Kategorie: Schwangerwerdenkönnen
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Spermien…
… sind im Grunde ein Informationsübertragungssystem, das die DNA des Vaters in die Eizelle einbringt, während die Eizellen das gesamte Baumaterial für den Aufbau des Embryos bereitstellen müssen. Das ist der Hauptgrund dafür , dass Eizellen etwa viertausendmal größer sind als Spermien: Sie bestehen nicht nur aus einem halben Satz Baupläne, sondern aus einem halben…
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Feministische Argumente zu Leihmutterschaft
In der Debatte über Leihmutterschaft trifft ein marktliberaler Impuls den patriarchalen Anspruch auf gebärende Körper. Eine feministische Kritik muss ganz anders sein. Mein aktueller Kommentar auf Zeit-online.
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Abtreibungen als öffentliches moralisches Gut
Sophie Lewis wieder mal großartig an der Front der Debatten über eine Ethik des Schwangerwerdenkönnens! „Das erzwungene Gebären lässt sich meiner Meinung nach am besten als die physiologisch invasivste Form des Zwangs zur Care-Arbeit verstehen. … Zu leugnen, dass eine Abtreibung etwas Lebendiges tötet, gibt den Befürworter*innen erzwungener Schwangerschaften nur Boden unter den Füßen und…
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Von wegen Gleichheit: Was eine Ehefrau von einem Ehemann unterscheidet
Mater semper certa est, hieß es im römischen Familienrecht, die Mutter ist immer sicher. Das bedeutete, dass diejenige Person, die ein Kind geboren hatte, automatisch auch die rechtliche Mutter dieses Kindes war. Die soziale Rolle der Elternschaft war demnach an den biologischen Prozess des Schwangerseins und Gebärens geknüpft. Und dieses Gesetz überlebte viele Jahrhunderte, es…
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Die einen haben einen Uterus, die anderen ein Gehirn
Hier gibt es einen interessanten Artikel des Historikers Philipp Sarasin zum Thema 250 Jahre Sexualität. Wie ich drüben auf piqd schon geschrieben habe, vertritt er die Ansicht, dass „Sexualität“ als Konzept erst vor rund 250 Jahren, nämlich mit Beginn der bürgerlichen Moderne, entstanden ist. Galt vorher der Geschlechtsakt in christlicher Tradition als etwas, von dem…
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Zwangssterilisationen an trans Personen als Unrecht anerkennen und entschädigen
Ein Aspekt, der mir in Zusammenhang der Beschäftigung mit dem Schwangerwerdenkönnen wichtig geworden ist, ist die Erkenntnis, dass reproduktive Selbstbestimmung von Menschen, die schwanger werden können, nicht nur bedeutet, dass sie nicht gezwungen werden dürfen, eine Schwangerschaft zu Ende zu führen, sondern dass sie auch nicht an einer Schwangerschaft gehindert werden dürfen. Abtreibungsverbote sind moralisch…
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„Diese östrogeninduzierte Unfähigkeit zur Logik macht mich rasend“
Nachdem mein Buch „Schwangerwerdenkönnen“ vorige Woche in den Buchhandel kam, gab es ein Interview dazu in Spiegel-Online, worüber ich mich sehr gefreut habe. Das gibt natürlich eine schöne Reichweite über die eigene Bubble hinaus. Leider aber auch hinein in die Szene der Frauen- und Feministinnenhasser. Einer dieser hat sich in einem sehr länglichen Text mit…
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Es gibt keine ungeborenen Kinder
Auf Facebook löste ich mit diesem Satz gestern eine ausführliche Debatte aus, die viele interessante und unterschiedliche Aspekte hervorbrachte und aus der ich auch selbst nochmal viel gelernt habe. Gleichzeitig kann sie auch als Anschauungsmaterial dafür dienen, dass gute Diskussionen auch bei sehr emotional aufgeladenen Themen und sehr kontroversen Ansichten in diesem Internet möglich sind.…
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Abtreibung und kategorischer Imperativ
Gerade gibt es hier eine interessante und komplexe Debatte zu den ethischen Fragen rund um Abtreibung. Eine offene Frage ist zum Beispiel, wie sich die moralische Bewertung des Schwangerschaftsabbruchs zum kategorischen Imperativ verhält. Das „Handle stets so“ ist ja offenbar in diesem Fall keine mögliche Maxime, denn Menschen ohne Uterus können ja nie in die…