Hier eine gute Analyse von Franziska Schutzbach über „rechte Frauen“. Ich habe im neuen Buch „Postpatriarchales Chaos“ auch ein Kapitel dazu und sehe es sehr ähnlich. Ich würde noch (zum Stichwort „Postpatriarchal“) ergänzen, dass ein Unterschied zum traditionellen Patriarchat darin liegt, dass die „Häusliche Sphäre“ hier politisiert wird (während sie im Patriarchat je gerade dem Bereich des Politischen entzogen war). Und dass dieser Move ja schon bei den Hitler-Nazis war, die den Frauen staatsbürgerliche Rechte entzogen, ihnen als „Hausfrauen und Mütter“ aber eine politische Aufgabe zusprachen, die sie im traditionelle Patriarchat nie hatten. Das Thema ist extrem wichtig, und es sollten sich noch viel mehr Leute aus feministischer Perspektive damit beschäftigen. Denn ein Manko der nicht feministisch geschulten Politikwissenschaft liegt auch darin, dass sie die große Bedeutung des Hausfrauen-Motivs für die Mobilisierung des neuen Faschismus überhaupt nicht versteht, weil sie noch in alten patriarchalen Kategorien denkt und das für „Privat“ hält, sie erkennt das nicht als „Politisch“. https://direkt-magazin.ch/meinung/glstlng/franziska-schutzbach-warum-waehlen-frauen-rechts
Rechte Frauen
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Antje Schrupp
Ich bin Journalistin und Politikwissenschaftlerin und lebe in Frankfurt am Main. Mein Thema ist besonders weibliche politische Ideengeschichte. Aktuelles Buch: „Unter allen Umständen frei“ über revolutionären Feminismus am Ende des 19. Jahrhunderts – Victoria Woodhull, Lucy Parsons und Emma Goldman. Am 10. Februar 2025 erscheint „Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern“ (Aufbau Verlag)
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