Die oberen zwanzig Prozent

xxfactor_kleinEs ist immer unbefriedigend, wenn irgendwo von „den Frauen“ die Rede ist, denn dann stellt sich ja sofort die Frage, von welchen Frauen genau die Rede ist – und von welchen nicht. Andererseits ist die Zugehörigkeit zur Gruppe der Frauen für keine bedeutungslos, auch wenn diese Bedeutung eben je nachdem unterschiedlich sein mag. Und natürlich sind alle Übergänge zwischen den einen und den anderen fließend, gibt es für alles, was über die einen oder die anderen gesagt werden kann, Ausnahmen. Die Frage, welche Unterscheidungen man in für eine bestimmte Fragestellung trifft, ist letztlich eine analytische.

Die britische Ökonomin Alison Wolf hat für ihr Buch „The XX-Factor“ unterschieden zwischen dem einkommensstärksten Fünftel der Frauen und den anderen vier Fünfteln. Denn ihr ist aufgefallen, dass es in Bezug auf ihre Fragestellung – nämlich wie die Zunahme der weiblichen Erwerbsarbeit die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen prägt – große Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen gibt. Und einige ihrer Thesen geben mir zu denken.

Wolf hat dabei eine globale Perspektive. Für Deutschland sehen manche Aspekte vielleicht ein klein wenig anders aus. Ihre These, die sie mit zahlreichen Statistiken untermauert, ist, dass im oberen Fünftel sich die Lebenswelten, die Karrierewege und die Familienplanung von Frauen und Männern inzwischen sehr weit angeglichen haben. So weit, dass sie der Meinung ist, dass man sich feministischerweise um die noch verbliebenen Unterschiede im Detail nicht mehr groß sorgen muss, weil die sich schon in Bälde von selbst erledigt haben werden.

In diesem oberen Fünftel sind die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern inzwischen sehr gering. Auch die Berufe, um die es hier geht, tendieren dazu, nicht mehr geschlechtlich geprägt zu sein. Es gibt kaum noch geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Ärztinnen und Ärzten, Anwältinnen und Anwälten, Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern diverser Branchen. Überhaupt haben fast alle akademischen Berufe  inzwischen Frauen in ihren Reihen akzeptiert. Fast alle der hier noch aufzufindenden Unterschiede betreffen laut Wolf nicht die Top-20-Prozent, sondern die Top-1-Prozent, also die allerhöchsten Ebenen des Managements zum Beispiel. Ab der zweiten oder dritten Reihe aber sei in diesen Einkommensgruppen die Gleichberechtigung, von Details abgesehen, vollzogen.

Ganz anders sieht es jedoch in vielen anderen Berufsgruppen aus: Verkäuferinnen, Erzieherinnen, Krankenschwestern beziehungsweise Techniker, Mechaniker, Bauarbeiter sind nach wie vor sehr geschlechtshomogen sortiert. Hier sind auch die Einkommensunterschiede am größten, was eben überwiegend nicht daran liegt, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt werden, sondern daran, dass sie unterschiedlich bezahlte Berufe haben.

Und vor allem daran, dass der Anteil von Frauen, die Teilzeit arbeiten, hier viel größer ist. Das wirkt auf den ersten Blick unverständlich, weil man meinen könnte, dass in Familien mit geringeren Einkommen die Notwendigkeit, dass beide Erwachsenen Geld verdienen, größer ist. Das stimmt auch – jedoch nur in den ganz unteren Lohngruppen, wo das Einkommen dringend benötigt wird. In den „mittleren“ Berufsfeldern hingegen sind gerade Mütter sehr viel häufiger in Teilzeit als bei den Akademikerinnen. Wolf erklärt das damit, dass der Nutzen der Vollzeit-Erwerbstätigkeit hier kleiner ist. Wenn eine Altenpflegerin, eine Sachbearbeiterin oder eine Grundschullehrerin für ein paar Jahre aus dem Beruf aussteigt oder ihre Stunden reduziert, schadet das ihrer weiteren Laufbahn (deren Perspektiven eh beschränkt sind) weitaus weniger als einer Chirurgin, einer Managerin oder einer Staatsanwältin. Und außerdem ist der Verdienstausfall, absolut gesehen, geringer, weil sie eben weniger verdient. Zumal, wenn Kinder da sind und deshalb häusliche Dienstleistungen eingekauft werden müssen. Das „rechnet“ sich nur, wenn der Lohnabstand zwischen der Kinderfrau oder der Putzhilfe und derjenigen, die sie bezahlt, möglichst groß ist. Für andere ist die Frage, wofür sie sich den Stress antun sollen, nicht so klar zu beantworten: Wenn es sich weder finanziell noch karriereperspektivisch wirklich lohnt, warum dann nicht stressfrei für ein paar Jahre auf eine halbe Stelle gehen – oder mal ganz pausieren?

Das führt im Übrigen zu weiteren Unterschieden, die interessant sind. Der erste ist der, dass das Pensum, das für Erwerbsarbeit aufgebracht wird, heute bei Gutbezahlten im Schnitt höher ist, als bei schlecht oder mittel Bezahlten, sowohl was die gewählte Stundenzahl betrifft als auch im Hinblick auf die Anzahl der Überstunden. Das ist historisch gesehen etwas Neues: Früher haben die Reichen nämlich  deutlich weniger Arbeitsstunden absolviert als die Ärmeren. Aber es führt eben auch zum Wieder-Entstehen einer „Dienstbotenklasse“, ohne die dieses Pensum gar nicht möglich wäre.

Der zweite Unterschied betrifft die Familienstabilität. Im oberen Fünftel sind deutlich mehr Menschen verheiratet, praktisch alle Kinder werden hier „ehelich“ geboren, und die Ehen werden auch seltener geschieden.

Dieser Punkt ist übrigens das, was mich am meisten nachdenklich gemacht hat. Laut Wolf ist das „assortative mating“, also die Wahl von Ehepartner_innen nach (kultureller, gesellschaftlicher, finanzieller) Ähnlichkeit, heute weitaus stärker ausgeprägt als noch vor einigen Jahrzehnten. Das heißt, die Reichen heiraten heute mehr als früher nur noch untereinander, und zwar vor allem deshalb, weil sie einen möglichst „guten“ Vater bzw. eine möglichst „gute“ Mutter für ihre Kinder wollen. Diese Eltern verwenden ein Gutteil ihres Einkommens darauf, ihren Kindern möglichst beste Chancen zu geben, Privatschulen, alle mögliche Förderungen und so weiter. Es ist abzusehen, dass die soziale Schere damit in den folgenden Generationen noch mehr auseinander geht – ein Trend, bei dem Deutschland mit einem vergleichsweise geringen Anteil an Privatschulen und einem (noch) nicht sehr ausgeprägten Eliteuniversitäten-System zum Glück bislang im internationalen Maßstab hinterher hinkt.

Ich finde dieses Augenmerk auf die Unterschiede zwischen „oberem Fünftel“ und „unteren vier Fünftel“ ziemlich überzeugend, und auch überzeugender als den etwa bei den Occupy-Protesten aufgemachten Unterschied zwischen dem „einen“ und den „99 Prozent“. Auch Wolf beschäftigt sich mit diesem einen Prozent der Superreichen, die sich vom oberen Fünftel ingesamt noch einmal absetzen – manchmal auch durch ostentative Nicht-Erwerbstätigkeit der Frauen oder dadurch, dass sie nicht zwei, sondern auch schon mal vier oder fünf Kinder haben, weil sie es sich eben leisten können (während die „normal Reichen“ auf dem von ihnen gewünschten Niveau nur zwei Kinder zur Elite heranziehen können).

Denn im Vergleich zu dieser Ein-Prozent-Elite sind wir alle arme Würstchen. Das obere Fünftel hingegen ist vielleicht gar nicht allzu weit weg, und auch wenn wir selbst nicht dazu gehören, so doch vermutlich ein paar Leute, die wir kennen. Mich würde mal interessieren, bei welchem Jahreseinkommen das in Deutschland beginnt: Wie viel muss jemand verdienen, um gerade so zu den einkommensstärksten 20 Prozent zu gehören? Falls jemand das weiß oder Ideen hat, wo man das recherchieren könnte, bitte gerne in die Kommentare!

Nachdenkenswert finde ich auch Wolfs Vorwurf, dass viele feministische Forderungen und Errungenschaften der letzten Zeit sich mehr an den Bedürfnissen und Interessen dieses oberen Fünftels orientiert haben als an denen der mittleren oder niedrigen Einkommensgruppen. Die Umverteilung von unten nach oben qua Elterngeld gehört da zum Beispiel dazu, auch der starke Fokus auf Frauenquoten für Führungspositonen oder gar Aufsichtsräte. Und auch das Ehegattensplitting bzw. die einmütige Forderung nach dessen Abschaffung erscheint da noch einmal in einem anderen Licht: Wenn es stimmt, dass bei dem reichsten Fünftel die Vollerwerbsquote von Frauen deutlich höher ist als bei den weniger Reichen, dann wären genau sie es, die kein Interesse mehr haben, weniger wohlhabende Familien, die das Ehegattensplitting noch häufiger in Anspruch nehmen, durch ihre Steuern zu subventionieren.

Just thinking… Discuss!

37 Gedanken zu „Die oberen zwanzig Prozent

  1. Das ist nicht so einfach: Fragst Du nach dem Bruttoeinkommen (aus Arbeit und anderen Einkommensquellen) oder nach dem Haushaltsnetto-Einkommen? Im verfügbaren Nettoeinkommen sind z. B. Kindergeld und Kinderfreibeträge sowie Transferleistungen enthalten.

    Wenn ein Haushalt zum neunten Dezil (mithin zu den oberen 20 Prozent) gehört, müsste er nach der letzten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ein verfügbares Einkommen von etwa 4.750 Euro pro Monat haben. Soweit ich das sehe, sind die letzten Zahlen von DESTATIS aus dem Jahr 2008 und im Herbst 2013 werden neue Zahlen erwartet.

  2. Ich hab jetzt mal in den datenreport 2011 geschaut. da werden jetzt nur haushaltseinkommen berücksichtigt. das raster passt auch nicht auf die frage mit den 20 % aber da lässt sich erkennen, dass haushalte mit einem nettoeinkommen von 5 bis 18 tausend euro im monat 13,1 % der bevölkerung (hochgerechnet, eigentlich der untersuchten) ausmachen. von 3600 bis fünftausend euro sind es dann nochmal 14,6% der bevölkerung. ich verstehe dies so, dass also die oberen 27,7% der bevölkerung bei einem haushaltseinkommen von 3600 euro netto im monat beginnen. wobei ich mich frage wie damit umgegangen wird, das scheinbar in der stichprobe keine haushalte vorgekommen sind die über 18ooo euro nettoeinkommen zur verfügung haben. obwohl es die ja eindeutig gibt in unserer gesellschaft. rechne ich die summe aller aufgeführten gruppen zusammen lande ich auf die schnelle bei 100,1 %… da kommt dann das von dir genannte 1% der superreichen garnicht vor. die quelle war der Datenreport 2011 des statistischen Bundesamts: Kapitel 6 Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Tabelle 3 auf Seite 134 (https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Datenreport/Downloads/Datenreport2011Kap6.pdf;jsessionid=C5F47164C4D0CE0726BCC9328438DA9A.cae2?__blob=publicationFile)
    spannende fragen wirfst du da auf. geh jetzt mal nachdenken…

  3. Danke für die Zusammenfassung. Ich bin schon länger an dem Punkt, an dem ich einige „feministische“ Kämpfe für leicht fehlgeleitet halte und die Thesen von Wolf bestätigen das. Ich glaube, wir brauchen eigentlich nicht mehr so sehr den Kampf um Teilhabe am („männlichen“)Erwerbsleben für alle, sondern vielmehr wieder den Kampf um weniger Teilhabe im Sinne von Zeit und Grundsicherung. Denn letztlich ist die Forderung, Frauen sollen zum Zweck ihrer ökonomischen Eigenständigkeit mehr bezahlte Leistung erbringen ein Thema aus dieser Ecke, der Ecke der oberen 20% die Jobs haben, die eher erfüllend sind und wo sich der volle Einsatz in Prestige und Bezahlung auch lohnt. Das ist nicht zwingend das Thema für alle Frauen. Und deshalb glaube ich wirkt Frauenpolitik, wie sie heute oft formuliert wird, einen Großteil der Frauen nicht.

  4. Du liegst sicher nicht falsch, wenn Du im ersten Ansatz von einem Haushalts-Netto von knapp 5.000 Euro im Monat ausgehst.

    Bei einer Gleichverteilung unter den beiden Erwerbspersonen im Haushalt entspricht das also einem Einzel-Nettoeinkommen von knapp 30.000 Euro im Jahr. Auch nach anderen Quellen ist das etwa die Grenze für eine einzelne Erwerbsperson.

  5. Verkäuferinnen, Erzieherinnen, Krankenschwestern beziehungsweise Techniker, Mechaniker, Bauarbeiter sind nach wie vor sehr geschlechtshomogen sortiert. Hier sind auch die Einkommensunterschiede am größten, was eben überwiegend nicht daran liegt, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt werden, sondern daran, dass sie unterschiedlich bezahlte Berufe haben.

    Jein.

    Die Bezahlung hat ja auch mit dem Geschlecht und der Ernährerrolle zu tun.

    Dass Arbeit mit Kindern oder Kranken oder Alten schlecht bezahlt ist, hat zusätzlich damit zu tun, dass es vor allem bei Frauen nicht als richtiges Fachgebiet gesehen wird, sondern als etwas, das Frauen halt irgendwie schon immer taten und konnten und deshalb nicht sonderlich honoriert werden muss. Deshalb gibt es auch viele nur kurz Angelernte, die im Altenheim relativ viel Verantwortung für Menschen tragen (etwas, das man im Primatenhaus im Zoo nicht machen würde).

    Hinzu kommt, dass Altenpflege körperlich wesentlich härter ist als bei BMW am Band Autos zu montieren, und entsprechend bezahlt werden müsste. Aber da trifft man noch oft auf die Vorstellung aus Bergarbeiter-Zeiten, dass die Männer die harte körperliche Arbeit machen und Frauen leichte Tätigkeiten im Sozialbereich ausüben.

    Der kreischende Krach im Kindergarten kann sogar das Gehör schädigen. Industriearbeiter und Handwerker tragen wenn nötig einen Gehörschutz, im Kindergarten geht das nicht.

  6. Die ca. 5000 Euronen halte ich für plausibel, das passt ungefähr zu den Zahlen aus dem Armuts- / Reichtumsbericht. Das Argument, dass derzeit lautstark diskutierte Forderungen (z.B. Quote in Aufsichtsräten) nur aus Oberschicht-Perspektive Sinn machen, habe ich schon öfters gehört. Interessant dass sich dies ein Stück weit belegen lässt.

  7. Das Lustige ist, dass man mit einem Haushaltseinkommen von 5000 in einer teuren deutschen Großstadt noch lang nicht leben kann wie Rockefeller.

  8. @Teresa – Genau um diese Erkenntnis geht es. Die „Reichen“, das sind nicht bloß Paris Hilton oder Dominique Strauss Kahn. Sondern das sind die Leute nebenan, vielleicht sogar wir selber.

  9. Ich beschäftige mich ehrlich gesagt schon länger damit und bin der Meinung, dass eine vernünftige Sozialpolitik so gesehen nutzbringender für das Gros der Frauen wäre als viele Dinge, die in letzter Zeit leidenschaftlich diskutiert werden. An sich ist das nichts Neues und eigentlich auch nichts Schlimmes. Die Frage, ob Frauen sich aktiv und passiv an der Politik beteiligen wollen, war zb lange auch ein Oberschichtenproblem, der erfolgreiche Kampf hat dann aber sämtlichen Frauen geholfen.
    Vieles, was unter Frauenpolitik läuft, halte ich so gesehen für „Luxusprobleme“, zb die Vorstandsfrauensache. Ja, das ist gesellschaftlich wichtig und auf 100 Jahre hinaus betrachtet, hilft das auch mehr Frauen als den dreien, die dann in Vorständen sitzen. Ich bin also nicht dagegen, aber wenn man wirklich die Lebenssituation einer ganzen Masse an Frauen verbessern wollen würde, wären zb ein ordentlicher Mindestlohn und kostenloser Kindergarten ein viel größerer Durchbruch. Eine Forderung, die nur selten von Frauenrechtlerinnen diskutiert wird. (oder einfach im öffentlichen Diskurs nicht stattfindet)
    Das zweite ist eben dieses übergroße Thema der Karriere, Frauen wollen/sollen/müssen/dürfen unbedingt Karriere machen, das ist das wichtigste überhaupt und dann wird nur noch darum gestritten, wie man da hinkommt. Dabei wird aber eben übersehen, dass sich die Frage für viele doch gar nicht stellt, weil als Altenpflegerin oder Kassiererin bei Aldi nicht soviel an Karriere da ist, was man erreichen kann und ganz andere Dinge nützlicher wären, was dann aber eben kein frauenspezifisches Problem mehr ist.
    Ich will das gar nicht diskreditieren und ist ja nett, wenn mehr Frauen in Vorständen sitzen, aber ganz ehrlich ists mir dann auch ein bisschen egal. Es nervt mich aber, dass DAS nun ausgerechnet das große Thema der Frauenpolitik in letzter Zeit ist. Da kommt mir eben der Diskurs gekapert vor, es ist eine legitime Klientelforderung, aber verdient (in meinen Augen) dieses große Gedöns um Menschen- und Frauenrechte nicht, die ins Feld geführt werden.

  10. @Antje: Wenn es stimmt, dass bei dem reichsten Fünftel die Vollerwerbsquote von Frauen deutlich höher ist als bei den weniger Reichen, dann wären genau sie es, die kein Interesse mehr haben, weniger wohlhabende Familien, die das Ehegattensplitting noch häufiger in Anspruch nehmen, durch ihre Steuern zu subventionieren.

    Ich verstehe diesen Absatz nicht, denn du hast ja zuvor ausgeführt, dass in diesem oberen Fünftel „deutlich mehr Menschen verheiratet sind“. Das Ehegattensplitting wirkt sich doch positiv aus, wieso sollten es gerade diese Menschen sein, die daran kein Interesse mehr haben?

  11. Das mit dem Vorwurf, „dass viele feministische Forderungen und Errungenschaften der letzten Zeit sich mehr an den Bedürfnissen und Interessen dieses oberen Fünftels orientiert haben“ wie bspw. „der starke Fokus auf Frauenquoten für Führungspositonen oder gar Aufsichtsräte“ verstehe ich auch nicht. Bei dieser Art Führungspositionen ist doch eine akademische Laufbahn zwingend oder nicht? Das versteht sich doch von selbst, dass man als SachbearbeiterIn nicht in den Aufsichtsrat kommt, oder? Das ist mir zumindest egal, ob in solch einer Führungsposition eine Frau aus dem oberen Fünftel ist. Hauptsache, es sind Frauen da, so viele wie möglich.

  12. @onlinemeier – Verheiratet sein heißt ja nicht, dass man vom Ehegattensplitting profitiert, das tut man nur, wenn eine_r nichts oder nur sehr wenig verdient. Wenn beide erwerbstätig sind und ähnlich viel verdienen, hat man vom Ehegattensplitting gar nichts.

    Was das Frauen in Führungspositionen betrifft – ja, es wäre vielleicht ein Vorteil für die Allgemeinheit, wenn da mehr Frauen wären, zumindest wenn man davon ausginge, dass Frauen sich dort anders verhalten würden als Männer, was aber ja auch noch die Frage ist. Ansonsten ist es genau wie du schreibst: Mehr Chefposten für Frauen bieten mehr Chancen, die prinzipiell dafür in Frage kämen, also für die Akademikerinnen. Den anderen nicht.

  13. Was die feministischen Forderungen angeht, bin ich jetzt auch komplett verwirrt: heißt das, wenn – mal angenommen – die Mehrheit der Bevölkerung zu der einkommensstarken Gruppe gehört mit dem für diese Gruppe relevanten Jahreseinkommen, dass dann automatisch die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau vollzogen ist? Oder ist es eher die Gleichberechtigung der Menschen allgemein?

    Ich kann gerade meinen eigenen Gedanken nicht mehr folgen…;=)

  14. In den Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft können Frauen auch als Vertreterinnen der Arbeitnehmer kommen (via Betriebsrat bzw. als Gewerkschaftsvertreterin). Dann benötigen sie nicht zwingend akademische Abschlüsse. Beispiel: Deutsche Bahn. Es stünde der Arbeitnehmerseite frei, mehr Frauen zu entsenden …

  15. Also ich hatte den genannten feministischen Flügel (die für Quoten etc eintreten) bisher so verstanden, dass es nicht ums Geld geht, sondern um die aussenwirksame Teilhabe an Macht und Prestige. Insofern stimme ich Alison Wolf zu: Diese Forderungen betreffen nur eine kleine Teilmenge der (hier biologisch definierten) Gruppe „Frauen“.

    Zugriff auf die Ressourcen haben Frauen aus der Schicht heute schon, es ist dieses „in der zweiten Reihe stehen“ bzw die Reduktion auf den passiv konsumierenden Part, was Frauen hier nervt.

    Daher ist auch die Karriere ein angestrebtes Ziel, da diese (wenn sie denn Erfolg hat) direkt Prestige und Macht bedeutet und frau in der Aussenwahrnehmung aus dem passiven Status (Objekt) herausholt und zur aktiven Person (handelndes Subjekt) macht.

    Prestige ist auch das Stichwort zur Erklärung, warum Familienstrukturen in der Oberschicht stabiler sind und die Fertilitätsrate zudem deutlich höher. Beides bedeutet in dieser Schicht Prestige. Über Kinderbetreuung oder so profane Fragen wie Öffnungszeiten einer Kita braucht sich die Oberschicht natürlich keine Gedanken machen, daher bedeutet eine hohe Kinderzahl auch keine Aktivitätseinschränkung der Frau. Und geschieden sein ist da auch ein Malus, der frau zudem von wichtigen sozialen Netzwerken abschneidet.

    In der mittlerweile stark gefledderten Mittelschicht stellt sich das anders, bzw sogar komplett konträr dar.

  16. @stefanolix: vielen Dank! :=)

    @Antje: ich war jetzt so verwirrt, dass ich gar nicht einschlafen konnte. Ich dachte „jetzt verstehe ich überhaupt nicht mehr, worum es eigentlich geht“. Bin nochmals aufgestanden und habe bei dir recherchiert zu „feministische Forderungen“. https://antjeschrupp.com/2008/10/02/funf-punkte-fur-die-zukunft-der-bewegung/

    Jetzt geht es mir besser, weil jetzt verstehe ich wieder, worum es (hier) geht. Und dein Post bedeutet dann wohl, dass die „new society“ der „working women“ eben nicht ein „gutes Leben für alle“ bedeutet. Weil, auch wenn die Gleichberechtigung bei diesen 20% eingetreten ist, sie wird per se nichts bewirken für die anderen 4/5…

  17. Pingback: Mythos Armutszuwanderung & Cookieless Cookies « Reality Rags

  18. Nach wikipedia beginnt die „Oberschicht“ und endet die Zugehörigkeit zur „Mittelschicht“ bei einem Nettoeinkommen, welches bei 150 % des durchschnittlichen Einkommens (im Median betrachtet) liegt.

    Hier ist dann noch einmal zu unterscheiden, wieviele Personen zum Haushalt gehören. Als Single ist man ab einem Einkommen von 24.000,- EUR netto/Jahr schon „Oberschicht“ – also mit 2.000,- EUR netto im Monat. Das ist ziemlich wenig finde ich.

    Zwei Personen ohne Kinder: 36.000,- EUR netto/Jahr.

    Zwei Personen + 2 Kinder: 50.000,- EUR netto/Jahr

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schicht_%28Soziologie%29

  19. Ein Hinweis: Eine Grundschullehrerin ist, mit Verlaub, eine Akademikerin, die (außer in Baden-Württemberg, wo es noch Pädagogische Hochschulen gibt) an der Uni zwei Fächer (z.B. Germanistik, gemeinsam mit Gymnasiallehrern) und Grundschuldidaktik mit Abschluss Staatsexamen studiert hat.

  20. @ lawen4cer

    Das ist nur die einseitige statistische Definition der Oberschicht. Ausserdem stimme ich zu, dass die benannte Einkommensgrenze viel zu niedrig ist. Fast könnte man meinen, das Klassen-Phänomen soll damit wegdefiniert werden.

    Im Wikipedia-Artikel selber steht aber auch, dass die Schichtzugehörigkeit aus mehreren Faktoren bestimmt wird und es dazu auch eine Mentalitätsähnlichkeit geben muss.

    Schichten haben dazu mehr oder weniger subtile Abgrenzungsmerkmale, die bereits bei der Sozialisation des Nachwuchses wirksam werden und mentalitätsformend sind.

    Letztlich führt das zu einer eigenständigen sozialen Vernetzung, die eine Schichtgrenze relativ undurchlässig macht.

  21. Ich finde es sehr schön das Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, das fehlt meiner Meinung nach viel zu oft. Das erinnert mich stark an das Video von Alain Soral über den Femminismus:

    Wie viel muss jemand verdienen, um gerade so zu den einkommensstärksten 20 Prozent zu gehören? Falls jemand das weiß oder Ideen hat, wo man das recherchieren könnte, bitte gerne in die Kommentare!“

    Laut http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61763/einkommensschichtung liegt das mittlere arithemtische Nettoäquivalenzeinkommen, also genau 50% bei im Jahr 2006 bei 1.437 Euro. An die oberen 20% kann sich angenähert werden, ab 77,7 % gehört man zur gehobenen Einkommenslage und die fängt bei 125% vom mittleren Einkommens an, also komme ich auf ein NETTOeinkommen von 1796 Euro/Monat im Jahr 2006.

    Aber ich muss mich den Kommentaren davor auch anschliessen, das die Frage sehr schwer zu lösen ist, weil es eine Menge Begriffe zu diesem Thema gibt…Einkommensarten, wie Lohneinkommen, Vermögenskommen, Transferleistungen unterscheiden die dann in Begriffen wie Nettoäquivalenzeinkommen, Marteinkommen, Lohnarbeit, usw… münden. Weiterhin kann ich natürlich nicht beurteilen, inwieweit Sie sich mit dem lesen von Statistiken auskennen, aber ich empfehle schon Standardmäßig jedem das Buch „Lügen mit Zahlen“ um überhaupt einen Überblick über Statistiken und deren Tücken zu bekommen.

  22. Und ich muss mich doch für das Video entschuldigen, habe es immer nur bis zur 7ten Minute angeschaut und fand es bis dahin auch gut… den Schluss hatte ich nicht bemerkt…

  23. Behauptungen wie „Feminismus möchte gerne die tollen Jobs ( für bürgerliche Frauen ), während ansonsten gerne noch auf Männer als Ernährer zurückgegriffen werden soll“, oder „Feminismus tendiert zur Kollaboration“ werden in diesem Blog hier sonst zensiert, weswegen ich es schon einmal gut finde, dass das Video als Link stehen bleibt.

    Allerdings finde ich es mal wieder absolut interessant, dass – offenbar eine Frau – nun gerade die erste sieben Minuten dieses Videos „gut“ findet.

    Erstens sind die Aussagen zum Teil Schwachsinn – so etwa die Behauptung, die „Befreiung der Großbürgerin“ geschehe auf Kosten einer „Doppelbelastung“ der „Babysitterin, Putzfrau“ etc.
    Bekanntermassen gab es schon vor dem Feminismus diese Dienstberufe, nur mit dem Unterschied, dass die Dame des Hauses ihre Freizeit nicht für Erwerbstätigkeit nutzte. Und zweitens sind diese „Großbürgerinnen“ ja nun ebenfalls einer Doppelbelastung als Mutter, Hausfrau etc. ausgesetzt – auch die Putzfrau und die Babysitterin kehren nämlich nachmittags zu ihrer eigenen Familie zurück usw.

    Und ausserdem fällt auf, wie völlig unbetroffen der Mann sich selber sieht – es ist schliesslich auch sein Haushalt, der sauber gehalten werden muss, und es sind auch seine Kinder, die versorgt werden müssen.

    Der ganze Feminismus hat, wenn Alain Soran mit seiner Haltung recht hat und durchkommt, so gut wie nichts im Verhältnis von Männern und Frauen geändert, dagegen ein wenig Verschiebung im Verhältnis von Frauen untereinander hervorgebracht und vor allem die selbstfabrizierte Normierung weiblicher Wahlmöglichkeiten auf ein oder zwei akzeptierte Lebensläufe aufgebrochen, auf Kosten der Solidarität untereinander.

    Es wundert mich, wie gesagt ( und ich finde es erhellend ), dass so eine Beschreibung auch noch widerspruchslos „gut“ gefunden wird ..

  24. ach, lieber Andreas, hier im Blog wird doch nichts zensiert. Es ist halt nur sehr langweilig, dass du zu wirklich jedem Thema, das ich mir hier ausdenke, immer und immer wieder denselben Sermon von den faulen Frauen, die den Männern auf der Tasche liegen und sie für sich schuften lassen, anbringst. Wollte ich das jedes mal freischalten, würde das nichts anderes bedeuten, als dass du meinen Blog kaperst und wir statt über das, was mich interessiert, über das diskutieren, was dich interessiert. Du hast sicher Verständnis dafür, dass ich das nicht zulasse (sonst würdest du ja nicht so treu dabei bleiben).

  25. Der jetzige Mainstreamfeminismus hat sich von der Forderung Frauen und Männer gleichen Zugang zur Erwerbsarbeit und Erziehung/Pflege verabschiedet.
    Erziehung und Pflege bleibt weiterhin weiblich und prekär, nur heute etwas mehr staatlich als privat.
    Modelle wie in den 80ern nach radikaler Arbeitzeitverkürzung oder flexibleren Arbeitszeiten um auch private Carearbeit leisten zu können oder Forderungen nach Bezahlung der Fürsorgearbeit wie im einstigen Müttermanifest der Grünen sind verschwunden.
    Es gibt mehrere Gründe warum der einst so linke Feminismus diese neoliberale Wendung genommen hat.
    Sicher hat es auch mit dem Mauerfall und den Ostfrauen zu tun. Diese Frauen hatten ein ganz anderes Verständnis von Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit (politisch begründet in den 10 despotischen Maßnahmen des Kommunistischen Manifests). Diese Frauen wurden sehr schnell von Wirtschaftsverbänden als die Heldinnen der Einheit gefeiert. Erwerbsarbeit und Familie zu verbinden war (und ist) im Westen viel schwieriger zu erreichen.
    Es waren nicht nur die fehlenden Betreuungsplätze sondern auch eine stark wettbewerbsorientierte Wirtschaft, die Frauen sobald sie in Fürsorgeverantwortung standen, versuchte zu entsorgen. Meist erfolgreich.
    Jörg Nowack schreibt, dass die Transformation des Feminismus zu einer neoliberalen Leitkultur durch die Rot/Grüne Regierung 98 kam. Er hält die Schwächen der männlichdominaten Gewerkschaften für den eigentlichen Grund, warum dieser sich etablieren konnte.
    Der liberale Feminismus kam zeitgleich mit den unseligen Harz-Gesetzen. Von der Leyen setzte nur Renate Schmidts Arbeit fort.
    Ich denke jede Zeit erfindet ihren eigenen Feminismus und Feministinnen.
    Der liberale Feminismus der 98er mit seiner Forderung Zugang zur Macht um der Macht WiIllen, der ohne mit der Wimper zu zucken Kriegseinsätze mit frauenrechtlichen Gründen versieht und sich billige Diestbotinnen hält, wird sich überleben.
    Die Frage ist nur welche sozialstaatlichen Errungenschaften er noch angreift.
    Schon werden Forderungen nach Krippenzwang, Kindergeldabschaffung, Abschaffung der Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkassen laut. Unselig fand ich auch immer die Schlammschlacht um das Betreuungsgeld – so gering es auch ist und so ausgrenzend gegen Arme.
    Ich denke ein neuer gesellschaftskritischer Feminismus wird es dennoch sehr schwer haben sich zu behaupten. Es wurde eine weibliche Machtelite, etabliert die ihre Machtanteile und Privelegien verteidigt und ein neues Frauenbild kreiert hat. Kleine Mädchen spielen heute mit der Buisnessbarbie.

    Schwierig wird es, weil in einer globalisierten Welt eine normale Geburtenrate für die Wirtschaft nicht nur unerheblich sondern auch ökonomisch keinen sofortigen Gewinn abwirft.
    Nachwuchs für die Güterproduktion wird bereits von billigeren Ländern importiert. Kinder und Kinderaufziehen ist damit genauso wie Pflege von keinem direkten ökonomischen Nutzen. Dies schwächt die Position der Frauen ungemein.
    Egal welche gesellschaftlichen Folgen dies lokal mit sich bringt, die Neoliberalen können sich von allen demografischen, ökologischen und wirtschaftlichen Zusammenbrüchen freikaufen. So wird Reichtum überlebensnotwendig.

  26. Vielen Dank für den Hinweis auf „Jörg Nowak“ – hier ist eine Buchbesprechung http://www.grundrisse.net/buchbesprechungen/joerg_nowak.htm zu „Geschlechterpolitik und Klassenherrschaft“.

    Stichworte >>klassenselektives Ernährermodell<>Hegemonie eines in den Staatsapparaten repräsentierten „liberalen Feminismus“<< – das sind wenigstens schon mal die richtigen Stichworte die der Mann findet.

    Allerdings, finde ich, wird die Tatsache, dass die "prekäre Pflege und Erziehung" in Wirklichkeit eine Monopol- und damit eine Machtstellung ( in Deutschland auch große Einkommensquelle ) von Frauen bedeutet, nicht hinreichend gewürdigt, was ärgerlich ist bei einem Autor, der endlich mal die gesellschaftliche Arbeitsteilung in den Blick nimmt.

    Der "liberale Staatsfeminismus" feiert seine Erfolge ja nun gerade dadurch, dass er diese Monopolstellung von Frauen nie angreift, sondern wo immer geht, stärkt – nur durch diese schizophrene Verweigerung, an weibliche Lebenswirklichkeiten übliche liberale Maßstäbe wie Produktivität, Kosten etc. anzulegen, schafft er es schliesslich, die nötige Unterstützung von grossen Frauenmassen zu erhalten.

    Prekär ist Pflege und Erziehung nur dort, wo man davon leben muss.

  27. Interessanter Blog, hier treibe ich mich nun öfter rum 😉
    Der Post erklärt einiges an Widersprüchen, die ich erlebe, wenn ich Feministische Axiome mit meinem persönlichen Erleben vergleiche. In meinem Umfeld sind Frauen absolut gleichberechtigt. Umso mehr ärgert mich natürlich die geforderte weibliche Führungskräftequote. Für einen AR Job bin ich noch etwas jung, als ich letztens jedoch eine Team Leitungs Position ausschrieb hatte ich einen weiblichen Bewerberanteil von unter 5 % (20 männliche, eine weibliche). Gäbe es eine Quote, oder Ziele darauf (war da nicht sowas bei Daimler) hätte ich die Frau nehmen müssen, obwohl einige der Männer deutlich besser waren.
    Auch finde ich es furchtbar, wenn sich eine Frau hinstellt und sagt, sie verdient weniger als ihr männlicher Kollege, weil sie eine Frau ist, und nimmt als „Beweis“ die 28% Pay-Gap Geschichte. Da wird nicht auf unterschiedliche Umstände (Karriereknick durch Kindererziehung, Teilzeit…) eingegangen, die ja gerade den Unterschied ausmachen, sondern sie behauptet schlicht, dass sie weniger Bekommt, weil sie weiblichen Geschlechts ist. Machen einige Politiker ja auch.
    Ich bin absolut dafür, dass Kindererziehung einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommt und auch entsprechend gewürdigt wird. Wenn ich mir überlege, wer wichtiger für den Erfolg unsere Familie ist, ich oder meine Frau, dann ist ganz klar meine Frau, auch wenn ich der Hauptverdiener bin (meine Frau ist Lehrerin in Teilzeit). Selbtredent haben wir ein Familieneinkommen, das uns allen zur Verfügung steht.

  28. @Valerie – „Es gibt mehrere Gründe warum der einst so linke Feminismus diese neoliberale Wendung genommen hat.“ –
    Dazu, und über die Polemik im o.a. Video hinaus, empfehle ich die differenzierte Analyse der Politikwissenschaftlerin und Feministin Nancy Fraser, die darin die These aufstellt, ‚dass die Neue Frauenbewegung, unwissentlich und unwillentlich, dem neuen Geist des Neoliberalismus eine ganz wesentliche Zutat lieferte‘.
    http://www.blaetter.de/aktuell/dossiers/emanzipation-oder-backlash
    „Feminismus, Kapitalismus und die List der Geschichte“

  29. Pingback: Befördert die Professionalisierung von Care das Gender Pay Gap? | Aus Liebe zur Freiheit

  30. Pingback: Frauen verdienen zwar weniger, aber nicht für die gleiche Arbeit | Familie & Familienrecht

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