline ist gespalten darüber, was sie von dieser Rede halten soll. Die einen jubeln: Toll, eine nette Feministin, die nicht über die Männer schimpft, sondern sie ins Boot…

  • Neonorangener Feminismus

    Wenn ich ein Buch empfehle, das weitgehend im generischen Maskulinum geschrieben ist, das gleich am Anfang behauptet, Feminismus bedeute, dass Frauen die gleichen Rechte haben wollen wie Männer, das mit der Aufforderung „Geh wählen!“ endet und „Das Spiel von Eis und Feuer“ als Roman für das feministische Herz anpreist – dann wundert Ihr euch wahrscheinlich. Trotzdem finde ich…

  • Cis, Trans, Feminismus

    Ich habe gerade (weil Teresa Bücker es in ihrem Republica-Vortrag empfohlen hat) das lesenswerte Buch „Excluded. Making Feminist and Queer Movements More Inclusive“ von Julia Serano gelesen. Die Trans-Aktivistin kritisiert darin die Tendenz mancher feministischer Gruppen, andere auszuschließen und plädiert für einen vielfältigen Aktivismus und einen „holistischen“ Feminismus, der verschiedene Strategien (wie zum Beispiel „radikal“ und…

  • „Wir sind aus dem Szenario ausgestiegen, und dann war es einfach nicht mehr da“

    „Es genügt nicht, es sich so vorzustellen, dass jemand, der an den Rändern stand, sich nun plötzlich ins Zentrum des Szenarios stellte. Das war es nicht, was passierte, eher im Gegenteil: Wir sind aus dem Szenario ausgestiegen, und dann war das Szenario einfach nicht mehr da.“ – so erinnert sich die italienische Philosophin Luisa Muraro, 1940…

  • Die weibliche Pflicht zu lieben, von Andreas Capellanus bis Eliott Rodger

    …. Meine Überlegungen zu den Morden in Isla Vista stehen drüben im Liebesblog.

  • Die weibliche Pflicht zu lieben, von Andreas Capellanus bis Eliott Rodger

    „Ich bin der perfekte Mann, und ihr schmeißt euch trotzdem an diese ganzen anderen dämlichen Typen ran“ – so begründete Eliott Rodger seine Wut auf Frauen, bevor er sechs Menschen tötete. Dass das nicht einfach die Tat eines „Verrückten“ war, sondern im Kontext einer bestimmten Kultur geschieht, die Männern beibringt, dass sie – unter bestimmten…